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Rostock SV Warnemünde gewinnt nächsten Fünf-Satz-Krimi
Mecklenburg Rostock SV Warnemünde gewinnt nächsten Fünf-Satz-Krimi
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15:48 03.12.2018
Glückliche Sieger: Thomas Liefke (r.) und Jan-Philipp Krabel vom SV Warnemünde bejubeln einen gewonnenen Punkt. Quelle: FOTO: Tommy Bastian
Rostock

Daran könnten sich die Fans des SV  Warnemünde sicher gewöhnen. Sie wurden am Sonnabend im Heimspiel der Zweitliga-Volleyballer von der Ostseeküste bestens unterhalten. Mal wieder. Nach einem intensiven und ­abwechslungsreichen Schlag­abtausch siegten die Gastgeber vor 456  überwiegend begeisterten Zuschauern in der Ospa-Arena mit 3:2 (25:22, 15:25, 28:26, 16:25, 15:12) gegen den hoch gehandelten SV  Lindow-Gransee. Damit feierten die Rostocker den zweiten Fünf-Satz-Heimerfolg nacheinander und den dritten Sieg in Folge in der 2.  Bundesliga Nord.

Auch Warnemündes Trainer Jozef Janosik war begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben den großen Sieg verdient. Wir waren stärker, mutiger und besser vorbereitet“, meinte der 39-Jährige. Er und seine Spieler wussten, welch gute Qualität der Gegner hat, sagte Janosik. „Aber mit unserer Taktik und unserem System konnten wir sie besiegen.“

Die Warnemünder starteten gut in die Partie und führten 10:6 und 15:11, ehe sie sich einen kleinen Hänger leisteten, besonders weil sie kein Mittel gegen die starken Aufschläge von Felix Göbert fanden. Plötzlich lagen die Hausherren sogar 15:17 zurück.

„Die Aufschläge fliegen dir teilweise mit einhundert Kilometern pro Stunde um die Ohren. Da ist es wichtig, mutig zu bleiben, gut zu antizipieren und eine starke, schnelle Bewegung zum Ball zu machen“, sagte SVW-Libero Lucas Kowalkowski (26). Der Defensivspezialist erkämpfte einige Bälle mit spektakulären Flugeinlagen und technisch anspruchsvollen Annahmen.

Nach einer Auszeit fanden die Warnemünder wieder zu ihrem Spiel und gewannen den ersten Abschnitt doch noch mit 25:22. Das gab Selbstvertrauen. „Es hat sich erneut gezeigt, dass alles möglich ist, wenn du an das glaubst, was du tust“, betonte Jozef Janosik.

Im zweiten Abschnitt geriet sein Team nach ausgeglichener Anfangsphase mit 9:16 ins Hintertreffen. Erneut reagierte der Coach. Er wechselte mehrere neue Spieler ein. Unter anderem kam der junge Sören Schröder (18) aus der eigenen Jugend zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Die Stammkräfte bekamen eine Verschnaufpause. Der Satz ging deutlich verloren. Doch das war egal.

Nach der zehnminütigen Spielunterbrechung, in der das übliche Gewinnspiel für Abwechslung sorgte, starteten die Warnemünder im dritten Satz wieder durch. Sie legten von Beginn an vor und führten schon 12:9. Danach gingen die Gäste aus Brandenburg einmal in Führung (13:12), ehe der bären­starke Piotr Adamowicz den SVW mit einer Aufschlagserie wieder in Führung brachte – 18:13. Eine Vorentscheidung war das allerdings nicht, denn der SV  Lindow-Gransee hielt dagegen und kam wieder ­heran. Erst in der Satz-Verlängerung markierte Konstantin Rode den entscheidenden Punkt zum 28:26. Die Halle bebte, so viel Krach machten die Warnemünder Fans.

Die vierte Durchgang war so ähnlich wie der zweite. Nach Rückstand schenkten die Hausherren den Satz ab und unterlagen deutlich.

Im Tie-Break waren die Warnemünder dann wieder zu Stelle. Vor allem der 28-jährige Adamowicz überzeugte mit harten Aufschlägen und raffinierten Angriffsbällen. Der Außenangreifer wurde später zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. Auch Lucas Kowalkowski erhielt mehrfach Szenenapplaus. Die Gastgeber gewannen nach knapp zwei Stunden effektiver Spielzeit mit 15:12 und feierten ihren sechsten Sieg im neunten Saisonspiel.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie geht Schritt für Schritt den Weg, den wir gehen wollen. Es ist ein Prozess, den wir bestreiten. Da ist kein Platz für Alleingänge. Wir gewinnen und verlieren als Team“, meint Coach Jozef Janosik. Seit seiner Ankunft im Spätsommer haben sich die Warnemünder weiterentwickelt. Trotzdem will der gebürtige Slowake seine Rolle nicht überbewerten. „Ich bin nicht Supermann. Der Erfolg gehört den Spielern“, sagt er bescheiden. Sein ­Motto lautet: Mit Disziplin, Motivation, Selbstvertrauen und Teamwork zum Erfolg.

In der Tabelle kletterte der SV  Warnemünde mit nun 18  Zählern auf den dritten Rang. Spitzenreiter bleibt der CV  Mitteldeutschland (22). Weiter geht’s für den SVW am Sonntag (15.30  Uhr) beim punktgleichen Tabellenzweiten Moerser  SC. SV  Warnemünde: Ernst, Günther, Rode, Krabel, Adamowicz, Liefke; Strübing, Kowalkowski, Förster, Nikolaus, Schröder.

Tommy Bastian

„Schatten an der Wand“ war 1987 ihr erste großer Hit. Bis Mitte der 90er Jahre war Jule Neigel als Rockröhre auf der Deutschrock-Welle recht erfolgreich. 2019 kommt sie unter dem Namen Julia Neigel mit einem etwas jazzigerem Programm an die Ostsee.

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