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Rostock Schlange stehen für Bärlauch
Mecklenburg Rostock Schlange stehen für Bärlauch
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00:19 16.04.2018
Die Garten-Mitarbeiter Bernd Klingenberg und und Sonnhildt Habeck ernten den Bärlauch, den Werner Brinckmann (v.l.) vom Freundeskreis Botanischer Garten an die Besucher verkauft. Quelle: Foto: Thomas Niebuhr

Die Besucher mussten am Sonntag schon etwas Geduld mitbringen im Botanischen Garten. Dort wurde das traditionelle Bärlauchfest mit Pflanzenverkauf gefeiert.

Vor dem Tisch des Freundeskreises Botanischer Garten gab es den ganzen Tag trotz des Regenwetters eine lange Schlange.

„Bis zum Mittag hatten wir schon 800 Tüten verkauft“, berichtet Werner Brinckmann. Drei Euro kostete der Beutel, eine Tüte mit Samen war schon für einen Euro zu haben. Immer wieder gab es Pausen, und die Wartenden mussten sich gedulden. Die Garten-Mitarbeiter Sonnhildt Habeck und Bernd Klingenberg haben schon am Morgen mit der Ernte begonnen. Sie konnten gar nicht so schnell arbeiten, wie die Tüten über den Verkaufstisch gingen.

Es gab aber auch einige dreiste Besucher, die meinten, sich nicht anstellen zu müssen und den Bärlauch selber zu ernten. Das unterbanden die Mitarbeiter mit deutlichen Worten. Manche Leute seien schon sehr dreist, stellte ein junge Besucherin fest, die das Geschehen beobachtete.

Die Rostockerin Anita Rohde wartete, bis sie an der Reihe war. „Ich will Bärlauch im Garten aussäen und hoffe, dass er wächst.“ Das sei ein schönes Gewürz, dass sich in Quark oder Frischkäse verwenden oder zu Pesto verarbeiten lässt. Bisher habe sie noch keine Erfahrungen mit Bärlauch gemacht, jetzt sei sie neugierig das auszuprobieren, verriet Anita Rohde. Wie sich Bärlauch verarbeiten lässt konnten die Besucher direkt im Botanischen Garten probieren. Angeboten wurden kleine Brote mit verschiedenen Produkten.

Der Verkauf von Bärlauch – die Gewürzpflanze wird immer beliebter – ist für den Botanischen Garten wichtig. Nicht nur weil Geld in die Kasse fließt, sondern auch deshalb, weil mit der ausgiebigen Ernte eine ungewollte Bärlauch-Ausbreitung verhindert wird. Das machte sich erstmals in diesem Jahr bemerkbar. Der Bestand sei nicht mehr so üppig wie in den Jahren zuvor, sagte Kustos Dethardt Götze. Auf etwa 3000 Quadratmetern wächst die Pflanze in der Buchenwald-Biotopanlage des Botanischen Gartens.

Eine Verschiebung des Termins wegen des späten Schneefalls zu Ostern war übrigens nicht nötig. Der hat den Pflanzen nichts ausgemacht.

Thomas Niebuhr

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