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Rostocks „Stinkkäfer-Ort“: Ein strategisch wichtiger Platz

Rostocks „Stinkkäfer-Ort“: Ein strategisch wichtiger Platz

Der Ort Schmarl war ursprünglich ein slawisches Dorf. Es wurde erstmals 1272 urkundlich als „smerdele“ erwähnt.

Der Ort Schmarl war ursprünglich ein slawisches Dorf. Es wurde erstmals 1272 urkundlich als „smerdele“ erwähnt. Übersetzt heiße dies „Stinkkäfer-Ort“, erklärt der Geschichts-Experte Steffen Stuth. „In dem einen Ort standen wohl viele Ahornbäume, in dem anderen gabr es wohl viele Stinkkäfer“, sagt er lachend. Er vermutet, dass diese Deutung den Schmarlern nicht sonderlich gefallen wird. Doch Stuth schließt auch nicht aus, dass sich der Ortsname von einem Personennamen ableiten könnte.

 

OZ-Bild

Ein grüner Hügel erinnert noch an die Hundsburg. Sie war im Mittelalter ein wichtiger Ort. Im 16. Jahrhundert wurde sie abgerissen.

Quelle: Fotos: Reinhard Löffler (1), Ove Arscholl (2), Hartmut Klonowski (1); Chrisitan Alexander Schulz (1)

Das Gebiet Schmarl war schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung ein strategisch wichtiger Standort für Rostock. Hier stand die Hundsburg, von der aus man die gesamte Warnow überblicken konnte.

1152 wurde diese Burg erstmals erwähnt. Heute erinnert noch ein grüner Hügel in der Nähe der Freizeiteinrichtung Holiday City Center (HCC) daran.

Das eigentliche Rostock entstand dort, wo heute die Petrikirche steht. Slawen hatten um 600 eine Siedlung gebaut, die sie „rastoku“ nannten: das Auseinanderfließen des Flusses.

1218 wurde das Stadtrecht Rostocks bestätigt. „Vermutlich hat die Stadt schon vorher als solche funktioniert und ist älter als 800 Jahre“, sagt Steffen Stuth vom kulturhistorischen Museum.

Um 1900 ist die Kröpeliner- Tor-Vorstadt buchstäblich vor den Toren Rostocks entstanden. Der Begriff leitet sich von der geografischen Lage vor dem westlichen Haupttor der Stadt ab.

Der Name Südstadt ist ebenfalls leicht zu erschließen. Der Stadtteil wurde südlich des Stadtzentrums erbaut. Sie entstand zwischen 1961 und 1965. Die Straßen sind hier bis auf wenige Ausnahmen nach Wissenschaftlern benannt.

Johanna Hegermann

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