Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Interview: „Wir sind als Band zusammengewachsen“
Mecklenburg Rostock Interview: „Wir sind als Band zusammengewachsen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:58 08.10.2018
Lucas Bartels (Schlagzeug), Tobias Horstmann (Gesang), Lennart Münchow (Bass), Georg Salomon (Gitarre, Gesang) und Johann Knoche (Gitarre) von Soab (v.l.) Quelle: FOTO: Sky Deutschland AG
Rostock

Sie kamen unter die Top fünf der Casting-Show „X Factor“ des Bezahlsenders Sky, die einzige Sendung, die auch Bands in ihre Riege aufnimmt. In Runde vier der Chair-Challenges war das Abenteuer Casting-Show für die Rostocker Rockband Soab vorbei. Ihre Mentorin Jennifer Weist, Frontfrau der Band Jennifer Rostock und aktuell X-Factor-Jurorin, entschied sich gegen die Band. Wir verabredeten uns mit Georg Salomon (27, Gesang und Gitarre) zum Telefonat - der gebürtige Rostocker zieht Fazit.

Schon alle Eindrücke verarbeitet?

Georg: Verarbeitet und abgehakt.

Ihr kamt bis zu den Chair-Challenges. Jennifer Weist entschied sich gegen euch – sauer auf eure Mentorin?

Nein, auf keinen Fall. Die Entscheidung war nachvollziehbar, alle Bands hätten es verdient.

Nach der Show hast du deinem Ärger auf Facebook Luft gemacht. Umgetextete Passagen eures Kraftklub-Covers „Songs für Liam“ sind, wie du sagst, „der Schere zum Opfer gefallen“.

Ja, wir haben uns wochenlang auf diesen Auftritt vorbereitet, am Ende wurde dieser auf ein paar Sekunden runter geschnitten. Bands, die weiter kommen, bekamen natürlich mehr Sendezeit.

Früh aufstehen, sich Schminken und Pudern lassen und zwischendurch ein Dosenbier. Passt eine Rockband in ein Casting-Format?

Bedingt, bis es ernst wird auf jeden Fall. Solange du machst, was der Sender von dir erwartet.

Wie verliefen die Drehtage?

Früh Morgens geht’s zum Set, dann bekommst du 12-seitige Fragebögen von der Schuhgröße bis zu den Namen deiner drei besten Freunde. Die haben wir nie komplett ausgefüllt. Außerdem viel Warten, Interviews über Interviews und am Ende spielt man vielleicht drei Minuten.

Hat euch die Zeit zusammenwachsen lassen?

Ja, als Band und Freunde auf einer ganz neuen Ebene. Wir wussten, was wir preisgeben wollen und was nicht. Unser Sänger Tobias wurde ständig zu seinem fehlenden Unterarm befragt. Das fanden wir absolut unsinnig. Wir wollten daraus keine Trauergeschichte für den Zuschauer machen.

Euer Bassist Lennart heiratete einen Tag nach den Chair-Challenges.

Genau, wir brauchten einen Ersatzmann für die Show. Danach sind wir direkt zur Feier gefahren. Zwei Stunden Schlaf und dann standen wir in unseren Anzügen auf Lennis Hochzeit.

Klingt nach einer stressigen Zeit …

War es. Wir wollten in diesem Jahr ruhig machen, vielleicht ein paar Songs schreiben. Als die Drehtage los gingen, wurden wir von den unterschiedlichsten Orten abgeholt, ich zum Beispiel einmal aus Florenz, wo ich Urlaub mit meiner Freundin machte.

Wie war die Zusammenarbeit mit Größen wie Jennifer Weist oder Franz Plasa?

Nicht so intensiv, wie es in der Sendung aussehen mag.

Wärt ihr mit einem Cover von Helene Fischer weitergekommen?

Nein, keinesfalls. Mit einem Kraftklub-Song fühlten wir uns wohl. Es ging mehr um die Typen, die gesucht wurden, weniger um die Auswahl der Songs.

Was nehmt ihr aus der Zeit bei „X Factor“ mit?

Das wir uns treu bleiben wollen. Wir werden uns für niemanden verstellen.

. . . und wie geht es für euch weiter?

Jetzt Schreiben wir neue Songs. Außerdem sind wir 2019 u. a. auf dem Barracuda Beach Rock Festival in Neustadt-Glewe.

SOAB

Die Mitglieder der Band SOAB (früher Sonuvabitch) lernten sich schon in der Schule kennen. Seit nun mehr als zehn Jahren rocken sie auf den kleinen und großen Bühnen des Landes.

2016 tourten sie durch Russland, 2017 spielten sie auf dem chinesischen Midi-Festival in Suzhou.

Nach ihrer Erfahrung bei „X Factor“ wollen sie jetzt neue Songs schreiben – und sogar eine weitere Tour in entfernte Länder ist bereits in der Planung.

Sophie Martin

Großeinsatz für die Rostocker Feuerwehr am Montagmorgen: Ein Nebengebäude zwischen zwei Wohnhäusern stand in Flammen. Aufgrund der Enge kein einfacher Einsatz.

08.10.2018

Der Lungenfacharzt Prof. Marek Lommatzsch warnt: Stickoxide, Feinstaub und andere Schadstoffe in Abgasen sorgen für erhebliche Gesundheitsgefahren – auch bei Benzinern.

08.10.2018
MV aktuell Sieben Ideen für eine sauberere Hansestadt - So will Rostock das Klima retten

Fernwärme aus der Erde, sparsame Straßenlampen, Lieferverkehr auf Fahrrädern und mehr Straßenbahnen: Die Hansestadt wird bundesweit zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz.

08.10.2018