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Rostock Rostocker machen fossile Brennstoffe überflüssig
Mecklenburg Rostock Rostocker machen fossile Brennstoffe überflüssig
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17:22 01.05.2018
So soll der Neubau für das Leibniz-Institut aussehen: Direkt neben dem bestehenden Likat-Bau (rot) wird das Technikum mit Laboren und Versuchsanlagen entstehen. Quelle: Leibniz Institut Für Katalyse E.v.
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Rostock

Rostocker Wissenschaftler sollen eine Zukunft ohne fossile Brennstoff möglich machen – und erhalten dafür Millionen von Bund und Land: Das Leibniz-Institut für Katalyse (Likat) in der Südstadt baut bis 2021 ein neues, hochmodernes Technikum. In dem Forschungs- und Entwicklungszentrum sollen neue Verfahren erdacht und erprobt werden, um Kohlenstoff aus alternativen, sauberen Quellen zu gewinnen. „Kohlenstoff ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die chemische Industrie. Er wird für Kraftstoffe und für Plastik, aber auch für Parfüm, Klebstoffe und Medikamente benötigt“, sagt Likat- Sprecherin Barbara Heller. Unter anderem wollen die Rostocker Forscher Wege finden, Kohlenstoff aus Abgasen zu filtern und direkt wieder in Kraftstoff umzuwandeln.

Neubau für Pilotanlagen

Zu den Partnern des Likat gehören schon jetzt die größten Chemien-Konzerne des Landes – BASF und Evonik zum Beispiel. Das einzige Manko bisher: Die Rostocker konnten bislang nur die Laborforschung liefern. Um für die neuen Verfahren und Katalysatoren auch selbst Pilotanlagen und Prototypen zu bauen sowie diese zu testen, fehlte aber der Platz. Dafür war das Likat auf die Großkonzern angewiesen. Bis 2021 soll nun aber in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Labors und Büros das Technikum gebaut werden. „Wir werden dann viel mehr Ideen als bisher aus der Forschung zur Praxisreife führen können“, so Matthias Beller, der Direktor des Likat. Bund und Land tragen die Kosten für den Neubau gemeinsam. Auch die Wirtschaft in Rostock und in ganz MV soll davon ganz direkt profitieren: „Kleine und mittelständische Unternehmen können sich die aufwändige Technik für Tests und Prototypen oft nicht leisten. Unser Neubau eröffnet uns deshalb auch neue Möglichkeiten für neue Kooperationen mit Firmen aus der Region.“

Andreas Meyer

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