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Rostock Roter Ibis war infiziert — 18 Vögel im Zoo getötet
Mecklenburg Rostock Roter Ibis war infiziert — 18 Vögel im Zoo getötet
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00:18 12.01.2015
Der Rote Sichler hat ein leuchtend rotes Gefieder. Er wird bis zu 70 cm hoch, und kostet zwischen 500 und 2000 Euro. Quelle: Joachim Kloock

Bei einem „Roten Sichler“, auch „Roter Ibis“ genannt, wurde am Wochenende im Zoo das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen. Daraufhin wurden am Sonnabend alle 18 Vögel aus diesem Gehege getötet. Neben weiteren Ibissen waren auch Nacht- und Seidenreiher betroffen. Auch bei den schon am Donnerstag getöteten 23 Enten wurde das Virus festgestellt.

Der Zoo bleibt zunächst weiter geschlossen. „Wir versuchen, die teilweise seltenen Arten im Zoo zu schützen, damit der Verlust für die biologische Vielfalt möglichst gering bleibt. Doch es ist auch klar, dass wir bei weiteren Funden weitere Tötungen vornehmen müssen“, warb Agrar-Minister Till Backhaus (SPD) für Verständnis.

Den Mitarbeitern des Zoos, die derzeit fast rund um die Uhr arbeiteten, gingen die Tötungen „sehr an die Nieren“, sagte Zoodirektor Udo Nagel gestern. Es seien in den vergangenen Tagen fast 500 Tiere auf das gefährliche Virus hin beprobt worden. „Danke an die vielen Kräfte von Behörden und Tierklinik, die uns da geholfen haben“, so Nagel. Einige Untersuchungsergebnisse, die jetzt vorlägen, ließen Hoffnung aufkommen, dass es die letzten Tötungen waren und dass der Zoo bald wieder öffnen kann. „Die Entscheidung fällt am Montag“, sagt Nagel — also heute.

Es wurden Personen- und Transportverkehr, Futter, Einstreu analysiert. „Einen Eintragsweg konnten wir bisher nicht eindeutig nachweisen oder ausschließen, da alle relevanten Proben bisher negativ waren“, so Backhaus. Für das gesamte Stadtgebiet ist die Stallpflicht ausgerufen worden. In Rostock leben laut Ministerium insgesamt 5900 Nutzgeflügel, meist Legehennen.



Doris Kesselring

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