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Rostock Unterricht leidet unter schlechtem Internet
Mecklenburg Rostock Unterricht leidet unter schlechtem Internet
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17:16 07.11.2018
Symbolfoto: Schüler nutzt Tablet im Unterricht. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
Sanitz

Das Internet ist längst nicht mehr ein reines Unterhaltungsmedium. Mittlerweile dient es für viele Menschen als zentrale Informationsquelle. Vor allem an Schulen spielt das Netz eine wichtige Rolle, denn dadurch wird den Lernenden ermöglicht, sich mit neuer Technik auseinanderzusetzen und sie zu erlernen. So auch am Gymnasium Sanitz. Weil aber die Qualität des Informatikunterrichts unter der schlechten Internetversorgung leide, hat sich der Schülersprecher Marvin Schubert an die Gemeindevertreter gewandt. „Man hört immer, dass die Internetleitungen ausgebaut werden sollen, wann können wir damit rechnen“, fragt der 18-Jährige bei der Gemeindevertretersitzung. 

Ein Thema, das alle Anwesenden interessierte. Schließlich habe sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen flächendeckend Netze zu schaffen. „Der Breitbandausbau geht nicht so voran, wie die Regierung es sich vorgestellt hat“, sagt Joachim Hünecke, Bürgermeister der Gemeinde Sanitz. Bislang sei daher nicht absehbar, wann sich die Situation ändern werde. Zuständig seien nämlich nicht die Kommunen, sondern der Landkreis.

„Schade“, meint Marvin Schubert und führt aus, welche Probleme sich am Gymnasium ergeben haben. „Wir besitzen zwei Computerräume, die meistens gleichzeitig belegt sind. Wenn beide Informatik-Kurse dann das Internet nutzen, geht nichts mehr.“ Aber auch allgemein sei die Datenübermittlung eher schlecht. In Fächern wie beispielsweise Geschichte sei es üblich sich hin und wieder Online-Dokumentationen anzuschauen. Doch das sei so nicht ohne Weiteres möglich. Immer wieder müsse pausiert werden, damit ein Film überhaupt laden kann. Eine Tatsache, die nicht nur Schubert, sondern auch seine Mitschüler und Lehrer enorm belastet. „Darunter leidet bereits der Unterricht“, sagt er genervt.

Auch der Bürgermeister ist sauer: „Es ist ein Unding, dass an Schulen keine vernünftige Datenübermittlung stattfinden kann.“ Für ihn ist das Thema nicht neu und werfe einen dringenden Handlungsbedarf auf. „Möglicherweise hat sich uns eine neue Chance eröffnet diese Geschichte voranzutreiben“, teilt er mit. Zusammen mit einer Firma wollen man prüfen, ob der Schul- und Sportcampus mit einem besseren Zugang zum Internet versorgt werden könne. Profitieren würden davon sowohl das Gymnasium, als auch die Regional- und Grundschule. „Wir wollen als Gemeinde Eigeninitiative zeigen und endlich zu einer Verbesserung der Situation beitragen“, sagt Joachim Hünecke entschlossen.

Aus diesem Grund wurde auf der 29. Gemeindevertretersitzung im Gemeinschaftshaus Sanitz eine Absichtserklärung zu diesem Thema formuliert. „Es wurden noch keine Rahmenbedingungen besprochen. Wir befinden uns noch ganz am Anfang des Verfahrens“, erklärt der Bürgermeister. Gespräche sollen aber folgen. Für Marvin Schubert und seine Mitschüler und Lehrer mit Sicherheit ein erster kleiner Lichtblick. Bleibt zu hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis die Gymnasiasten auch im Unterricht die Vorteile des Internets nutzen können. Bis dahin müssen sie sich mit der aktuellen Situation arrangieren.

Susanne Gidzinski

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