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Rostock SV Pastow bekommt neue Tribüne mit Dach
Mecklenburg Rostock SV Pastow bekommt neue Tribüne mit Dach
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18:00 06.12.2018
Eine Szene aus dem Spiel Pastow gegen Graal-Müritz im Juli. Auf dem Erdwall im Hintergrund soll die überdachte Tribüne entstehen. Quelle: Johannes Weber
Pastow/Broderstorf

Der Sportverein SV Pastow ist im Aufwind. Vor allem die Begegnungen der ersten Männer-Fußballmannschaft, die in der Verbandsliga spielt, haben sich zu einem Besuchermagneten für Zuschauer von Rostock bis Tessin entwickelt, sagt der Broderstorfer Bürgermeister Hanns Lange. „Bei jedem Heimspiel sind mindestens 200 Zuschauer dabei.“ Damit die Fans das Geschehen auf dem Platz auch gut verfolgen können, soll jetzt eine Tribüne gebaut werden. Und diese soll auch ein Dach bekommen, beschloss die Gemeindevertretung Broderstorf am Mittwochabend.

Dabei gab es bei der letzten Sitzung des Jahres zunächst auch Misstöne. Zwei Vertreter zeigten sich verwundert, dass das geplante Projekt ohne vorherige Absprache nun plötzlich ein Dach enthalten soll. Genaue Zahlen dafür liegen nicht vor, aber die geschätzten Mehrkosten im Vergleich zur Tribüne ohne Dach liegen bei rund 20 000 Euro. Unüberdacht würde sie rund 90 000 Euro kosten. Ein großer Teil der Mittel soll aus dem EU-Förderprogramm LEADER für den ländlichen Raum kommen. Bürgermeister Lange erklärt: „Die Vergabe der Fördermittel ist daran geknüpft, dass Sitzplätze überdacht sein müssen.“ So stimmten am Ende auch die zunächst kritischen Gemeindevertreter zu.

Die Tribüne soll Platz für bis zu 250 Zuschauer bieten. Gebaut wird sie auf dem Erdwall, der bisher als einzige Möglichkeit dient, die Spiele von oben zu verfolgen. Den Wall haben heimische Baufirmen vor Jahren kostenlos aus Erdaushub aufgeschüttet. Er sollte aber nur ein Provisorium darstellen, betont Bürgermeister Lange: „Er ist sehr steil, das ist vor allem für Kinder gefährlich.“ Dass Zuschauer auf den Wall klettern war eher geduldet als erwünscht. Ansonsten gibt es bisher zwei kleine Unterstände am Spielfeldrand, die aber nur wenigen Zuschauern Platz bieten – und auch nur im Stehen. Baubeginn für die Tribüne soll im Frühjahr sein. „Zu Beginn der Saison 2019/20 soll sie dann fertig sein“, kündigt Lange an.

Beim SV Pastow zeigt man sich begeistert: „Das ist eine tolle Sache. Damit verbessern sich die Bedingungen für unsere treuen Fans deutlich“, sagt Gerald Worzfeld, Abteilungsleiter Fußball. „Das ist eine weitere Aufwertung für das ganze Gelände und wird sicher auch noch zusätzliche Zuschauer anlocken.“ Worzfeld hatte die Idee für die Tribüne vor drei Jahren mit angeschoben. Damals war auch schon ein Dach geplant, das sei jedoch wegen zu hoher Kosten verworfen worden.

Der SV Pastow hat inzwischen rund 500 Mitglieder, davon mehr als 300 im Bereich Fußball. „Gerade bei der Jugend haben wir einen großen zulauf“, erklärt Worzfeld. 180 Kinder und Jugendliche trainieren im Verein. „Es gibt eine tolle Nachwuchsarbeit und die Aussicht, später einmal in der Verbandsliga spielen zu können, bietet den jungen Spielern gute sportliche Perspektiven.“ Die erste Mannschaft ist derzeit Tabellenzweiter hinter Pampow.

Bei der Gemeindevertretersitzung wurde auch über den möglichen Ausbau des Verbindungsweges An den Kastanien von Neuendorf nach Bentwisch diskutiert. Die Vertreter waren sich jedoch schnell einig, dass es dafür keine Unterstützung gibt. Die vor allem für landwirtschaftlichen Verkehr ausgelegte Straße ist nur 3,50 Meter breit. Dieses Jahr wurden mehrere Ausweichtaschen eingerichtet, damit entgegenkommende Pkw einander passieren können. „Es haben sich schon mehrere Anlieger gemeldet und deutlich gemacht, dass sie gegen einen Ausbau sind“, sagt Bürgermeister Lange. „Sie fürchten, dass dann mehr Bentwischer, die in Roggentin einkaufen wollen, diese Strecke nutzen würden.“ Bis jetzt führen dort pro Tag im Schnitt etwa 100 Autos. Lange stellte klar: „Es gibt für nächstes Jahr keine Pläne, etwas an der jetzigen Situation zu ändern.“

Axel Büssem

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