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Rostock Nachtschicht für kluge Köpfe: Wissensnacht in Rostock lockt mit Rekordprogramm
Mecklenburg Rostock Nachtschicht für kluge Köpfe: Wissensnacht in Rostock lockt mit Rekordprogramm
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21:00 02.04.2019
Im Leibniz-Institut für Katalyse können sich Nachwuchsforscher beim Glasblasen ausprobieren. Quelle: Archiv/ OVE ARSCHOLL
Rostock

Wie verwandelt man ein Centstück in einen Goldtaler? Welche Täuschungsmanöver hat unser Gehirn auf Lager? Wie sieht es aus, wenn ein Gerichtsmediziner Märchenfiguren obduziert? Und was haben David Hasselhoff und Justin Bieber mit Neurologie zu tun? Um solche und ähnliche Fragen beantworten zu können, muss man weder Münzfälscher noch Doktor sein. Ein Abstecher zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ genügt. Am 25. April locken die Veranstalter um Robert Uhde Wissbegierige mit stadtweit mehr als 300 Beiträgen zur wohl erhellendsten Nacht des Jahres. „So dick war unser Programmheft noch nie“, sagt Uhde. Er erwartet mehr als 6000 Besucher.

Und die bekommen beim größten Public-Science-Event des Landes jede Menge geboten. Physik, Biologie, Musik und Medizin, Sport und Sprachen – die Themenwelten sind so vielfältig wie das Leben selbst. Zum Ort, an dem Geistesblitze entstehen, reisen Zuhörer im Großen Hörsaal der Anatomie. Auf dem Südstadt-Campus tischen Jungforscher ihren Gästen coole Chemie-Experimente zum Vernaschen auf. Im Fraunhofer Institut für grafische Datenverarbeitung tauchen Besucher mit virtueller Brille zu Wracks ab. Um den Titel „Bester Pong-Zocker der Nacht“ wetteifern Videospieler an der Fakultät für Informatik. Der Frage, wo Hechte am besten beißen und warum nur bestimmte Krabben schwimmen können, gehen die Wissenschaftler in der Zoologie auf den Grund. Zwei Jahre lang hatte das Institut ausgesetzt. „Zum 600. Universitätsgeburtstag sind wir natürlich wider mit dabei“, sagt Lehrstuhlinhaber Stefan Richter.

Laserschwertkampf, Feuerfontäne, Knallerexperimente: Bei der Veranstaltungsreihe wird Besuchern viel Sehenswertes geboten.

Wie viel Mathematik steckt im Handy? Wie sehen die Schillerschuppen tropischer Käfer unter dem Mikroskop aus? Das und mehr klären etliche Schauvorlesungen und Mitmach-Aktionen. Neben Instituten und universitären Einrichtungen öffnen auch Firmen ihre Türen. Zum Besuchermagneten könnte erneut Centogene werden. Das Biotech-Unternehmen Centogene gewährt Einblicke in seine Labore.

Von Warnemündes Wasserkante bis in die Südstadt – in dieser Nacht trumpft Rostock mit reichlich Aha-Effekten auf. „Vorbeischauen lohnt sich überall“, sagt Wolfgang Schareck. Selbst der Uni-Rektor entdeckt immer wieder Unbekanntes. Die Lasershow der Physik etwa habe er erst bei einer der jüngsten Wissensnächte live miterlebt. Neues lernen und dabei Spaß haben – die Mischung zieht nicht nur Laien, sondern auch die Fachwelt an. Ob Plasmaphysiker aus Greifswald oder Weltraumwetter-Experten aus Neustrelitz: Aus allen Landesteilen reisen Wissenschaftler nach Rostock, damit Besucher hier ihre Arbeit buchstäblich begreifen können.

Die „Lange Nacht“ findet bereits zum 16. Mal statt, doch von Langeweile kann keine Rede sein. „Ich hätte nie gedacht, dass sich der Oldtimer ewig verjüngt“, sagt Robert Uhde und lacht. Das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte wird am 25. April ab 18. Uhr geschrieben. Dann startet die Wissensnacht. Junge Entdecker können schon früher losziehen: Die ersten Veranstaltungen für Kinder starten um 16 Uhr. Sobald der Wissensdurst bei den Großen gelöscht ist, sprudeln für sie im bei Aida Cruises im Stadthafen Sekt und Selters.: Ab 22 Uhr steigt im Wissenpier die After-Science-Party.

Tipps für Nachtschwärmer und Mitwisser

Die „Lange Nacht der Wissenschaftenwird seit 2004 in Rostock ausgerichtet. In diesem Jahr sind mehr als 300 Beiträge an sechs verschiedenen Standorten im Programm – so viele wie nie zuvor. Die Veranstalter rechnen mit 6000 Besuchern.

Termin: Donnerstag, 25. April, 18 bis 22 Uhr

Programm: unter www.lange-nacht-des-wissens.de

Rund 4500 Nachtschwärmer haben bei der Veranstaltungsreihe im vergangenen Jahr ihr Wissen vertieft, diesmal sollen es mindestens 1500 werden, sagt Robert Uhde. Daran, dass dies gelingt, zweifelt er nicht. Im Vorfeld werden auf Social-Media-Kanälen junge Nachtschwärmer umworben, am Veranstaltungstag lotsen Scouts Passanten zu den Wissenstationen. „Wir ziehen alle Register“, sagt Uhde.

Je 8000 Euro lassen Stadt und Universität für die Wissensnacht springen. Besucher kostet sie dagegen nicht einen Cent. Alle Veranstaltungen sind zum zweiten Mal in Folge eintrittsfrei. „Das hat im vergangenen Jahr zu verstärkter Reiseaktivität im Land geführt. Dieses Jahr wird’s verrückt“, ist Uhde überzeugt.

Hier geht’s zum kompletten Programm:

Antje Bernstein

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