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Rostock Saisonauftakt: Erste Erdbeeren bei Karls geerntet
Mecklenburg Rostock Saisonauftakt: Erste Erdbeeren bei Karls geerntet
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00:01 30.04.2016
Robert Dahl, Besitzer von Karls Erlebnisdorf, hat gestern die ersten Erdbeeren gepflückt. Quelle: Claudia Tupeit

So richtig viele süße rote Früchte kann Robert Dahl, Chef von Karls Erlebnisdorf, zwar noch nicht anbieten. „Dafür war es bisher einfach zu kalt.“ Aber zumindest für eine erste kleine — und im Vergleich zum Vorjahr spätere — Ernte hat es gestern Vormittag schon mal gereicht. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat einige der größten Erdbeerexemplare getestet und geschmacklich für „toll“ empfunden. Alle anderen müssen noch bis Mitte Mai warten, um in genügend reife Früchte beißen zu können, sagt Dahl.

Auf 300 Hektar baut er mittlerweile Erdbeeren an. „Damit hat Robert Dahl die größte Fläche. In ganz MV gibt es 870 Hektar Anbaufläche“, sagt Backhaus. 9700 Tonnen Erdbeeren seien von dort geerntet worden. Dahl schützt seine Pflanzen auch mit Wandertunnel, also Überdachungen, die wie lange Iglus aussehen und einen Eingang haben. Das sei teuer, aber effektiv, um möglichst früh Erträge zu haben, erklärt Dahl. Bereits für nächstes Jahr seien zudem Erdbeerpflanzen eingepflanzt in zu einem Damm erhöhte Erdhügel. „Dort ist die Erde wärmer.“ Über kleine Schläuche werden sie mit Regenwasser bewässert. Ins neue Auffangbecken passen immerhin 300000 Kubikmeter Wasser hinein.

„Und nimmst du Kalk und Phosphor?“, will der Minister von seinem guten Bekannten Robert Dahl wissen. Der schüttelt den Kopf. „Schon seit Jahren nicht mehr.“ Man müsse eben besonders acht geben auf die Erdbeere. „Die ja wie viele irrtümlich annehmen gar keine Beere ist, sondern zu den Nusspflanzen zählt“, ruft Till Backhaus in Erinnerung. Er gibt sich zudem als großer Anhänger der Erdbeere zu erkennen. Sie schmecke nicht nur lecker. „Sie hat auch einen besonderen Gesundheitswert.“ Kalorienarm — auf 100 Gramm kommen nur 32 — viel Folsäure, die für Schwangere und kleine Kinder wichtig sei. „Sie senkt auch den Blutdruck und ist krebsbekämpfend“, zählt Backhaus zusätzlich auf.

Seit 24 Jahren baut Robert Dahl in Rövershagen Erdbeeren an. Vor einigen Jahren erst kam die Produktion eigener Marmelade hinzu. „Es wurden immer mehr Verkaufsstände und somit auch immer mehr Körbe, die am Ende des Tages unverkauft zurückkamen.“ Da er die nicht am nächsten Tag Kunden anbieten wollte, habe er nach einer Verwendungsmöglichkeit gesucht. „Unsere ist auch sortenrein, wir nehmen nur die ,Honey‘ für die Marmelade“, sagt Dahl.

Bis die Verkaufshäuschen in Erdbeerform überall verteilt sind, werde es noch ein wenig dauern. Mittlerweile gibt es unter anderem auf Usedom, Rügen und in Berlin Erlebnisdörfer oder Verkaufsstellen.

Eine Erweiterung in Leipzig sei in Planung. „Da suchen wir Grundstücke“, sagt Dahl.

Von Claudia Tupeit

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