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Rostock Rugby-Spielgemeinschaft stürmt für eine Nacht an die Spitze
Mecklenburg Rostock Rugby-Spielgemeinschaft stürmt für eine Nacht an die Spitze
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00:00 18.10.2017
Rostock

Das war eine Demonstration ihrer Stärke: Die Rugby-Spielgemeinschaft (RSG) Mecklenburg-Vorpommern hat am vergangenen Sonnabend einen in der Höhe völlig unerwarteten 57:5 (24:0)-Sieg gegen die bis dahin ungeschlagene SG Odin/Döhren II aus Hannover eingefahren. Damit feierte das MV-Team, dem auch Aktive der Dierkower Elche angehören, eine gelungene Rückkehr nach Rostock. Die Mannschaft spielte erstmals seit mehr als anderthalb Jahren wieder im Sportpark Gehlsdorf, wo der Rasen erneuert wurde.

RSG-Spieler Abel Salazar (Nr. 2) hat den Ball eingeworfen, und Hieronymus Jacker fängt ihn in der Luft. Die MV-Auswahl entschied nicht nur diese Gasse für sich, sondern auch das Spiel. Quelle: Foto: André Goeda/verein

Der Rostocker Trainer Constantin Sommer äußerte sich höchst erfreut über die starke Leistung der Gastgeber. „Unsere Mannschaft wächst immer mehr zusammen. Das konsequente Training zahlt sich aus. Wir konnten diesmal zeigen, dass die RSG in der Lage ist, trotz personeller Ausfälle in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen“, sagte er.

Für eine Nacht übernahm die RSG, ein Verbund aus drei Vereinen (neben den Elchen auch die Freibeuter Wismar und die Hochschulmannschaft Greifswald), sogar die Spitzenposition in der Verbandsliga Nord. Am Sonntag zog der FC St. Pauli III aus Hamburg durch den 19:12-Sieg gegen die Jesteburg Exiles allerdings wieder vorbei und sprang auf den ersten Tabellenrang. Das punktgleiche MV-Team (beide 14) steht auf dem zweiten Platz.

RSG-Kapitän Tore Dwars meinte: „Es hat richtig Spaß gemacht, auf dem Platz zu stehen und mit dem Team zu fighten. Ich hoffe, am kommenden Samstag in Lübeck können wir unsere Leistung weiter verbessern und uns an der Tabellenspitze festbeißen.“

Zum Mann des Spiels bei den Gastgebern wurde gegen die Hannoveraner der Greifswalder Tom Kramer mit 33 erzielten Punkten. Mit präzisen Kicks und harten Tacklings lenkte er das Spiel seines Teams.

Die RSG machte von Beginn an Druck und drängte die Niedersachsen Meter um Meter in die eigene Hälfte zurück. Nach wenigen Minuten war es der Rostocker Schlussspieler Moritz Knauf, der einen sehenswerten Angriff zur 5:0-Führung im Malfeld der Gäste ablegte. Verbinder Tom Kramer erhöhte per Zusatzkick auf 7:0. In der Folge zog die MV-Auswahl zügig bis auf 17:0 davon, ehe die Männer von der Leine besser ins Spiel kamen. Fortan konnte sich auch die starke Verteidigung der RSG auszeichnen und ließ bis zur Halbzeitpause (24:0) keine gegnerischen Punkte zu.

Auch in der zweiten Hälfte bestimmte die Spielgemeinschaft aus Mecklenburg-Vorpommern durch kompromisslose Verteidigung und effektives sowie schnörkelloses Angriffsspiel das Geschehen. Insgesamt erzielte die RSG noch fünf weitere Versuche durch Kramer (2), Knauf (2) und Hieronymus Jacker, wovon vier erhöht werden konnten.

Die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt steckten trotz des hohen Rückstands nie auf und kämpften weiter verbissen um jeden Zentimeter. Kurz vor Schluss gelang den ersatzgeschwächt angereisten Niedersachsen der verdiente Ehrenversuch zum 5:57- Endstand aus ihrer Sicht.

Am Sonnabend (14.00 Uhr) peilt die RSG im Ostseederby beim Tabellensechsten TuS Lübeck (5 Punkte) im fünften Saisonspiel den vierten Sieg an. Die einzige Niederlage bisher gab es beim 11:31 gegen den FC St. Pauli III.

Rugby-SG MV: Kutz, Salazar, Havran, Zimmermann, Bellin, Stölting, Sommer, Jacker, Demblon, Kramer, Dwars, Schanz, Rahman, Knauf, Reimann, Sachse, Dieckmann, Hilmes, Höfer, Rohde, Alhaser, Alzidan.

Die wichtigsten Regeln

In der Verbandsliga wird eine der am weitesten verbreiteten Varianten gespielt: Rugby Union. Jeweils 15 Aktive pro Team spielen in einer Partie gegeneinander.

Ziel ist es, den Ball am Gegner vorbeizutragen oder zu -kicken und dadurch Punkte zu erzielen. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen:

Ein Versuch (5 Punkte) wird erzielt, wenn es gelingt, den Ball im gegnerischen Malfeld auf dem Boden abzulegen. Gelingt dies, hat die angreifende Mannschaft das Recht, den ruhenden Ball per Zusatzkick zwischen die H-förmigen Malstangen über die Querstange zu treten und damit zwei weitere Punkte zu erzielen.

Beim Sprungtritt kickt ein Spieler den Ball, der vorher den Boden berührt haben muss, aus dem laufenden Spiel heraus zwischen die Malstangen und über die Querstange.

Ein Straftritt (3 Punkte) auf die Malstangen wird von dem Ort ausgeführt, an dem ein schwererer Regelverstoß der gegnerischen Mannschaft stattgefunden hat.

Der Ball darf mit der Hand nur nach hinten geworfen oder übergeben werden. Wenn der Ball jedoch nach vorne geworfen wird, muss ein Gedränge ausgeführt werden. Das ist eine Art Kräftemessen, bei dem die Spieler in gebückter Haltung mit geradem Rücken stehen und versuchen, durch gemeinsames Drücken den Gegner wegzuschieben und somit den Ball fürs eigene Team freizugeben.

Das Treten des Balls ist in alle Richtungen erlaubt. Nur der balltragende Spieler darf durch Umklammern sowie Tiefhalten unterhalb der Schulterlinie behindert und zu Fall gebracht werden. Ein Spieler, der mit mehr Körperfläche als den Fußsohlen den Boden berührt, hat den Ball sofort loszulassen und darf nicht mehr danach greifen.

Für einen Punktspielsieg bekommt die Mannschaft drei Punkte. Hat sie mindestens vier Versuche erzielt, erhält sie einen Bonuszähler für die Tabelle.

Tommy Bastian

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