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Rostock SVW-Trainer Stefan Strack beklagt fehlenden Rhythmus
Mecklenburg Rostock SVW-Trainer Stefan Strack beklagt fehlenden Rhythmus
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15:19 04.12.2018
Neeltje Uphoff (am Ball) wird mit dem SV Warnemünde am Sonnabend gegen den Stavenhagener  SV gefordert sein und dann das zweite Spiele innerhalb von acht Tagen bestreiten. Quelle: FOTO: René Warning
Rostock

Trainer Stefan Strack von den Handballerinnen des SV  Warnemünde ist ein Mann klarer Worte. Nach der 24:30 (11:13)-Niederlage seiner Mannschaft jüngst gegen den SV  Fortuna Neubrandenburg redete der 41-Jährige dann auch nicht um den sprichwörtlichen heißen Brei herum.

„Es reicht halt nicht, nur zweidrittel der Spielzeit gegen den Favoriten dagegenzuhalten“, meinte Strack, den besonders eine Tatsache ärgert, für die sein Team nichts kann. „Das Dilemma der Saison mit neun Mannschaften in der MV-Liga ist, dass es zu ­wenig Spiele sind, um im Rhythmus zu bleiben“, meint der ehemalige Bundesliga-Spieler des HC  Empor Rostock, SV Post Schwerin und VfL Bad Schwartau. Aus seiner aktiven Zeit ist er es gewohnt, Woche für Woche im Wettkampf gefordert zu sein. Seine aktuelle Truppe bestritt am vergangenen Sonnabend ihre erste Partie seit dem 10.  November (27:25 gegen den Rostocker  HC  II).

„Die längere Spielpause machte sich bemerkbar“, sagte Stefan Strack. Die Warnemünderinnen fanden gegen den Tabellenzweiten ganz schlecht in die Partie und lagen schnell mit 0:6 zurück. Strack reagiert, nahm eine Auszeit und einigen Umstellungen bei seiner Sieben vor. Allerdings dauerte es bis zur zwölften Spielminute, ehe sein Team ihr erstes Tor erzielte. Das war der Weckruf, denn fortan brachten die Hausherren den Aufstiegsaspiraten in der Sporthalle im Gerüstbauerring in Bedrängnis. Sie glichen zum 11:11 aus. Doch statt mit einer Führung in die Pause zu gehen, gab der SVW zwei Bälle leichtfertig aus der Hand und mussten noch zwei Gegentreffer hinnehmen.

In der zweiten Halbzeit gingen die Warnemünderinnen beim 18:17 das einzige Mal in Führung. Allerdings wurde es mit der Zeit ein immer körperbetonteres Spiel, das die Gäste aus der Vier-Tore-Stadt in der Schlussviertelstunde für sich entschieden.

„Letztendlich gewannen die Fortunen verdient, da sie präsenter und agiler wirkten“, gratulierte Stefan Strack fair. „Für uns gilt es, den Blick auf das nächste Spiel zu richten und unseren Rhythmus wiederzufinden.“ Am Sonnabend (16.30  Uhr, Gerüstbauerring) gegen den Tabellenvorletzten Stavenhagener SV peilt der SV Warnemünde (4.  Platz, 8:4  Punkte) dann seinen fünften Sieg im siebten Saisonspiel an. Es wird das erste Mal seit Mitte September, dass der SVW an zwei Wochenende hintereinander im Punktspiel-Einsatz sein wird.

SV  Warnemünde: Knoop, Staudacher – Jens, Boelter 7/4, Uphoff, Jahn 1, Maske, Schwebke 5, Jodmikat 1, Czarschka 5, Dombrowski 4, Wilhelm 1.

Siebenmeter: SVW 6/4, Fort. 7/6.

Strafminuten: SVW 10, Fort. 10.

Unterdessen war das Derby zwischen dem SV  Pädagogik Rostock und der zweiten Mannschaft des Rostocker  HC bis zum Ende heiß umkämpft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lieferten sich ein intensives sowie spannendes Spiel. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen mit 22:21 (12:12).

In der ersten Halbzeit gelang es keinem Team, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Das Remis zur Pause ließ beiden Seiten alle Möglichkeiten, sich im zweiten Abschnitt die Punkte zu sichern. Auch dort sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Die Gäste vom RHC erwischten den besseren Start erwischten, führten 15:13 nach 40  Minuten. Sie schafften es jedoch nicht, die Schwächephase der Pädagogik-Damen zu bestrafen. Es blieb eng. Der Außenseiter drehte das Spiel und ging selbst mit 17:15 in Führung, die in Folge noch mehrfach wechselte.

Pädagogik-Trainer Roman Winter meinte: „Vielleicht waren es die besseren Wechselmöglichkeiten, mit denen wir uns ein kleines Plus in der hektischen Schlussphase erspielen konnten. Zum Ende hin jedenfalls hatten wir mehr zuzulegen und durften uns über den knappen, letztlich verdienten Erfolg sowie über zwei wichtige Punkte freuen.“ Ein schöner Abend sei es sicherlich auch für Neuzugang Maria Wedel gewesen, die bei ihrem ersten Einsatz vier Treffer für den SV  Pädagogik erzielte, hob Winter hervor. Den entscheidenden Treffer markierte allerdings Nicole Rosentreter in der 58.  Spielminute. Danach verteidigte die Pädagogik-Sieben ihren knappen Vorsprung bis zum Schlusssignal.

RHC-Trainerin Brigit Polkehn hätte sich mehr Abgeklärtheit von ihrem Team gewünscht, das in den ersten zehn Minuten einen deut­licheren Vorsprung hätte herauswerfen können. Aber zu viele ein­fache Fehler verhinderten dies. Entsprechend bedient war Polkehn. Sie sagte: „Herzlichen Glückwunsch an Pädagogik zum letztlich verdienten Erfolg. Wir haben zu viele Gelegenheiten ausgelassen, uns nicht auf das Wesentliche konzentriert. Mir fehlte vor allem die Körpersprache, die den unbedingten Willen zum Ausdruck bringt.“ Und doch habe ihre Mannschaft bis zum Schluss gekämpft. „Ich weiß, dass wir nach einem solchen Spiel wiederkommen werden. Diesmal waren wir einfach nicht gut genug, aber das Potenzial in der Mannschaft ist trotzdem vorhanden“, meinte sie mit Blick auf die anstehenden Aufgaben.

Weiter geht es für den Tabellendritten Rostocker  HC  II am Sonnabend (14  Uhr) beim TSV  Bützow. Einen Tag später um 16  Uhr wird der SV  Pädagogik Rostock die TSG  Wismar  II in der heimischen Sporthalle in Lichtenhagen-Dorf empfangen. So werden auch die Rostockerinnen diesmal im Spielrhythmus bleiben. Vor dem Lokalduell hatten auch sie zuletzt Mitte November gespielt.

SV  Pädagogik: Biermann, Suckow – Alex 4, A.  Schultz 3/2, K.  Schümann 4/1, Böttcher, Wandel, Klützow, Awe 3, Wedel 4, Rosentreter  2, S.  Asmus  2, Waack, Grube.

Rostocker HC: Nau, Clasen – Zoll  2, Duwe 4, Schultz 2, Mohrdieck, Kaden 2, Anderson 2/1, J.  Freitag 6, Dähnrich, Janke 3.

Siebenmeter: SVP 4/3, RHC 1/1.

Strafminuten: SVP –, RHC 10 Minuten (incl. rote Karte nach 3x2).

Tommy Bastian

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