Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Rührende Eröffnung der neuen Perle
Mecklenburg Rostock Rührende Eröffnung der neuen Perle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:18 19.04.2018
Felix Scharff, technischer Leiter, und Geschäftsführerin Petra Burmeister stehen auf der Treppe im neuen Foyer. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Südstadt

Mehr Platz, mehr Komfort, mehr Stimmung: Die neue Stadthalle Rostock ist gestern feierlich eröffnet worden – mit rund 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. „Ja, wir haben es geschafft“, sagte Hallen-Geschäftsführerin Petra Burmeister. Ein Jahr und 14 Tage haben die Bauarbeiten gedauert. Nun sei eine Punktlandung gelungen. „Für mich war es gefühlt fast so, als hätten wir die gesamte Stadthalle einmal abgerissen, um sie wieder neu aufzubauen“, so Burmeister. Und eins sei klar: „Noch einmal mache ich so etwas nicht.“ Es sei eine enorme Belastung für die Mitarbeiter gewesen. „Wir haben das Ganze unterschätzt“, sagte die Stadthallenchefin, bei der vor Erleichterung und Freude Tränen flossen.

Stadthalle eingeweiht / 300 Gäste bei Empfang / Bau eine Million Euro teurer als geplant

Video:

QR-Code scannen oder

www.ostsee-zeitung.de

anklicken.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Es gab ausschließlich Lob. Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph sprach von einer „akribischen Meisterleistung“ Burmeisters. Rudolph ist sich sicher: „Die neue Stadthalle ist eine Perle. Sie wird Rostock als Event- und Kongress-Standort noch attraktiver machen.“ Davon soll ganz Mecklenburg-Vorpommern profitieren. Schließlich beteiligt sich das Land mit 15,2 Millionen Euro an den geplanten Baukosten von 16,9 Millionen Euro. Allerdings wird das Ganze nun eine Million Euro teurer. Grund: Der Brandschutz musste überarbeitet werden und die Schadstoffsanierung war intensiver als gedacht. „Darüber bin ich nicht glücklich“, sagte Rudolph. Im Vergleich zu anderen Projekten sei die Erhöhung jedoch eher niedrig.

Für Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) ist die neue Stadthalle „kolossal“: 130 Tonnen Stahl und 30 Meter lange Träger sind hier verbaut worden. Neben der Modernisierung des großen Saals ist nicht nur eine völlig neue Besuchertribüne mit 654 Plätzen entstanden, sondern auch ein komplett neues Foyer. Insgesamt ist die Kapazität der Stadthalle um fast 20 Prozent gewachsen. „Das ist ein kräftiger Sprung nach vorne und gibt uns zusätzlichen Großstadtcharakter“, ist Methling überzeugt.

Zoodirektor Udo Nagel ist beeindruckt von den sechs mal 2,50 Meter großen Außenfenstern des neuen Foyers, die jeweils eine Tonne wiegen. „Es strömt viel Licht rein. Wir brauchen so eine große und schöne Stadthalle“, so Nagel. Auch die Seawolves-Basketballer freuen sich. „Eine solche Stadthalle zu haben, ist ein riesiger Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Mannschaften. Wir haben schon jetzt eine Spielstätte, die erstligareif ist“, sagte Manager Jens Hakanowitz. Wenn demnächst 4500 Zuschauer zu den Spielen kommen, werde das für eine Wahnsinns-Atmosphäre sorgen.

Jetzt 6600 Plätze

1979 wurde die Rostocker Sport- und Kongresshalle nach drei Jahren und zwei Monaten Bauzeit eröffnet. Sie galt nach dem Palast der Republik in Berlin als zweitgrößte Veranstaltungshalle der DDR. Das erste Konzert gaben am 6. April 1979 die Puhdys. 1991 erhielt das Gebäude seinen heutigen Namen: Stadthalle Rostock. 2006 wurde das Haus dann für 3,4 Millionen Euro renoviert und umgebaut.

2017 begann der Ausbau der Stadthalle für 16,5 Millionen Euro. Mehr als 600 zusätzliche Sitzplätze und ein neues Foyer sind entstanden. Auch ist der große Saal erneuert worden. Die neue maximale Besucherkapazität liegt bei 6600 Plätzen.

André Wornowski

Die DGzRS hat ihre Aktion in der Nordlicht-Schule beendet / Beide Seiten profitieren

19.04.2018

Altstadtverein feiert 20-jähriges Bestehen und bedankt sich bei Sponsoren und Unterstützern

19.04.2018

Große Zustimmung für kombinierte Arena im Nordwesten / Hohe Betriebskosten sind ein Problem

19.04.2018
Anzeige