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Rostock Schicke neue Räume für Südstadtschule
Mecklenburg Rostock Schicke neue Räume für Südstadtschule
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00:01 28.08.2018
Südstadt

In der Kooperativen Gesamtschule in der Südstadt (KGS) durfte gestern gefeiert werden. Lange mussten Schüler, Eltern und Lehrer auf diesen Tag warten. Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit steht das zweite KGS-Gebäude an der Erich-Schlesinger-Straße zur Verfügung. Gestern gab es die feierliche Übergabe. Etwa 6,9 Millionen Euro investierte die Stadt Rostock, 2,8 Millionen Euro steuerte das Land bei.

Die Zehntklässler Paul Florian Bull (r.) und Richard Schaar (beide 15) zeigen den neuen Physikraum ihrer Schule. Die Versorgung mit Strom geschieht künftig über die Decke, so dass die Tische im Raum flexibel stellbar bleiben. Quelle: Fotos: Ove Arscholl (2), Frank Hormann
„„Ein Atrium haben wir uns lange gewünscht. Erst jetzt im Betrieb sehen wir, was an Ausstattung noch fehlt, das sind oft Kleinigkeiten.“Marion Roscher Schulleiterin
„„Wir mussten das Gebäude aus den 70er Jahren komplett entkernen. So erklärt sich dann auch die lange Bauzeit.“Sigrid Hecht Eigenbetrieb Objektbewirtschaftung

„Seit es die Schule gibt, haben wir uns ein Atrium gewünscht. Jetzt haben wir eins“, freut sich Schulleiterin Marion Roscher über 15 neue und moderne Unterrichts- und Fachräume plus Bibliothek, die seit Schuljahresbeginn zur Verfügung stehen. Geplant ist noch eine Cafeteria. Mehr als 700 Schüler besuchen derzeit die KGS, gut 60 mehr als im vergangenen Schuljahr , betreut werden sie von 52 Lehrern. Mit dem zusätzlichen Gebäude können bis zu 950 Schüler unterrichtet werden, die an der KGS jetzt auch das Abitur machen können. „Wir haben dafür die Voraussetzungen geschaffen“, sagt Rostocks Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke) und verweist auf Prognosen, die zumindest in den nächsten fünf bis sieben Jahren noch von steigenden Schülerzahlen ausgehen. Das könnte gerade in der Südstadt der Fall sein, plant Rostock in dem Stadtteil doch neue Wohngebiete.

An eine Schülerzahl von fast 1000 mag Marion Roscher noch gar nicht denken. Zunächst steht sie vor der Aufgabe, die Abläufe im neuen „Haus A“ zu organisieren. Vor allem bei der Ausstattung fehle noch das eine oder andere, sagt sie. „Wir haben uns vieles gewünscht, aber nicht alles bekommen.“ Schulleiterin Marion Roscher ist jedoch überzeugt, dass sie notwendige Dinge von der Stadt auch noch erhält. Für die Schüler lobten die Zehntklässler Paul Florian Bull und Richard Schaar (beide 15) die neuen modernen Unterrichtsräume. Vor allem die Akustik sei eine deutlich bessere als im alten Gebäude. Die beiden Schüler nutzten aber auch die Gelegenheit vor großem Publikum mit vielen Entscheidern aus der Stadt ein paar kritische Worte loszuwerden. „Kreidetafeln sollte es heute nicht mehr geben“, bemängelt Paul Florian Bull, dass nicht alle Räume mit sogenannten „Whiteboards“, das sind mit speziellen Filzstiften beschreibbare Tafeln, ausgestattet sind. Richard Schaar sieht bei der digitalen Ausstattung von Schulen nicht nur in der eigenen noch großen Nachholbedarf.

Bei aller leichten Kritik überwog bei den Schülern dennoch die Freude über das schicke neue Gebäude, moderne Klassen- und gut ausgestattete Fachräume. Gern wäre die Schule schon eher komplett eingezogen, die Fachräume standen schon im vergangenen Jahr zur Verfügung. Im zweiten Bauabschnitt wurde das Gebäude um einen Atriumanbau ergänzt und ein Aufzug eingebaut. „Wir bedanken uns für die Geduld“, sagt Sigrid Hecht, als Leiterin des Kommunalen Eigenbetriebs Objektbewirtschaftung (KOE) die Bauherrin der Stadt, wenn es um Schulen und Sportstätten geht. „Wir haben das Gebäude komplett entkernt. Am Ende war noch das Skelett übrig“, begründet sie die lange Bauzeit und die Kosten. Bis 1981 wurde dieser Schultyp im früheren Bezirk Rostock an 80 Standorten gebaut. Während der vergangenen Jahrzehnte gab es nur einzelne Maßnahmen zur Instandhaltung, aber keine so umfassende Sanierung.

„Sie sind uns noch nicht los“, kündigt KOE-Chefin Sigrid Hecht der KGS an, das im kommenden Jahr die Modernisierung des alten KGS-Gebäudes auf der gegenüberliegenden Seite beginnt. Auch um irgendwann die als Übergangslösung genutzten Container entfernen zu können. „Wir sind noch nicht fertig“,sagt auch Schulleiterin Marion Roscher. „Eine Schule, die 20 Jahre in Betrieb war, braucht eine Überarbeitung.“

Seit 2011 sprechen Stadt und Schule miteinander über eine Erweiterung. Bis 2013 war Karin Dalk die Schulleiterin, gestern kam sie, um das Ergebnis zu begutachten. „Es ist schön zu sehen, wenn umgesetzt wird, was man mit auf den Weg gebracht hat.“

Stadt investiert in Schulen und Sportstätten

26 Millionen Euro gibt die Stadt im Schuljahr 2018/19 für Baumaßnahmen an Schulen und Sportstätten aus.

Am Standort Pablo-Picasso-Straße 45 in Toitenwinkel wurde mit der Sanierung des Gebäudes der Küstenschule Rostock begonnen, die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2019 geplant.

Die Generalsanierung des Schulgebäudes Maxim-Gorki-Straße 68 wird zum Jahresende abgeschlossen. Dann wird das Schulgebäude an das „Förderzentrum Danziger Straße“ übergeben.

An das Schulgebäude der Grundschule „Am Mühlenteich“ wird ein Aufzug angebaut, womit der Standort vollständig barrierefrei zugänglich sein wird.

Thomas Niebuhr

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