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Rostock Schallgrenze überschritten für Bewohner an B 110
Mecklenburg Rostock Schallgrenze überschritten für Bewohner an B 110
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09:18 14.03.2018
Mitten durch Broderstorf führt die B 110. Der Straßenlärm übersteigt zum Teil gesundheitsrelevante Schwellenwerte. Quelle: Foto: Doris Deutsch
Broderstorf

Im Amt Carbäk wurden erneut Untersuchungen zum Straßenlärm durchgeführt. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge bewegen sich pro Jahr im Straßennetz des Amtsbereiches. Untersucht wurde vor allem der Verkehr und damit verbundene Lärmbelastungen auf der Autobahn A 19 und auf der Bundesstraße B 110.

Im Verlauf dieser Straßen wurden laut aktueller Lärmkartierung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie die gesundheitsrelevanten Schwellenwerte von 65 Dezibel ganztags für 110 Einwohner und von 55 Dezibel nachts für 141 Bewohner in Straßennähe überschritten. Durch diese Karten werden die Lärmprobleme und deren Ursachen sichtbar gemacht.

Auf der Basis der Kartierung und eines Lärmgutachtens soll nun der Lärmaktionsplan für das Amt aktualisiert und fortgeschrieben werden. Ziel der Maßnahmen ist es, die schädlichen Auswirkungen zu verhindern, zu mindern oder der Belästigung vorzubeugen. „Es gibt ein Gutachten von 2013 mit ähnlichen Ergebnissen, das ist nun eine Fortschreibung“, teilt Verkehrsplaner Tobias Schönfeld vom beauftragten Gutachterbüro SVU (Stadt, Verkehr, Umwelt) in Dresden mit. Er wird auf einer Informationsveranstaltung morgen um 18.30 Uhr in Teschendorf (Gemeinde Broderstorf), in der Aula der Schule „An der Carbäk“, über den aktuellen Planungsstand informieren. „Wir haben Ideen auf fachlicher Ebene“, sagt der Gutachter, „sind aber unbedingt offen für wichtige Hinweise von Bürgern.“ Wo sind Gullideckel, die beim Überfahren Lärm verursachen oder Unstetigkeiten im Straßenverlauf? „Das wissen die Anwohner am besten“, sagt Schönfeld. Auf passive Schallschutzmaßnahmen wie Lärmschutzfenster oder Wälle zur Abschirmung gegen den Verkehr gebe es keinen Rechtsanspruch, erläutert Schönfeld. Doch es bestünden auch Möglichkeiten des aktiven Schallschutzes mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Straßen oder stärkerer Begrünung von Straßenrändern. „Ortseingänge können so gestaltet werden, dass das Tempo gedrosselt werden muss“, erläutert Schönfeld. Über all diese Vorschläge wollen die Experten mit den Bürgern diskutieren. Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle interessierten und betroffenen Bürger sind eingeladen.

Info-Veranstaltung: Donnerstag, 15. März, 18.30 Uhr, Aula Schule „An der Carbäk“ in Teschendorf

dd

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