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Rostock Rostocks „neue“ Stadtteile wollen 800. Geburtstag mitfeiern
Mecklenburg Rostock Rostocks „neue“ Stadtteile wollen 800. Geburtstag mitfeiern
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00:00 17.01.2018
Rostocks Stadtteile wollen am 4. Juli beweisen, dass auch außerhalb der Innenstadt Geschichte geschrieben wurde. Ein Beispiel zeigt 10 000. neue Wohnung im Nordosten, die 1989 in Toitenwinkel bezogen wurde. Quelle: Fotos: Rainer Schulz (1) / Doris Deutsch (1)
Stadtmitte

Rostock will in diesem Jahr seinen 800. Geburtstag feiern. Doch die Stadtteile im Nordosten und Nordwesten fühlen sich von den Feierlichkeiten in der Innenstadt ausgeschlossen. Rostocks Stadtteil- und Begegnungszentren (SBZ) haben sich daher eine besondere Aktion ausgedacht: Am 4. Juli wollen sie ihre Ortsteile an einem langen Tisch vor dem Kröpeliner Tor Rostockern und Besuchern der Stadt vorstellen.

Die neun Stadtteilzentren der Stadt planen eine gemeinsame Aktion im Juli

Unter dem Titel „Rostock an einer langen Back – Geschichte(n) aus den Stadtteilen“ sollen vor allem die Einwohner der Ortsteile aktiv werden. Das „Back“ (seemännisch „Tisch“) solle dem Ereignis einen maritimen Klang Bezug geben. „In allen Stadtteilen laufen Projekte“, sagt Cindy Kirschnik vom Twinkelhus in Toitenwinkel. Schließlich habe jeder Stadtteil seine Besonderheiten.

„Wir wollen mit der Aktion zeigen, was für tolle Ecken es hier gibt und Toitenwinkel aus seinem Schattendasein holen“, betont die Leiterin des SBZ. Unter anderem soll hier das Ergebnis eines Schülerprojekts an der Baltic-Schule vorgestellt werden. „Wir möchten auch Ehrenamtliche aus unserem Haus mitnehmen, die mit den Besuchern ins Gespräch kommen sollen.“ Was an dem Tag genau gezeigt wird, sei jedoch auch für sie eine Überraschung.

Im Börgerhus in Groß Klein beschäftigt sich die „Geschichte(n)- Gruppe“ stark mit dem Thema. „Wir haben hier auch unser Stadtteil-Jubiläum 2019 vor Augen“, sagt die Einrichtungsleiterin Mareile Ostendorf. Denn im kommenden Jahr wird der Ortsteil 40 Jahre alt. Dafür plane man einen Kalender, der die Geschichte Groß Klein abbilden soll. „Wir wollen zur langen Back schon einmal die Idee vom Kalender vorstellen.“ Doch auch sonst wollen sich die Kita, die Kirchengemeinde und der Keramik- Zirkel bei der Präsentation von Groß Klein einbringen.

„Ideen haben wir viele, aber noch nichts Konkretes“, sagt Katy Volgmann, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Lütten Klein. Beim Fest der Stadteile wolle sie zeigen, dass es sich lohnt, nach Lütten Klein zu kommen. An diesem Projekt beteiligen sich die Schulen und der Hort. „Die Grundschule Lütt Matten wird eine Theater-Aktion zeigen“, verrät sie. Auch die Ergebnisse der Geschichtsgruppe von Lütten Klein könnten zur langen Bank im Juli zum Einsatz kommen. „Aber Interessenten können sich melden, wir haben noch Kapazitäten für Ideen.“

In Schmarl will man jetzt am Freitag, 10 Uhr, im Haus 12 gemeinsam überlegen, wie sich der Stadtteil beim Stadtjubiläum einbringen kann. „Hier können wir gemeinsam überlegen, wie wir Schmarl präsentieren wollen. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Katja Eisele vom Haus 12.

Auch Jahn Osterloh vom Rostocker Freizeitzentrum (RFZ) in Reutershagen weiß, dass man bei dem Projekt eng mit den Ortsbeiräten zusammenarbeiten muss. „Wir haben schon diverse Projekte im Blick“, sagt der Leiter des RFZ. Das Netzwerk „Gute Nachbarschaft“ werde zum Beispiel eine kleine Stadtteilzeitung zum Thema „Geschichte“ herausbringen.

Die Pläne der neun Stadtteilzentren für das Ereignis sind ganz unterschiedlich. Viele suchen noch nach Ideen. Aber alle sind sich jedenfalls einig: Dass es nun eine Möglichkeit gibt, auch als Stadtteil außerhalb der Innenstadt den 800. Geburtstag Rostocks zu feiern, sei wichtig. „Rostock ist mehr als seine Innenstadt“, erklärt Katy Volgmann aus Lütten Klein. „Rostock wird erst durch seine Stadtteile zu Rostock“, legt Jahn Osterloh aus Reutershagen nach.

Johanna Hegermann

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