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Rostocker vergewaltigt, tötet und verscharrt seine Lebensgefährtin

Rostock Rostocker vergewaltigt, tötet und verscharrt seine Lebensgefährtin

Leiche lag zwei Monate in einem Waldstück an der Stadtautobahn.

Rostock. Grausige Details zum Leichenfund an der Rostocker Stadtautobahn: Die 32 Jahre alte Frau, deren lebloser Körper vorgestern in einem Waldstück zwischen den Ortsteilen Lichtenhagen und Warnemünde gefunden wurde (OZ berichtete), soll von ihrem Lebensgefährten getötet worden sein. Der 35-Jährige, der wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer weiteren Frau seit dem 22. März in Untersuchungs-Haft sitzt, will seine Freundin „eigenen Angaben zufolge bereits Anfang Februar umgebracht haben“, sagt Staatsanwalt Holger Schütt. Der mutmaßliche Täter habe die Leiche unweit seiner Wohnung vergraben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Details zur Tat verriet Schütt nicht; die Obduktion dauere noch an.

Der Rostocker soll seine Lebensgefährtin bereits Silvester vergewaltigt haben. Danach saß er in Untersuchungshaft. Weil nichts auf eine mögliche Wiederholungstat gedeutet habe, sei er jedoch Mitte Januar entlassen worden. „Der Beschuldigte hat sich nach der Tat selbst gestellt. Und gegenüber der Geschädigten zeigte er sich mehrmals reuig“, sagt Oberstaatsanwalt Andrés Ritter. Zudem habe die Frau dem Mann verziehen. „Sie hat gesagt, dass sie keine Angst vor ihm habe und auch weiter mit ihm zusammenleben wolle.“

Laut Ritter sei der 35-Jährige noch nie zuvor als Gewalt- oder Sexualstraftäter aufgefallen. Am 20. März soll er dann jedoch eine weitere, behinderte Frau vergewaltigt haben (OZ berichtete über den Fall). Eine Betreuerin des Opfers alarmierte die Polizei. Seitdem sitzt der Rostocker in der Justizvollzugsanstalt Waldeck. Am Dienstag habe er die Polizei schließlich zur Leiche seiner Freundin geführt. Erst am Montag war die Frau von ihrer Schwester als vermisst gemeldet worden.

Der Polizei ist der 35-Jährige lange bekannt. Von 2002 bis 2009 war er im sogenannten Maßregelvollzug — einer Unterbringung für psychisch kranke Straftäter. Grund dafür sollen Vermögens- und Eigentumsdelikte gewesen sein.

Der mutmaßliche Täter leide an einer Persönlichkeitsstörung, die aber weitgehend geheilt worden sein soll. Daraufhin sei die Unterbringung außer Vollzug gesetzt worden, sagt Oberstaatsanwalt Ritter.

Seither habe der Mann unter Führungsaufsicht gestanden. Der Mann lebte in Rostock-Lichtenhagen, erhielt Sozialhilfe und hatte keine Arbeit. „Für uns ist es ebenso bedrückend und unverständlich, dass sich so eine Entwicklung ergeben hat“, sagt Ritter. Ein neues psychiatrisches Gutachten soll nun über die Hintergründe der mutmaßlichen Taten aufklären.

 



André Wornowski

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