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Rostock Wohnungen und Autobahn für den Nordwesten?
Mecklenburg Rostock Wohnungen und Autobahn für den Nordwesten?
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13:00 07.10.2018
In Höhe des Sonnenblumenhauses in Lichtenhagen könnte die neue Stadtautobahn-Abfahrt Groß Klein entstehen. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Die Fläche zwischen der Hermann-Flach-Straße und der Groß Kleiner Allee gehört zu den wenigen noch unbebauten Arealen im Rostocker Nordwesten. Dass sich das ändern soll und auf dem Grün bald doch gebaut wird, darüber ist sich Rostocks Stadtpolitik weitestgehend einig. Nur was gebaut wird, darüber gibt es Diskussionen. Andreas Engelmann (Linke), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, bringt nun einen Kompromiss ins Gespräch: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob auf dem Gelände Wohnungsbau und eine neue Straße möglich sind.

Für die Nutzung der Grünfläche gibt es bisher nämlich zwei ganz unterschiedliche Ideen: Der Ortsbeirat und auch die Bürgerschaft hatten sich unlängst dafür ausgesprochen, auf dem Gelände neue Häuser zu errichten. Schließlich brauche Rostock dringend Wohnraum. „Die Fläche liegt unter anderem in der Nähe der S-Bahn, des Einkaufszentrums Klenow Tor und des Ortsamtes, auch Fernwärme-Leitungen sind vorhanden. Sie ist bereits gut erschlossen. Darum hat sich die Bürgerschaft im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit für eine Wohnbebauung dieser Fläche ausgesprochen“, sagt beispielsweise auch der OB-Kandidat der Grünen, Uwe Flachsmeyer. Helge Bothur (Linke) und Dieter Neßelmann (CDU) hingegen haben eine andere Idee: Im Bereich der Flach-Straße solle doch besser eine neue Anschlussstelle für die Stadtautobahn entstehen – um die Stadtteile Groß Klein und Schmarl, aber auch die wachsenden Gewerbeareal rund um die MV Werften und die Neptun-Werft besser anschließen zu können. Anderenfalls müsste der Verkehr durch das eh schon überlastete Warnemünde rollen – über das neue Nordkreuz. Das aber könnte für Schwerlasten zu eng sein.

Der Stadtentwicklungsausschuss setzt nun auf einen Kompromiss – und auf eine Doppellösung: Das Rathaus soll – wenn die Bürgerschaft der Idee des Ausschusses zustimmt – nun untersuchen, ob an der Flach-Straße nicht beides möglich ist. Also Wohnen und Verkehr. Ausschusschef Engelmann fordert eine Machbarkeitsstudie, wie die Gewerbegebiete rund um die Werft in Zukunft an die Stadtautobahn angebunden werden sollen. „Hinsichtlich der Entwicklung des maritimen Wirtschaftssstandorts sollten weiterhin Optionen für eine zukünftig leistungsfähige Erschließung offen gehalten werden. Dies gewinnt mit Blick auf die Planungen für das ehemaligen Werftbecken in Warnemünde signifikant an Bedeutung“, so Engelmann in dem Antrag. Von neuen Wohnhäusern will er sich aber dennoch nicht verabschieden. Denn: Das Rathaus soll zugleich auch überprüfen, ob Investitionen am Nordkreuz nötig sind, wenn die neue Abfahrt Groß Klein so nicht gebaut werden kann.

Andreas Meyer

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