Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Rostocker Ringer-Talent in Frankfurt/Oder gefeiert
Mecklenburg Rostock Rostocker Ringer-Talent in Frankfurt/Oder gefeiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:26 15.04.2018
Max-Marten Lüttge (l.) – hier in seinem Kampf gegen den späteren Sieger Luis End aus Nordbaden – zeigte tolle Leistungen. Quelle: Foto: Verein

„Eisbär, Eisbär“ hallte es am Sonntag durch die Brandenburghalle in Frankfurt/Oder. Bei den deutschen Meisterschaften der 12- bis 14-jährigen Jungen im griechisch-römischen Stil wuchs Küstenringer Max-Marten Lüttge vom SV Warnemünde über sich hinaus und wurde dafür von den Zuschauern lautstark gefeiert. Dabei ging es in der Finalrunde „nur“ noch um den fünften Platz. Aber der große Anhang des 13-jährigen Sportschülers, der seit Schuljahresbeginn in Frankfurt/Oder lernt und trainiert, wusste genau, welche persönliche Geschichte hinter der Leistung steckte. Mitten in der Vorbereitung wurde Lüttge krank und war drei Wochen komplett aus dem Training.

„Eigentlich war es ein Wunder, dass Max überhaupt gestartet ist. Ich freue mich, dass er die Meisterschaft mit einem super Gefühl und einer guten Platzierung beenden konnte“, resümierte der stolze Vater und Trainer Bernd Meyer.

Nach der Vorrunde standen ein Sieg und zwei Niederlagen zu Buche. Gegen den späteren Meister Luis End aus Nordbaden hatte Lüttge nur mit 5:8 das Nachsehen. Im Kampf um Platz fünf schockte er gleich zu Beginn seinen Gegner Muhammed-Ali Kiliclioglu (Südbaden) mit einem spektakulären Wurf über die Brust, der mit der Höchstwertung (5 Punkte) belohnt wurde. Seine Führung konnte er allerdings nicht halten und geriet zwischenzeitlich in Rückstand. Doch obwohl Max-Marten Lüttge stehend k.o. war, gelangen ihm explosive Aktionen. Mit Erfolg. Er sicherte sich somit unter großem Jubel den 15:10-Sieg.

Aber warum ist er nun der Eisbär? Bernd Meyer klärt schmunzelnd auf: „Den Namen haben ihm seine Trainingskameraden verpasst, weil sich seine helle Hautfarbe selbst beim anstrengendsten Training nicht verändert.“

Die übrigen Küstenringer vom SV Warnemünde und PSV Rostock mussten sich mit Platz neun, elf und 18 begnügen. Lenny-Tom Mantau (SVW) ging zum Auftakt gegen den späteren Zweiten Reichel (Nordbaden) zwar in Führung, geriet dann aber in mehrere Kopfschleudern und musste sich geschlagen geben. Im Kampf um Platz neun zwar er seinen Gegner nach einer Kopfrolle zur Aufgabe.

Justin Schimpf (PSV Rostock) erlebte seine erste Meisterschaft. Er ging durch seine Spezialtechnik, den Schulterwurf, in Führung. Nach einem Blackout im Bodenkampf geriet er in Rückstand und unterlag mit 4:11. Im zweiten Duell verlor er gegen den späteren Sieger. Antony Nitzschner (PSV) musste unerwartet nach zwei Niederlagen die Segel streichen.

In Herdecke (Nordrhein-Westfalen) war Karl Thoms (SV Warnemünde) im freien Ringkampf am Start. Nach einer knappen Niederlage und einem klaren Sieg geriet er in seinem dritten Kampf in eine unerlaubte Situation, die nicht rechtzeitig gestoppt wurde. Dabei verletzte er sich, unterlag nach Punkten und belegte lediglich den zehnten Platz.

Schon am Wochenende sind die 14- bis 17-Jährigen an der Reihe. Die Küstenringer gehen mit fünf Talenten an den Start, darunter Moritz Langer (PSV) und Tien Nguyen Ho (SVW), die Medaillenchancen haben.

Weitere Infos unter: www.liga-db.de

Lars Abrutat

Mehr zum Thema

Warnemünder bestreiten letztes Saison-Heimspiel

06.04.2018

SV Warnemünde verliert 0:3 gegen Lindow-Gransee, kann am letzten Spieltag allerdings aus eigener Kraft den Zweitliga-Erhalt sichern

09.04.2018

SV Warnemünde verliert 0:3 gegen Lindow-Gransee, kann am letzten Spieltag allerdings aus eigener Kraft den Zweitliga-Erhalt sichern

10.04.2018

Probebetrieb in der Aquakulturanlage in Dummerstorf

11.04.2018

Riedelsche Dachbaustoffe GmbH baut aus / Gewerbegebiet „Petridamm“ soll neuen B-Plan bekommen

11.04.2018

Künstler aus vielen Ländern sind vom Publikum begeistert

11.04.2018
Anzeige