Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Rostocker tüfteln am Auto der Zukunft
Mecklenburg Rostock Rostocker tüfteln am Auto der Zukunft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 26.04.2018
Technischer Leiter Marvin Nehrenberg (r.) und Teamchef Lukas Wachter schrauben am neuen Prototypen. „Larus“ folgt auf „Shark ByonX 3.5“ und hat mit seinem Vorgänger nur wenig gemein. FOTOS (2): PAULINE RABE
Anzeige
Südstadt

1000 Kilometer mit nur einem Liter Benzin bezwingen – „Das ist unser Ziel“, sagt Lukas Wachter, Teamchef von „Hanseatic Efficiency“ an der Universität Rostock. Seit einem Jahr tüftelt der Mechatronikstudent dafür mit 14 Mitstreitern am Prototyp „Larus“. Noch fährt dieser nicht. Das soll sich bis zum Shell Eco-Marathon, dem weltweit größten Energieeffizienzwettbewerb, Ende Mai ändern. Dort wird das Team erneut in London antreten.

Zur Galerie
Studenten-Team „Hanseatic Efficiency“ der Universität Rostock nimmt im Mai an Shell Eco-Marathon in London teil

Die Herausforderung des Rennens lautet: Wie weit komme ich mit einem Liter Benzin? Studenten entwickeln hierfür gemeinsam neue Lösungsansätze – für nachhaltige Mobilität und Kraftstoffeffizienz. Im vergangenen Jahr traten die Rostocker noch mit „Shark ByonX 3.5“ an und erreichten mit hochgerechneten 761 Kilometern den zwölften Rang in der Kategorie der Prototypen mit Benzinantrieb. „Der Bolide hat fünf Jahre gute Arbeit geleistet, ist nun aber nicht mehr regelkonform“, erzählt Wachter. Damit führte kein Weg mehr an den seit einigen Jahren bestehenden Plänen für „Larus“ vorbei.

Wie unterscheiden sich die Konstruktionen? „Es wäre leichter zu fragen, was gleich geblieben ist“, antwortet technischer Leiter Marvin Nehrenberg lachend. Bei dem neuen Fahrzeug liegen die Räder innerhalb der Hülle. Damit verändert sich nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch die Lenkart. Nicht geändert wurden Sitzschale, Hinterradbremse und der Grundmotor. „Wir bleiben vorerst bei Benzin, auch wenn wir langfristig an nachhaltigeren Kraftstoffen wie Bioethanol interessiert sind“, sagt Wachter. Die Entscheidung ist einerseits historisch begründet, da das Team am Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren entstanden ist. „Andererseits finden wir es spannend zu schauen, wie viel noch aus dem Motor herausgeholt werden kann. Da ist noch Potenzial“, ist Erik Zitterbart sich sicher.

Was mit der neuen Hülle nicht möglich war, ist, das besonders geringe Gewicht von 37 Kilogramm des Vorgängers zu halten. „Wir hoffen auf 40“, sagt Nehrenberg. Gewicht spielt nicht nur bei dem Prototypen selbst eine Rolle. Auch der Fahrer darf nicht zu schwer sein. Medizinstudentin Hannah Kringel stieg im vergangenen Jahr für die „Hanseatic Efficiency“ in den Boliden. Mit ihren 1,67 Metern ist sie fast schon etwas zu groß. „Es war sehr spannend und gar nicht so unbequem“, berichtet die 23-Jährige. Für das kommende Rennen fehlt aktuell noch ein Fahrer. „Interessierte Studenten dürfen sich gerne melden“, sagt Wachter.

Mit Maschinenbauern, Mechatronikern und Wirtschaftsingenieuren setzt sich das Team aus Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. „Willkommen ist jeder, der Bock darauf hat. Hier kann man viel für eigene Projektplanungen lernen“, betont Wachter. Fachlichen Rat gibt es unter anderen von Betreuer Dr. Mathias Niendorf. „Die Finanzierung läuft ausschließlich über Sponsoring von Lehrstühlen und Firmen.“ Das laufe mal mehr und weniger gut.

Beteiligung an Wissensnacht

15 Studenten der Universität Rostock beschäftigen sich derzeit aktiv mit der Konstruktion des neuen Prototypen „Larus“.

Das Team präsentiert sich und seine Fahrzeuge bei der heutigen Langen Nacht der Wissenschaft. Von 18 bis 22 Uhr stehen die Studenten in der Prüfhalle, Albert-Einstein-Straße 2, für Fragen bereit.

Weitere Informationen zu Hanseatic Efficiency und deren Ziele gibt es unter: https://www.hro-sem.de/

Pauline Rabe

Mehr zum Thema

Plastik ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Und es ist mittlerweile überall zu finden: Selbst in der Arktis haben Forscher eine hohe Konzentration winziger Plastikteilchen entdeckt. Die Folgen für die Mensch, Tier und Umwelt sind noch nicht absehbar.

29.04.2018

Hausmücken sind vom plötzlichen Frühling verwirrt. Der nächste Schub wird in drei Wochen erwartet.

27.04.2018

Sie passt ins Smartphone und könnte einmal beim Einkauf helfen: Eine elektronische Nase soll früh Verdorbenes oder gefährlichen Rauch erschnüffeln. Einmal eingelernt, reagiert sie schneller als unser Riechorgan. Dufte. Aber noch haben wir die Nase vorn.

30.04.2018

Gesangstalente gesucht: Casting der Musikshow „X Factor“ machte Zwischenstopp in Rostock

26.04.2018

Als besonderes Geschenk Rostocks an die Stadt Panajachel in Guatemala ist am Mittwoch auf dem Neuen Markt ein speziell auf südamerikanische Bedingungen angepasstes ...

26.04.2018
Rostock GUTEN TAG LIEBE LESER - Die Ära der Schlaflosen

Es ist für viele eines der schlimmsten Szenarien: nach wenigen Stunden Nachtschlaf aufzuwachen und dann nicht mehr zur Ruhe zu kommen.

26.04.2018
Anzeige