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Rostock „Rosi“ ist da: 200 Rostocker singen ein Kompliment
Mecklenburg Rostock „Rosi“ ist da: 200 Rostocker singen ein Kompliment
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00:30 10.01.2018
Gitarrist Gregor Siegmund und Chorleiterin Lisann Wassermann führten durch das 90-minütige Programm. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

So viele gute Lieder, so viel Spaß beim gemeinsamen Singen: Als die Band am Ende des Abends im Theater des Friedens fragt, welcher Song den rund 200 Besuchern bei der Premiere von „Rostock singt“ („Rosi“) am besten gefallen hat, fällt die Entscheidung schwer. Ob „Junimond“ von Rio Reiser, „Little Lion Man“ von Mumford and Sons oder „Ein Kompliment“ von Sportfreunde Stille – alle Lieder bekommen fast gleich viel Applaus. Also spielt die Band die Songs noch einmal – und das Publikum singt, klatscht und schunkelt begeistert mit.

Premiere für neues Chor-Projekt im Theater des Friedens / Besucher begeistert

Das neue Projekt „Rostock singt“ ist eine Mischung aus Karaoke und Chor: Die Band auf der Bühne gibt den Sound vor und Chorleiterin Lisann Wassermann führt die Besucher durch die Songs. Der Text wird per Beamer eingespielt. „Das ist einfach eine Freude. Bei so vielen Besuchern fällt es gar nicht auf, wenn ich mich versinge“, sagt die Rostockerin Martina Grimm. Auch spiele es keine Rolle, ob jemand eine schöne Stimme hat oder gar nicht singen könne, so die 43-Jährige.

Karla Klöhn lobt das Ambiente im Theater des Friedens: „Es ist sehr, sehr schön geworden. Hier hält man sich gerne auf.“ Das gemeinsame Singen sei motivierend gewesen, so die 64-Jährige aus Fresendorf bei Kösterbeck (Landkreis Rostock). Sie hatte auf Musik gehofft, die einen berührt – und diese sei gespielt worden. „Es war eine super Mischung aus englischen und deutschen Liedern, aus Klassikern und neuen Songs“, sagt Irma Kleist aus Lütten Klein. Sie legt sich fest: „Wir kommen wieder.“

Initiator und Gitarrist Gregor Siegmund freut sich über das positive Feedback. „Das motiviert. Es ist toll, so viele glückliche Gesichter zu sehen – bei Männern wie Frauen“, sagt der Musiker. Für die Band sei es ebenfalls ein schöner Abend gewesen. Neben dem Gitarristen und der Chorleiterin Lisann Wassermann waren noch Schlagzeuger Golo Schmiedt und Bassist Peter Harder mit auf der Bühne. „Den Gesang dort abzufangen, war wie ein Geschenk für uns“, sagt Siegmund.

Zum Auftakt stimmte Lisann Wassermann das Publikum ein: „Aaaa“ hallte es durch den Saal. Danach übten Besucher und Band Rio Reisers „Junimond“ ein – der deutsche Sänger hatte gestern Geburtstag.

„Passend zur Geburt von ,Rosi’ spielen wir daher seinen Song“, sagte Wassermann. Das Publikum sang zweistimmig mit. „Ihr macht das super“, lobte die Chorleiterin am Abend immer wieder. Zum Anfang übte sie mit den Besuchern die Lieder langsam ein. Dann wurde das Tempo erhöht. Am längsten dauerte das Einstudieren von Pharrell Williams „Happy“ – der Einsatz sollte sich aber lohnen. „Sehr gut.

Das habt ihr doch heimlich unter der Dusche geübt“, sagte Wassermann und lachte.

Weitere Titel des Abends waren „Oft gefragt“ von AnnenMayKantereit und „Haus am See“ von Peter Fox. Gitarrist Siegmund gab nach der 90-minütigen Veranstaltung zu, dass er einige Songs bis vor kurzem selbst noch nicht kannte. Am kommenden Dienstag erklingen nun wieder andere Lieder. Siegmund hofft auf einen ähnlich großen Zuspruch wie gestern: „Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die Lust aufs Singen haben.“

So funktioniert „Rosi“

Beim Projekt „Rostock singt“ („Rosi“) gibt eine Band auf der Bühne den Sound vor und ein Chorleiter führt das Publikum durch die Songs. Pop, Rock und Balladen erklingen. Der Text wird per Beamer eingespielt. Ein Abend dauert 90 Minuten.

Der Eintritt kostet sieben Euro. Als Kennlernangebot im Januar zahlen zwei Personen zwölf Euro und drei 15 Euro. Mitmachen kann jeder. „Rosi“ soll es jeden Dienstag im Theater des Friedens geben – außer in den Schulferien und an Feiertagen.

Mehr Informationen: www.rostocksingt.de

André Wornowski

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