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Rostock Rostocker Institut für Lernen und Leben will Schule in Prerow
Mecklenburg Rostock Rostocker Institut für Lernen und Leben will Schule in Prerow
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00:22 09.05.2018
Der Verein Darßer Bildungszentrum ist noch Träger der Freien Schule Prerow und der Kindertagesstätte. Quelle: Foto: Timo Richter
Prerow

Das Institut Lernen und Leben (ILL) will die Trägerschaft für die Freie Schule Prerow sowie die dortige Kindertagesstätte „Uns Darßer Kinnerstuw“

Große Nummer im Bereich privater Erziehung

950

Mitarbeiter beschäftigt das Institut für Lernen und Leben, ein gemeinnütziger Verein.

4 Schulen betreibt das Institut für Lernen und Leben insgesamt. Zurzeit trägt der Verein die Verantwortung für 60 Einrichtungen, fünf davon sind Kindertagesstätten im Landkreis Vorpommern- Rügen, darunter die Integrative Kita „Kleine Weltentdecker“ in Ribnitz-Damgarten.

übernehmen. Die Mitglieder des Trägervereins Darßer Bildungszentrum haben dem Ansinnen des Vorstandes zugestimmt, sagt der stellvertretende Vorsitzende Stefan Beese. Entschieden ist über den Wechsel der Trägerschaft der privat geführten Einrichtungen noch nicht. Das Bildungsministerium in Schwerin hat laut Beese erst seit wenigen Tagen die entsprechenden Anträge auf dem Tisch.

Für die Kindertagesstätte ist das Ministerium ohnehin nicht zuständig. Hier müssen Landkreisverwaltung und Kommune ihr Okay für den angestrebten Wechsel der Trägerschaft geben. Aus Reihen des Vereins war zu hören, dass zumindest Teilen langgedienter Vorstandsmitglieder vor allem die Verantwortung für den Schulbetrieb und die Kindertagesstätte zu viel geworden seien. Auch sollen sich keine Mitglieder des Vereins für die Übernahme der verantwortungsvollen Aufgabe gefunden haben. Immerhin sei der Verein wie ein mittelständisches Unternehmen mit bald 70 Mitarbeitern und Millionenumsätzen, war zu hören.

Für Stefan Beese zählt indes allein der langfristige Erhalt Prerows als Schulstandort. Entscheidend sei, dass die Schule – der Unterricht erfolgt von der ersten Klasse an bis hin zum Abitur – sowie die „Darßer Kinnerstuw“ wirtschaftlich, organisatorisch und personell auf sicheren Füßen stehe. Deutlich verweist Beese auf eine ausstehende Entscheidung seitens des Bildungsministeriums. Mit dem Institut Lernen und Leben „sind wir in der ersten Phase einer Annäherung“.

Wann das Institut Lernen und Leben aus Rostock die Trägerschaft inne haben wird, hängt von der Entscheidung des Bildungsministeriums in Schwerin ab. Seitens des Instituts wird derweil auf eine Übernahme der Schule samt Kindertagesstätte zum 1. August gehofft, wie ILL-Sprecherin Henrike Thaut auf Nachfrage sagt.

Überhaupt ins Gespräch gekommen ist das Institut für Lernen und Leben durch frühere Kontakte mit dem Trägerverein Darßer Bildungszentrum. Vor allem Übereinstimmungen beim Schulkonzept und der Betreuung der Kinder in der „Darßer Kinnerstuw“ haben laut Stefan Beese am Ende dazu geführt, eine Übergabe der Trägerschaft dem ILL anzudienen.

Das Ostseebad Prerow ist hochinteressiert an dem Erhalt des Schulstandortes und an dem Erhalt der Attraktivität der Einrichtungen. Mit dem Institut Lernen und Leben sei ein starker Partner im Gespräch, wie Bürgermeister René Roloff (Wählergemeinschaft Prerow Zukunft) gestern auf Nachfrage sagte. Er setze auf eine weiterhin gemeinsames Arbeiten mit Schule und Kindertagesstätte. Die Einrichtungen seien in kommunale Veranstaltungen einbezogen. Zudem stellen Kita und Schule auch eigene Projekte für die Kommune auf die Beine.

Natürlich sei im Zusammenhang mit einem Wechsel der Trägerschaft auch mit der Kommune noch einiges zu regeln, wie Roloff sagt. So existiere für den Neubau-Teil der Schule ein Erbbaupachtvertrag. Für das alte Schulgebäude gibt es nur einen Mietvertrag. Sowohl Kommune als auch der Verein Darßer Bildungszentrum hatten in der Vergangenheit über den Abschluss eines Erbbaupachtvertrages auch für diese Teil der Schule und die Kindertagesstätte verhandelt. Zu einem Abschluss ist es bislang nicht gekommen. Zuletzt seien die Gespräche dafür aber auch nicht vorangetrieben worden, so Roloff.

Seit Eröffnung der Schule drängt der Trägerverein auf einen Erbbaupachtvertrag. Ziel ist eine langfristige Bestandssicherung. Die Mietzahlungen an die Kommune hätte der Verein lieber in Reparaturen und die Sanierung des alten Gebäudes gesteckt. Nicht immer war das Verhältnis zwischen Gemeinde und Verein ungetrübt. So wurde das Ostseebad Prerow als Vermieter auch schon mal gerichtlich dazu verdonnert, wenigstens die dringendsten Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen.

Timo Richter

OZ

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