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Rostock Rostock singt – Chor feiert ersten Geburtstag
Mecklenburg Rostock Rostock singt – Chor feiert ersten Geburtstag
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11:15 10.01.2019
Bei „Rostock singt“ gibt die Band auf der Bühne den Takt vor und das Publikum stimmt mit ein. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Zum Geburtstag gibt’s ein eigens komponiertes Lied: „In Rostock gibt’s das TdF, seit einem Jahr der Dienstag-Treff, damit in dieser schönen Stadt das Singen eine Chance hat“, singt die Band auf der Bühne des Theater des Friedens (TdF). Das Publikum stimmt sofort mit ein und wippt zum Takt.

Seit einem Jahr kommen etwa 150 Musik-Freunde regelmäßig zu „Rostock singt“ („Rosi“). Gemeinsam singen sie jeden Dienstag außerhalb der Schulferien ab 19 Uhr. Das Konzept: Die Band spielt auf der Bühne die Songs, der Text wird per Beamer angezeigt und das Publikum wird zum großen Karaoke-Chor. Rund 90 Minuten dauert das Programm.

Singen macht Spaß, falsch singen auch

„Ich bin seit März regelmäßig dabei. Und es ist nicht so schlimm, falls man fehlt, weil alles auf freiwilliger Basis ist.“ Franziska Zeretzki (41) Quelle: Ove Arscholl

Franziska Zeretzke ist seit vergangenem März regelmäßig mit ihren Freundinnen dabei. Auch den Geburtstagsabend lassen sie sich nicht entgehen. Der 41-jährigen Heilerzieherin gefällt die zwanglose Atmosphäre. „Es ist nicht so schlimm, falls man fehlt, weil alles auf freiwilliger Basis ist“, sagt sie.

„Unabhängig davon, wie perfekt gesungen wird, ist das gemeinsame Singen schön“, beschreibt Organisator und Initiator Gregor Siegmund. Ganz nach dem Motto singen macht Spaß – falsch singen auch.

„Ich dachte mir, es ist mal eine andere Erfahrung im Vergleich zu einem gewöhnlichen Konzert.“ Matthias Schmidt (62) Quelle: Ove Arscholl

Davon wollen sich auch Thomas Brandt und Matthias Schmidt überzeugen lassen. Sie verbringen ihren Urlaub in der Hansestadt und haben „Rosi“ entdeckt. „Ich dachte mir, es ist mal eine andere Erfahrung im Vergleich zu einem gewöhnlichen Konzert“, sagt Schmidt. „Wir hoffen, dass es uns Spaß macht und dass wir Gleichgesinnte treffen“, ergänzt Thomas Brandt.

Nach der Eröffnung mit dem Geburtstagsständchen und dem Einsingen folgten Hits von Silbermond und Michael Jackson. Sängerin Pia Rademann übt zunächst die Strophen ein, bevor es an den ganzen Titel geht. „Wir wiederholen die Stelle noch einmal, damit die Betonung besser sitzt.“ Dann ist ihr Chor bereit, das Lied zu schmettern. „Jetzt können wir aufstehen und das ganze Lied singen.“ Das Publikum folgt ihren Anweisungen – im Stehen kann man gleich besser mitschunkeln und tanzen.

Vom ersten Gedanken bis zum ganzen Chor

„Eine Freundin kam mit der Idee auf mich zu“, sagt Initiator Gregor Siegmund rückblickend. Er mochte es schon immer, wenn Stimmen und Gitarre gemeinsam erklingen. „Das habe ich immer mit Freunden gemacht – also dachte ich mir, warum das nicht größer machen?“

Die Bandmitglieder fanden sich schnell zusammen, schwieriger gestaltete sich jedoch die Suche nach einem Veranstaltungsort. Das Glück war auf ihrer Seite: Das wiedereröffnete Theater des Friedens passte perfekt. Kurz vor Weihnachten 2017 probte die Band zum ersten Mal mit einem Publikum vor Freunden, bevor es auf die richtige Bühne ging. „Bei der Premiere im Theater des Friedens waren gleich über 100 Leute da“, erzählt Siegmund.

Zu der „Rosi“-Band gehören neben Gregor Siegmund an der Gitarre die Sängerinnen Lena Steffan, Pia Rademann und Lisann Wassermann. Die instrumentale Unterstützung kommt von Schlagzeuger Golo Schmiedt, Bassist Maik Nürnberger und dem Pianisten Philipp Wisotzki.

„Die Musikrichtung ist im weitesten Sinne Pop“, sagt Siegmund. Abwechslungsreich und ausgewogen – so soll das Programm sein. Deutschsprachige und englische Texte werden gemischt, dazu kommen überraschende Abstecher zu Volksliedern. Die Chor-Sänger können selbst Lieder vorschlagen. „Dafür haben wir eine kleine Wunschbox aufgestellt“, erzählt Siegmund.

Der Chor schaut hinauf zur Band auf der Bühne und der Texthilfe. Quelle: Ove Arscholl

Neue Ideen für „Rosi“

Das erfolgreiche Konzept wird weiter fortgeführt. Einige neue Ideen kamen kürzlich auf. „Wir haben darüber nachgedacht, bestimmte Themenabende zu machen, wie zum Beispiel Film-Musik“, verrät Siegmund.

Neben den regelmäßigen Dienstagen im Theater des Friedens tritt die Band um „Rosi“ bei Tagungen oder Feiern auf. Damit hoffen die Musiker, dass auch Leute Spaß am gemeinsamen Singen entdecken, für die das bisher undenkbar gewesen ist. „Leute erfahren, wie schön es ist zu singen und werden vielleicht nicht nur bei uns musikalisch, sondern auch mit ihren Freunden“, sagt Siegmund.

Lina Knaack

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