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Rostock Rostocker EC trauert um Wolfgang Wünsche
Mecklenburg Rostock Rostocker EC trauert um Wolfgang Wünsche
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00:30 15.06.2018
Coach Wolfgang Wünsche (l., hier mit Pavel Blaha) führte die Rostock Piranhas zu mehreren Meisterschaften. Quelle: Foto: Tommy Bastian
Rostock

Mit tiefer Bestürzung haben alte Weggefährten, Fans, Spieler und Verantwortliche des Rostocker Eishockey Clubs auf die Nachricht vom Tod der REC-Legende Wolfgang Wünsche reagiert. Er verstarb in der Nacht zu Mittwoch, nur wenige Tage nach seinem 80. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit.

Wolfgang Wünsche, von allen liebevoll „Opa“ genannt, war eine der prägendsten Personen des Rostocker Eishockeys und maßgeblich am Erhalt der Sportart in der Hansestadt beteiligt. Der gebürtige Weißwasseraner (Sachsen) war noch bis 2014 Trainer bei den Rostock Piranhas, der Oberliga-Mannschaft der Vereins. Wolfgang Wünsche hinterlasse eine große Lücke im Rostocker Eishockey Club und wird immer ein Teil der Rostocker Eishockey-Familie bleiben, schrieben die REC-Verantwortlichen am Mittwochabend auf ihrer Internetseite. Und weiter: „Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie und den Angehörigen.“

Am 23. März 2014 hat Wünsche sein letztes von insgesamt 297 Spielen als Piranhas-Trainer geleitet. Damals unterlagen die Ostseestädter dem Herner EV (6:10). Die REC- Fans hatten sich schon vorm Spiel mit einem riesigen Banner bedankt. Nach der Partie skandierten sie: „Wolfgang, wir danken dir!“ Es waren emotionale Momente in der Schillingallee. Der Abschied fiel Wolfgang Wünsche schwer, Eishockey war sein Leben.

15 Jahre lang betreute der 38-malige DDR-Nationalspieler Teams des Rostocker EC, seit 2008 war er in seiner dritten Amtszeit für die erste Mannschaft verantwortlich. Schon Ende der 50er Jahre wechselte der gelernte Glasbläser Wolfgang Wünsche als Spieler aus Weißwasser an die Küste zu Dynamo Rostock. Er war angedacht als Leihspieler für ein Jahr, blieb jedoch länger an der Ostsee.

2014 war Wünsche der älteste aktiver Eishockey-Trainer in ganz Deutschland. Mit 75 stand er trotz künstlichen Kniegelenks noch zweimal die Woche auf dem Eis. „Wolfgang war ein kompetenter Trainer, der uns viel mitgegeben hat. Dazu war er ein netter Mensch. Wir werden ihn vermissen und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!“, sagte der damalige REC-Kapitän Eric Haiduk bei Wünsches Abschied.

Nun ist der sympathische Rostocker für immer gegangen.

Tommy Bastian

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