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Rostock Rostock beeindruckt in Berlin
Mecklenburg Rostock Rostock beeindruckt in Berlin
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05:47 19.04.2018
Die Hanse- erobert die Hauptstadt: Hafen-Chef Jens Scharner (v. l.), Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU), Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann und der Vize-Intendant des Volkstheaters, Ralph Reichel, zeigen vor dem Brandenburger Tor Flagge für „800 Jahre Rostock“. Quelle: Andreas Meyer
Rostock/Berlin

Fischbrötchen und Schifferklavier, das Beste aus dem Volkstheater und gute Nachrichten aus der florierenden (Hafen-)Wirtschaft: Es war die ganz große Show, die Rostock am Mittwochabend in der Hauptstadt ablieferte. Fast 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren der Einladung der Hansestadt in die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Reichstag und Potsdamer Platz gefolgt. Denn wenn Rostock im Sommer seinen 800. Geburtstag soll nicht nur die Menschen von der Warnow, sondern auch Gäste von der Spree und aus ganz Deutschland mitfeiern.

Die kleine Hansestadt sorgt für Aufsehen in der großen Hauptstadt: Mit Leckereien von der Küste, Erfolgsgeschichten aus der Wirtschaft und Kultur warb Rostock in Berlin für den Stadtgeburtstag. An der Spree gilt Rostock als kreativ und innovativ.

„Rostock liegt im Trend“

Längst sei die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns auch in der größten Stadt Deutschlands eine echte Größe, sagt Bettina Martin. Die Staatssekretärin ist die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und somit „Hausherrin“ der Landesvertretung. „Es hat sich bundesweit – ja sogar europaweit – rumgesprochen, dass Rostock ein wunderbarer Ort zum Leben, Forschen und Arbeiten ist. Mit dem innovativen und kreativen Klima macht sich Rostock einen Namen.“ Den besten Beweis dafür lieferte Martin gleich mit: Sie war einige Minuten zu spät zum Rostock-Fest gekommen, weil ihr Flieger aus Frankreich Verspätung hatte: „Ein Software-Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley und Europa-Zentrale in Laval hat sich beim Land gemeldet, weil sie auf Rostock aufmerksam geworden sind und an die Ostsee wollen.“ Den Namen der Firma nannte Martin nicht. Nur so viel: „Das sind Spezialisten auf dem Gebiet der virtuellen Realität.“

Auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) warb mit guten Nachrichten – und mit Superlativen: Rostock habe den „breitesten, schönsten und weißesten Sand“ an der Ostsee, dazu die Heide und wunderbare Menschen. „Wir bauen die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt – und die modernsten. Wir wollen die Buga ausrichten, bauen ein neues Theater und ein neues Archäologisches Landesmuseum.“ Und damit nicht genug: „Rostock wird mit dem Land 100 Millionen Euro in den weltweit modernsten Kreuzfahrthafen investieren.“ All diese Zahlen hinterließen bei den Berliner Gästen in der Tat mächtig Eindruck.

Das Beste von der Küste

Doch fast noch mehr Eindruck machte die Hansestadt beim Empfang mit ihren kulinarischen Spezialitäten: Rostock tischte seinen Gäste – Botschaftern und Abgeordneten aus anderen Bundesländern, Wirtschaftskapitäne und Verbandschefs – Fischbrötchen auf, dazu Bratwurst und Burger von „Die Rostocker“. Neben Satower Saft, Güstrower Wasser und Kühlem aus der „Eiswerkstatt“ gab es in den Gärten der Landesvertretung bei lauer Sommerluft zudem das Rostocker (Jubiläums-)Pils. Das ließen sich zum Beispiel der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein, Brauerei-Geschäftsführer Peter Gliem und Ingbert Liebing schmecken. Liebing ist quasi der Nachbar des MV-Hauses in Berlin, er leitet die Landesvertretung Schleswig-Holsteins. „Unsere Länder haben viel gemeinsam. Rostock arbeitet beispielsweise mit Kiel eng im Kreuzfahrtgeschäft zusammen.“ Für gute Nachbarn gehöre es sich daher, auch gemeinsam zu feiern.

Berlin kommt zum Feiern

Auch Frank Havemann und Thomas Richter werden zum Stadtgeburtstag definitiv an die Ostsee reisen: Havemann leitet die Berliner Repräsentanz von „Karls Erlebnisdörfern“ – dem Freizeit-Exportschlager aus der Region Rostock. „Ich war 19 Jahre zuvor bei Scandlines, habe viele Bekannte in Rostock. Natürlich feier ich mit.“ Richter – der Präsident des Business Club Berlin – ist nahezu jedes Jahr bei der Hansesail mit dabei und auf dem Wasser: „Ich liebe diese Stadt.“

Auch Wilfried Block hat eine ganz persönliche Beziehung zur kleinen großen Metropole an der Ostsee: „Ich wollte eigentlich in Berlin studieren, bin dann aber nach Rostock gegangen. Das war mit die schönste Zeit meines Lebens.“ Heute ist Block Bürgermeister in Friedland. Seine Amtskollegin Sandra Nachtweih aus Pasewalk schätzt vor allem die Rostocker Offenheit: „In Sachen Wirtschaftsförderung arbeiten wir wirklich eng und gut zusammen.“

Andreas Meyer

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