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Rostock Schiffsverkehr und Wasserski: Ideen für den Iga-Park
Mecklenburg Rostock Schiffsverkehr und Wasserski: Ideen für den Iga-Park
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03:49 04.09.2013
Das Konzept für den Iga-Park sieht eine Anbindung zur Wasserseite vor. Fahrgastschiffe wie die der Blauen Flotte könnten am Iga-Park festmachen. Einen Anleger dafür gibt es bereits. Quelle: Ove Arscholl
Schmarl

Mehr als 100 Ideen haben Rostocker für die Entwicklung des Iga-Parks bei der Geschäftsführung eingereicht. Von dem Wunsch einer Skateranlage über den Erhalt des Zauns bis hin zur Hundeerlaubnis haben die Bürger ihre Anregungen geäußert. Die Ideen fließen in das Park-Konzept mit ein, das Landschaftsarchitekten und Marketingexperten entwickelt haben. Nächste Woche soll das Konzept dem Aufsichtsrat des Iga-Parks vorgestellt werden.

„Nicht jeder Vorschlag konnte berücksichtigt werden“, sagt Jörg Vogt, Iga-Geschäftsführer. Nur die, die sinnvoll waren, hätten es in das Konzept geschafft. „Viele Bürger, vor allem aus den umliegenden Vierteln, haben sich beteiligt“, ergänzt die Iga-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens (CDU). Ein deutlicher Wunsch: Der Iga-Park soll eingezäunt bleiben. „Diesem Wunsch werden wir uns anschließen“, sagt Jens. „Der Zaun schützt vor Vandalismus und hat steuerrechtliche Vorteile.“ Heißt: Der Park-Eintritt bleibt — zumindest für einen Teil. Das Gelände soll in einen Bürger- und Museumspark aufgeteilt werden.

Weitere Idee: Eine wasserseitige Anbindung des Parks. „Dieser Vorschlag kommt immer mal wieder auf den Tisch“, weiß Dieter Schütt, Gründer des Fahrgastschiffunternehmens Blaue Flotte, die täglich zwischen Warnemünde und Stadthafen verkehrt. „Aber, wenn man mal genau hinguckt, ist die Nachfrage nicht da“, sagt er. „Dafür muss im Iga-Park auch was los sein.“ Pro Anlauf verliert der Kapitän 10 bis 15 Minuten. Das mehrmals am Tag. Dafür müsste eine Tour Rostock-Warnemünde ausfallen. „Das bekomme ich mit dem Iga-Anlauf nicht kompensiert“, sagt Schütt. Der Reeder ist nicht dagegen: „Wir wollen bei Gesprächen mit im Boot sein, aber im Moment sind wir noch nicht so weit, täglich den Iga-Park anzulaufen.“ Dafür müssten die Bedingungen stimmen. Nur wegen des Traditionsschiffes dort anzulegen, lohne sich nicht.

Mit dem Konzept könnte sich das ändern. So sieht es unter anderem eine Wasserskianlage vor, die schon seit Längerem geplant ist. „Die Entwickler sehen darin ein Element, das den Park beleben würde“, sagt Vogt. Eigentlich sollte die Wasserskianlage längst gebaut sein, doch eine Neubrandenburger Investorin sprang ab. „Wir sind mit Betreibern im Gespräch“, sagt Vogt. Die kommen laut Jens aus der Region.

Am Ende entscheidet die Bürgerschaft, was genau von dem Konzept umgesetzt wird. Nachdem der Aufsichtsrat darüber diskutiert hat, wird es den Politikern vorgelegt. Nach Möglichkeit noch in diesem Jahr, sagt Jens. Die finanziellen Auswirkungen müssten noch in den Haushaltsplan mit aufgenommen werden.

Gartenbauausstellung
Auf rund 100 Hektar entstand zwischen 1997 und 2003 am Ufer der Warnow das Areal für die Internationale Gartenbauausstellung. An der IGA 2003 beteiligten sich 31 Nationen. Die Gesamtkosten des Iga-Geländes betrugen 62 Millionen Euro. 50 Millionen Euro butterte die Stadt zu.

Anja Levien

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