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Rostocker Schiffe beim größten Ostsee-Manöver

Hohe Düne Rostocker Schiffe beim größten Ostsee-Manöver

Zwei Schnellboote und ein Tender aus Hohe Düne üben ab heute vor Schweden — zusammen mit Soldaten aus zwölf Ländern.

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Das Rostocker Schnellboot „Hermelin“ ist mit Besatzung beim Großmanöver auf der Ostsee.

Quelle: Bernd Wüstneck

Hohe Düne. Gestern kehrte die Korvette „Braunschweig“ nach fünfmonatigem Mittelmeereinsatz nach Rostock zurück, für drei andere Kriegsschiffe aus der Hansestadt wird es ab heute ernst. Die Schnellboote „Hermelin“, „Gepard“ und der Tender „Elbe“ nehmen vor Schweden am internationalen Manöver „Northern Coasts“ teil.

„Das ist das größte Manöver auf der Ostsee“, sagt Sprecher Andreas Klein vom Marinekommando in Rostock. Insgesamt bestreiten 40 Schiffe und 20 Flugzeuge aus zwölf Ländern sowie 3000 Soldaten die zweiwöchige Einheit Intensivtrainings, 2200 davon auf dem Wasser. Deutschland stellt nach Schweden, dem Gastgeberland, mit sieben Schiffen und 1300 Soldaten das zweitgrößte Kontingent. Ziel des zweiwöchigen Manövers ist, das Evakuieren von Zivilpersonen zu trainieren — im Zusammenspiel mit Einsatzkräften aus mehreren Ländern.

Die Bundeswehr schickt neben den Schiffen auch Sanitäter, Kampfmittelbeseitiger und Fallschirmjäger. Stützpunkthafen der Übung ist Karlskrona. Die Evakuierung wird auf der Insel Gotland durchgespielt und läuft unter dem Codenamen „Schneller Adler“ — bei diesem Teil des Manövers spielen Fallschirmspringer aus dem Saarland die Hauptrolle.

Für die rund 130 Männer und Frauen an Bord von „Gepard“, „Hermelin“ und „Elbe“ hat der Übungseinsatz bereits in der vergangenen Woche begonnen. Die deutschen Schiffe versammelten sich in Kiel — und trainierten bei einer Vorbereitungsübung die Sicherung eines Hafens in einem Krisengebiet.

Die 60-köpfige Besatzung der Korvette „Braunschweig“ darf dagegen erstmal abschalten. Gestern kehrte das Schiff in seinen Heimathafen Hohe Düne zurück. Schätzungsweise 150 Angehörige warteten an der Kaikante, als das Schiff am Morgen einlief. Seit April hatten die Marinesoldaten vor der Küste Libanons im Rahmen der UN-Mission „Unifil“ den Seeraum im Östlichen Mittelmeer überwacht und auch libanesische Armee-Streitkräfte ausgebildet.

Der drohende US-Angriff auf Syrien überschattete den Einsatz. Die Navy hat bereits mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt. Die konnte die „Braunschweig“-Besatzung aber nur auf dem Radar beobachten. „Ich habe sie nicht zu Gesicht bekommen“, sagte Kommandant Boris Bollow. Es war der bislang zweite Unifil-Einsatz des Rostocker Korvettengeschwaders.

Übung „Northern Coasts“
12 Nationen schicken seit 2007 Streitkräfte zum größten Manöver auf die Ostsee. In den ersten Jahren wurde „Northern Coasts“

von Deutschland geführt, seit 2010 wechselt diese Aufgabe. Das Manöver umfasst eine Reihe einzelner Übungen. Ab Montag werden verschiedene Szenarien an Land und auf See durchgespielt, die sich im Ernstfall in einer Krisenregion abspielen könnten. In der zweiten Wochen werden dann Evakuierungs-Aktionen von Zivilisten von der Insel Gotland simuliert, mit Unterstützung durch Fallschirmspringer.

 

Gerald Kleine Wördemann

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