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Romy (2) aus Schwaan hat jetzt ein neues Herz

Schwaan/Rostock Romy (2) aus Schwaan hat jetzt ein neues Herz

In ersten Reaktionen auf „Facebook“ zeigen sich die Eltern überglücklich. Dank Spenden kann die Wohnung saniert werden.

Schwaan. Die kleine Romy-Charlott Urban aus Schwaan hat seit Montagnachmittag ein neues Herz. Das Spenderorgan wurde der Zweijährigen in der Berliner Charité eingepflanzt.

Nach Aussage des Familienanwalts, Sven Rathjens, geht es dem Mädchen gut. Sie liege auf der Intensivstation und müsse sicher noch eine ganze Weile im Krankenhaus bleiben. Aber das bange Warten und Hoffen auf ein passendes Organ ist nun zu Ende.

Die Eltern sind überglücklich. Auf der Facebook-Seite „Ein Herz für Romy“ haben sie nach der OP geschrieben: „Wir können diesen Tag gar nicht mit Worten erklären. Es geht ihr wirklich gut.“ Ein weiterer Satz zeigt, wie anstrengend die Prozeduren der vergangenen Wochen und Monate auch für die Eltern gewesen sind: „Wir sind wirklich erschöpft und müssen nun erstmal realisieren, was heute war.“ Viele Menschen, die der Facebook-Seite folgen, beglückwünschen die Eltern, freuen sich mit Romy und hoffen nun weiter. Denn der Körper der kleinen Schwaanerin hat mit dem fremden Organ noch einen weiten Weg vor sich. „Mindestens ein Jahr wird es wohl dauern, bis mit Bestimmtheit gesagt werden kann, ob es klappt“, sagt Rathjens, der für das tapfere Kind und die Eltern eine Spendenaktion startete.

Im vergangenen Jahr, als der Albtraum mit Romys krankem Herz für die junge Familie begann, kam der erste Aufruf. Über Plattformen wie Facebook, aber auch durch Artikel in der OSTSEE-ZEITUNG. Heute sind gut 80 000 Euro zusammengekommen. Eine Summe, die Henrike Urban gut gebrauchen kann. In der alten Wohnung hätte Romy selbst mit neuem Herz keine Chance gehabt, zu überleben. Neue Räume mussten her, umfangreich saniert zum Beispiel mit Naturkork. Und: Die Hummeleltern, wie sie sich in Anlehnung an den Spitznamen der Tochter nennen, haben kein üppig gefülltes Bankkonto vorzuweisen. „Sie leben in bescheidenen Verhältnissen, die Krankenkasse hilft da nicht“, sagt Rathjens, der ein Freund der Mutter ist.

Zu gegebener Zeit wollen sich laut Anwalt Sven Rathjens Mutter Henrike und Vater Matthias persönlich gegenüber den Medien äußern. „Wir werden aber keinen Druck ausüben. Sobald sie etwas sagen möchten, machen sie es.“

Die acht anstrengenden Stunden im Operationssaal hat „die kleine Hummel“ überstanden. Jetzt folgt die Zeit mit Maschinen, an die das süße Mädchen angeschlossen ist. Schläuche, ständige Kontrollen.

Eine Geräteanzeige sehen Romys Eltern derzeit sogar gern: Die vom Herzschlag ihrer Tochter mit dem neuen Organ.

 

Claudia Tupeit

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