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Rostock Roggentin: Polit-Promi besucht Bürgerinitiative
Mecklenburg Rostock Roggentin: Polit-Promi besucht Bürgerinitiative
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00:16 14.04.2018
Dietmar Bartsch (l.) lässt sich die Situation von Doris Scheffler (v.l.), Andreas Reinke, Kerstin Georgi und Peter Georgi schildern. Quelle: Foto: André Wornowski

Kösterbeck. Der Streit um die Bebauung des Landschaftsschutzgebietes „Wolfsberger Seewiesen“ in Kösterbeck erreicht den Bundestag in Berlin: Linken-Chef Dietmar Bartsch hat sich von den Gegnern einer Bebauung ihre Sichtweise schildern lassen. „Es ist höchst problematisch, wenn die Interessen von Investoren und Bürgern so stark auseinandergehen und die Natur leiden könnte“, sagt Bartsch, der seinen Wahlkreis in Rostock hat. Der Bundestagsabgeordnete fordert daher: „Es muss hier rechtlich klar und transparent gehandelt werden.“

Erst Anfang der Woche haben Roggentins Gemeindevertreter einen Beschluss aus dem Jahr 2015 aufgehoben, der den Bau eines neuen Wohngebiets am Ortsrand von Kösterbeck auf den Weg bringen sollte (die OZ berichtete). Gleichzeitig fällten die Gemeindevertreter mit knapper Mehrheit eine Grundsatzentscheidung: Es soll künftig von jeglicher Art einer Bebauung in dem Landschaftsschutzgebiet abgesehen werden.

Roggentins Bürgermeister Erhard Bünger hält eine Bebauung hingegen für vertretbar. Auf 31 000 Quadratmetern sollen 29 Einfamilienhäuser entstehen – rund 10 000 Quadratmeter davon und etwa elf bis zwölf Häuser lägen in den Wolfsberger Seewiesen. Das entspreche weniger als 0,02 Prozent des gesamten Landschaftsschutzgebietes in der Gemeinde Roggentin. Die Bebauung sei daher ein Eingriff in die Natur, das schon, aber kein gravierender, so Bünger.

Die Gegner halten es jedoch für problematisch, dass das Schutzgebiet überhaupt angefasst wird. Dies könnte das Einfallstor für weitere Investoren sein, heißt es. Die Bürgerinitiative Kösterbeck fordert einen Bürgerentscheid.

aw

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