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Rostock Rostock soll Sport-Jugendherberge bekommen
Mecklenburg Rostock Rostock soll Sport-Jugendherberge bekommen
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18:12 03.11.2018
Zwischen Bahnhof, Südring und Platz der Freundschaft sollen ein Parkhaus, eine Arena und ein Hochhaus entstehen. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) will am Rostocker Hauptbahnhof eine Sport-Jugendherberge ansiedeln. Hintergrund sind die Baupläne der Ostsee-Sparkasse (Ospa) für den Kesselbornpark gegenüber von der Stadthalle. Auf der Grünfläche sollen ein großes Parkhaus, ein Hochhaus und eine Sportarena entstehen.

Gerade in Verbindung mit der geplanten Sporthalle sieht der DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern große Potenziale für eine Sport-Jugendherberge an diesem Ort. „Auch die von dort aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bestens angebundenen Sportanlagen, unter anderem am Damerower Weg und in der Kopernikusstraße, versprechen beste Voraussetzungen“, sagt DJH-Landeschef Kai-Michael Stybel.

Das Jugendherbergswerk hat bereits an der Technischen Universität Dresden einen Wettbewerb für Architekturstudenten angestoßen. „Spätestens im März 2019 erwarten wir die Ergebnisse unserer Teilnehmer“, sagt Stybel. Auch hat es erste Gespräche mit der Ospa gegeben. Die Sparkasse reagiert positiv auf die Idee: „Die Sport-Jugendherberge und die damit entstehende Verbindung zum Sport würden den geplanten Bau der Sporthalle ideal ergänzen“, sagt Ospa-Sprecher Ronny Susa. Generell stehe die Sparkasse mit verschiedenen Partnern und Interessenten im Gespräch zum Kesselbornpark, so Susa weiter.

Herberge als Mieter in Hochhaus?

Die Stadtverwaltung kann sich ebenfalls eine Jugendherberge im Bereich des Kesselbornparks vorstellen. Allerdings müsse an dem bisherigen Konzept festgehalten werden, dass drei Gebäude zu bauen sind: Parkhaus, Arena und Hochhaus. Hinzu kommt ein öffentlich zugänglicher Park, teilt Stadtsprecher Ulrich Kunze mit. Ein gesondertes Herauslösen einzelner Grundstücksteile sei nicht geplant. „Wenn sich eine Jugendherberge innerhalb dieses Konzeptes einrichten und finanzieren lässt, zum Beispiel als Mieter im Hochhaus, gibt es aus Sicht einer abgewogenen Stadtentwicklung nichts dagegen zu sagen“, so Kunze.

Das Hochhaus mit dem Projektnamen „Citytower“ könnte bis zu 17 Stockwerke umfassen. Einziehen sollen nach bisherigem Stand ein Hotel – und die Ospa selbst. Hintergrund: Die Sparkasse will ihre bisherige Zentrale am Vögenteich verlassen, wo sie nur eingemietet ist, und einen neuen, eigenen Hauptsitz bauen.

Das Hotel gilt vor allem als Wunsch der Stadthalle, die den Messe- und Seminartourismus in Rostock voranbringen will. Für das Parkhaus sind 1000 Stellflächen angedacht. In der geplanten Sportarena mit bis zu 3000 Zuschauerplätzen sollen unter anderem die Basketballer der Rostock Seawolves, die Handballer des HC Empor und die Warnemünder Volleyballer ihre Heimspiele austragen und auch trainieren.

Bürgerschaft hat Verkauf beschlossen

Die Rostocker Bürgerschaft hat bereits beschlossen, die Fläche gegenüber von der Stadthalle an die Ospa zu verkaufen. „Die Grundstücksverhandlungen mit der Hansestadt laufen“, sagt Sparkassen-Sprecher Susa. Im Rahmen der baurechtlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit prüfe die Ospa nun, inwieweit das Projekt einer Jugendherberge eingebunden werden könne. „Städtebaulich soll vor allem der Parkcharakter erhalten bleiben“, sagt Susa. Eine verdichtete Bebauung sei möglichst zu vermeiden.

Der DJH-Landesverband sieht für sich die Chance, „hier von Anfang an einen Standort zielgruppengerecht aufzubauen“, wie Verbands-Sprecherin Miriam Gedrose sagt. Aktuell betreibt das Werk 16 Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Herberge befindet sich in Warnemünde und hat 222 Betten.

Als gemeinnütziger Träger engagiert sich das DJH für Teilhabe, Inklusion und nonformale Bildung. „Zielgruppen, denen sich unsere Jugendherbergen widmen, unterscheiden sich vom übrigen touristischen Markt“, betont Vorstandschef Stybel. Die Herberge am Hauptbahnhof sei für Jugendgruppen aus dem Sport- und Vereinsumfeld gedacht.

André Wornowski

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