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Rostock Streit um historischen Weihnachtsmarkt
Mecklenburg Rostock Streit um historischen Weihnachtsmarkt
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19:05 11.10.2018
Auf dem historischen Weihnachtsmarkt gibt es viel Schauspiel und Musik. Quelle: ulrich-fotodesign.com
Stadtmitte

Der historische Weihnachtsmarkt in Rostock soll in diesem Jahr verlängert werden: Die Veranstalter haben bei der Stadt einen Antrag gestellt, über die Festtage hinaus bis einschließlich zum 31. Dezember im Klostergarten bleiben zu dürfen. Laut Ortsamtsleiterin Stephanie Bornstein soll der Markt am 24. Dezember von 12 bis 22 Uhr und am 31. Dezember von 12 bis 2 Uhr geöffnet werden – das jedoch sorgt für Diskussionen.

Das für den Klostergarten zuständige Amt für Denkmalpflege ist mit dem Antrag nicht glücklich, so Bornstein. Die Denkmalpfleger haben demnach in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass es sich um einen Weihnachtsmarkt und nicht um eine Silvesterfeier handele. Auch finde die Veranstaltung in einem sehr denkwürdigen Raum statt – und dem sollte Rechnung getragen werden.

Anwohner wünschen sich ruhigen Heiligabend

Der Ortsbeirat Stadtmitte konnte zu dem Thema offiziell noch keine Stellung beziehen – das Gremium war am Mittwoch nicht beschlussfähig, weil zu wenig Mitglieder zur Sitzung erschienen waren. In der Diskussion gab es jedoch wohlwollende Stimmen, die hervorhoben, dass es in einigen Städten Deutschlands durchaus üblich sei, den Weihnachtsmarkt bis zum 30. Dezember andauern zu lassen. Auch seien zusätzliche Einnahmen für die Betreiberfamilien wichtig. Vorbehalte gab es auf der anderen Seite aber gegen eine Öffnung am 31. Dezember.

Anwohner sehen eine Verlängerung wegen des Lärms sehr kritisch. „Der historische Weihnachtsmarkt ist kein Weihnachtsmarkt in dem Sinne, wo es Kunstgegenstände, Getränke und Essen zu kaufen gibt. Es ist ein Markt, der auch sehr von der Theater- und Musikbühne lebt“, sagte ein Bewohner aus der Straße Kleiner Katthagen im Ortsbeirat. Er wohne rund 50 Meter von der Bühne entfernt. „Wir würden schon gerne an Heiligabend, wie andere Familien auch, einen ruhigen Nachmittag verbringen wollen“, so der Anwohner. Mit einer Silvesterparty habe hingegen niemand Probleme. „Da ist ja in der ganzen Stadt Krach, da stört uns der Klosterhof dann auch nicht mehr.“

Lob für historischen Weihnachtsmarkt

Lob gibt es dafür, dass der historische Weihnachtsmarkt in den vergangenen Jahren stets darauf geachtet habe, leiser zu agieren. „Die Lärmbelästigung ist dadurch nicht mehr so hoch und pünktlich 22 Uhr ist Schluss mit Konzerten“, berichtet der Bewohner aus dem Kleinen Katthagen weiter. Das Sommertheater habe sich in diesem Jahr leider nicht immer daran gehalten. „Einige Veranstalter meinten, es müsse bis 22.30 Uhr und länger gehen.“

Die Anwohner seien sich im Klaren darüber, dass sie in der Innenstadt wohnten und es hier durch Weihnachtsmärkte oder andere Veranstaltungen mal lauter werde. „Aber es ist zu überlegen, ob das immer mehr ausgeweitet werden muss.“ Zumal hier auch Familien mit kleinen Kindern lebten, auf die Rücksicht genommen werden sollte.

Unverständnis bei Ortsbeiratschef

Ortsbeiratschef Andreas Herzog (SPD) schüttelt mit dem Kopf: „Ein Weihnachtsmarkt nach Weihnachten – das kann ich nicht verstehen. Und dann auch noch Silvester bis nachts um zwei Uhr, wo Knaller in so einem Gebiet abgefeuert werden.“ Andere Ortsbeiratsmitglieder warben für einen Kompromiss. „Silvester muss nicht unbedingt sein und Heiligabend könnte man ja auch ausnehmen“, hieß es. Herzog beharrte jedoch: „Wenn der große Weihnachtsmarkt schließt, sollte auch der historische schließen.“ Generell sollte aus seiner Sicht im Denkmalsbereich nach Weihnachten Ruhe sein. „Im Stadthafen wäre das was anderes“, so der Ortsbeiratschef.

Herzog schilderte weiter, dass der historische Weihnachtsmarkt früher schon neben dem Rathaus und am Ziegenmarkt gewesen sei. „Sie wollten, und das war ihr Wunschort, zum Kloster. Dagegen gab es größere Vorbehalte, weil es ein musealer und sehr sensibler Bereich ist.“ Dennoch sei dem Markt der Umzug in den Klostergarten zugestanden worden. „Wir haben ihnen den kleinen Finger gegeben – und nun wollen sie die ganze Hand“, so Herzog.

André Wornowski

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