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Rostock Rostocker Kinderuni hebt mit „Astro-Alex“ ab
Mecklenburg Rostock Rostocker Kinderuni hebt mit „Astro-Alex“ ab
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21:27 26.09.2018
Krönender Abschluss: Die Kinderuni-Studenten ließen ihren selbstgebauten Raumgleiter durch den Hörsaal fliegen. Quelle: Andreas Meyer
Rostock

Was haben Astronaut Alexander Gerst und ein Wurm in einem Apfel gemeinsam? Bei dieser Fragen schütteln selbst die größten der den kleinen Weltall- Experten im Hörsaal der Rostocker Uni den Kopf. Dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach – und der die Frage auch nicht respektlos: „Wenn der Apfel vom Baum fällt, dann schwebt der Wurm in seiner Höhle. Dann ist er schwerelos. So wie die Astronauten auf der Internationalen Raumstation“, verrät Tobias Bohnhardt, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Denn die ISS macht im Grund nichts anderes als ein reifer Apfel: Sie fällt permant um die Erde herum.

Rekord-Start für das neue Kinderuni-Semester in Rostock: 550 Kinder erlebten am Mittwoch die große Raumfahrt-Show mit Astronaut Alexander Gerst. Im großen Hörsaal der Uni Rostock drehte sich alles um Raketen, Raumkapseln und die Raumstation.

Rekord zum Kinderuni-Auftakt

Diese und noch viele weitere spannende Infos rund um das Weltall und die Raumfahrt gab es am Mittwoch bei der OZ-Kinderuni zu hören. Für den Start in das neue Semester hatte sich das Team um Wiebke Loseries dieses Mal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Raumfahrt-Show des DLR war zu Gast im Hörsaal – und bescherte der Kinder-Uni prompt einen neuen Rekord: „Zum ersten Mal überhaupt mussten wir gleich zwei Vorlesungen an einem Tag stattfinden lassen. Wir hatten dieses Mal 550 Kinder zu Gast an die Uni“, sagt Loseries. Vor dem Hörsaal-Gebäude an der Ulmenstraße bastelten Studenten und Wissenschaftler aus dem Fachbereich Physik mit den Kindern kleine Rakaten zum Selberstarten, drinnen fackelte dann das DLR-Team mit Tobias Bohnhardt und seinen Kolleginnen Nadine und Sina dann ein wahres Wissenschaftsfeuerwerk ab – und eine „echte“ Rakete. Dabei mussten Konrad (10) und Helene (9) – beide Schüler an der Christopherusschule – aber kräftig helfen: Sie mussten die Rakete aufpumpen. „Eine Rakate fliegt, weil hinten ganz viel komprimiertes Gas rauskommt. Das geht auch mit ganz normaler Luft“, erklärten die Wissenschafter. 5, 4, 3, 2, 1 – und schon brauste die Luftrakete durch den Saal. Auch die anderen „Studenten“ dürfen das Prinzip ausprobieren: Mit Hunderten bunten Luftballons, die dann durch die Luft zischen.

Rundgang durch die Raumstation

Und damit noch nicht genug: Mit einer Brille für virtuelle Realität nahm das DLR-Team die Kinder mit auf einen Rundgang durch die Raumstation: Wo arbeiten die Astronaut? Wo schlafen und wo essen sie? Und: Wie gehen sie eigentlich auf Toilette dort oben? Auch den Lieblingsort von Alexander Gerst durften die Zuhörer kennenlernen – die Cupola, die Aussichtsstation der ISS. Mit Traumblick aus 400 Kilometern Höhe auf den blauen Planeten. Aprospros: Planeten! Auch das Sonnensystem stellten die Wissenschaftlern ihren möglichen Nachfolgern beim DLR vor – mit riesigen leuchtenden Ballons. Die wurden quer durch die Hörsaal verteilt – um mal zu zeigen, wie weit die Planaten eigentlich von einander entfernt sind. Und wie klein unsere Erde im Vergleich zu den anderen Himmelskörpern wie Uranus, Saturn oder Jupiter ist.

Gerst grüßt von der ISS

Höhepunkt der Show: Deutschlands wohl bekanntester Raumfahrer – Alexander „Astro-Alex“ Gerst – meldet sich mit einer Grußbotschaft aus dem Weltall. Ein Gänsehautmoment für die vielen kleinen Forscher wie Nils: „Ich finde das Weltall total spannend – weil es dort immer Neues zu entdecken und zu erforschen gibt“, sagt der Zehnjährige, ebenfalls Schüler am CJD. „Wir wissen doch noch längst noch alles.“ Ob er selbst mal wie „Astro-Alex“ zur ISS fliegen will: „Weiß ich noch nicht. Ich finde es irgendwie komisch, dass dort oben alles unendlich ist.“ Das Team des DLR hofft jedenfalls, dass Gerst bei vielen Kindern die Begeisterung für das Weltall wecken kann – und für die Naturwissenschaften. Bei den kleinen Studenten in Rostock hat das schon mal geklappt.

Andreas Meyer

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