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Rostock Scheel-Schule feiert 20 Jahre gelebte Inklusion
Mecklenburg Rostock Scheel-Schule feiert 20 Jahre gelebte Inklusion
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00:00 27.09.2018
Schüler und Lehrer der Paul-Friedrich-Scheel-Schule begehen das Jubiläum mit einem Programm und Gesang in der Turnhalle. Quelle: Foto: Anh Tran
Südstadt

Das Schulzentrum „Paul Friedrich Scheel“ in der Südstadt feierte gestern seinen 20. Geburtstag. Zum Jubiläum veranstaltete die Schule ein buntes Fest mit Programm, Hüpfburg und verschiedensten Aktivitäten. „Hier wurde die Verbindung von Therapie, Unterricht und Förderung so möglich gemacht, dass Grundbedürfnisse körperbehinderter Kinder beachtet werden können“, sagt Schulleiterin Andrea Hentzschel.

Die Schule besteht aus einer Schule für Körperbehinderte und einer Grundschule, die sich 2007 an das Förderzentrum angliederte. Bis zur vierten Klasse lernen Kinder mit und ohne körperlichen Einschränkungen zusammen. „Die Schüler denken oft, dass sie ein Handicap haben, weil sie hier sind. Aber in den Klassen sind sie dann oft überrascht, wozu sie alles in der Lage sind“, sagt Philip Peters, Mathelehrer der Sekundarstufe.

Dass die Inklusion gut funktioniert, liegt laut Hentzschel an den guten Grundvoraussetzungen. „Wir haben in jeder Klasse neben Lehrern auch eine sozialpädagogische Erzieherin.“ Viele Lehrkräfte und kleine Klassen würden die Förderung der einzelnen Schüler ebenfalls begünstigen, sagt sie.

Die Schüler fühlen sich mit dem Konzept wohl. Viele schätzen das gute persönliche Verhältnis zu den Lehrern und das familiäre Miteinander. „Hier ist eine entspannte Atmosphäre. Wir sind wie kleine Familien in den Klassen“, sagt Alina Mathias, Schülerin der zehnten Klasse. Im Gegensatz zu anderen Schulen sei auch der Umgang mit körperlich Behinderten angenehmer, findet sie. „An meiner alten Schule dachten alle, ich müsste mit Samthandschuhen angefasst werden. Hier geht man normal mit mir um“, sagt die 17-jährige Rollstuhlfaherin.

Das Schulzentrum sei auch ein Vorbild, wie gelebte Inklusion funktionieren sollte, findet Steffen Bockhahn, Rostocker Senator für Jugend, Soziales und Schule. „Mit dieser Schule können wir der Landespolitik zeigen, wie Inklusion umgesetzt wird.“

OZ

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