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Rostock Schifffahrtsmuseum: Methling kündigt Sanierung für 2019 an
Mecklenburg Rostock Schifffahrtsmuseum: Methling kündigt Sanierung für 2019 an
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00:23 17.05.2018
Wir sollten die Societät den Bürgern zurückgeben. Ingrid Bacher (SPD)
Stadtmitte

Das frühere Schifffahrtsmuseum an der August-Bebel-Straße könnte schon bald aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Oberbürgermeister Roland Methling stellte gestern in der Bürgerschaft eine Sanierung der 160 Jahren alten Societät für 2019 in Aussicht. Es ist im Gespräch, dass anschließend ein stadtgeschichtliches Museum einzieht, sowie eine dauerhafte Uwe-Johnsson-Ausstellung und Teile der Dokumentations- und Gedenkstätte der ehemalig Stasi-U-Haft in der Hermannstraße.

Pläne für Societät: Stadtmuseum, Stasi- und Uwe-Johnson-Ausstellung

„Die Societät ist vor 160 Jahren durch bürgerschaftliches Engagement entstanden“, sagte Methling. Die neue Einrichtung soll diese Tradition fortsetzen. 15 Millionen Euro stünden dafür bereit – 13 Millionen Euro für die Gebäudesanierung und zwei Millionen für die inhaltliche Ausgestaltung. Auf 500 bis 1000 Quadratmetern könnten Exponate zur Stadtgeschichte gezeigt werden, auf weiteren 500 Quadratmetern ließen sich Sonderausstellungen realisieren.

Die Stasi-Ausstellung könnte gemeinsam von Stadt und Land betrieben werden. Entsprechende Gespräche mit dem Kultusministerium gebe es bereits, so Methling. Dieser Abschnitt gehöre ebenfalls zur der Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftlich sei das Gesamtprojekt machbar, so der Verwaltungschef. „Wir sind stabil und wachsen, wir können uns das leisten.“ Es gebe außerdem Gespräche mit der Uwe-Johnson-Stiftung – mit dem Ziel, in Rostock eine Ausstellung über den Schriftsteller zu schaffen, in dessen Biografie die Hansestadt eine zentrale Rolle spielt.

Nur zwei Prozent der umfangreichen kulturgeschichtlichen Exponate sind nach Angaben von Ingrid Bacher (SPD) derzeit öffentlich zu sehen. Ein neues Museum würde diesen Schatz den Bürgern „zurückgeben“ und sei außerdem ein attraktives Angebot für Touristen.

„Wir haben die Verpflichtung, eine vernünftige Nutzung für das Gebäude vorzulegen“, sagte Henning Wüstemann (Bündnis 90 / Grüne). Malte Philipp (UFR) sprach sich gegen eine vorschnelle Festlegung auf Inhalt und Konzept aus, wichtig sei aber die Aufnahme der Immobilie in den mittelfristigen Investitionsplan der Hansestadt. Das beschloss die Bürgerschaft dann auch mit großer Mehrheit auf Antrag von Dieter Neßelmann (CDU). Mit einem weiteren Beschluss wurde Oberbürgermeister Roland Methling beauftragt, bis Oktober „einen Vorschlag für die zukünftige öffentliche kulturelle Nutzung und die Sanierung des Gebäudes August-Bebel-Straße 1 vorzulegen“. Den entsprechenden Antrag stellte Wüstemann.

Frank Giessen (CDU) übte Kritik an den Museumsplänen. Wie berichtet, soll das geplante Archäologische Landesmuseum nach derzeitigem Stand einen Neubau im Stadthafen erhalten. Frühere Pläne, dafür die Societät zu nutzen, zerschlugen sich. Für die Finanzierung des Stadthafen-Museums fehlten verbindliche Absprachen, kritisierte Giessen: „Es ist unklar, wie das funktionieren soll.“

Das stark sanierungsbedürftige Gebäude an der August-Bebel- Straße beherbergte von 1968 bis 2003 das Schifffahrtsmuseum. Seitdem nutzt es der Verein Societät Rostock maritim als Begegnungsstätte und für wechselnde Ausstellungen.

Gerald Kleine Wördemann

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