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Rostock Rotarier lassen Taufbecken reparieren: Metallbauer rettet alte Handwerkskunst
Mecklenburg Rostock Rotarier lassen Taufbecken reparieren: Metallbauer rettet alte Handwerkskunst
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00:00 17.04.2013
Vilz

Mit einer Spende in Höhe von 750 Euro unterstützte der Club die Reparatur des Taufbeckens.

„Das achteckige Oberteil des Beckens war abgebrochen“, sagte Club-Sekretär Hans-Jürgen Kurth (68). Er kannte die Sorgen der Kirchgemeinde aus erster Hand, denn der Mann ist auch gleichzeitig Mitglied im Kirchgemeinderat Vilz. „Und in diesem Gremium wurde nach Lösungen gesucht, wie man zu einem neuen Becken kommen kann“, erinnerte sich Kurth. Dazu habe man drei Künstler beauftragt, die Entwürfe dafür liefern sollten. Die Papiere trafen auch ein und dazu eine Kostenschätzung. „12 000 Euro sollte das kosten“, erzählte Kurth.

Für die kleine Kirchgemeinde war das eine Menge Geld. Der Förderverein zur Erhaltung der denkmalgeschützten Kirchenensemble in Cammin, Tessin, Thelkow, Vilz und Weitendorf wollte helfen, allerdings ließ es — so Kurth — die Satzung nicht zu, dass er Geld für Neuanschaffungen ausgibt. Auf Kurths Vorschlag hin sollte das Becken dann repariert werden — der Rotarier hatte einen Metallbauer in Satow gefunden, der von der Handwerkskunst aus dem Jahre 1880 begeistert war und sie weiter erhalten wollte. „Das hat insgesamt 1500 Euro gekostet“, sagte der Clubsekretär, und damit hatte die Kirchgemeinde dann nur noch 750 Euro zu bezahlen.

„Das reparierte Taufbecken ist dann über Ostern gleich mit drei Taufen eingeweiht worden“, freute sich Kurth.

Der Rotary-Club Tessin-Recknitz engagiert sich gern für nachhaltige Projekte. Beispielsweise auch im Schulbereich. „Für die evangelische Schule in Walkendorf übernehmen wir für bedürftige Schüler das Busfahrgeld“, sagte der Club-Sekretär. In der Gemeinde Sanitz sind für die Kindertagesstätte Sternenkinder Spielgeräte mit Hilfe der Organisation angeschafft worden. Und generell gelte, sagte der Rotarier, „dass wir immer auf der Suche nach Förderprojekten sind, die für die Zukunft wichtig sind.“

Michael Schißler

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