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Rostock Rostocker Schokoladerie auf der „Grünen Woche“
Mecklenburg Rostock Rostocker Schokoladerie auf der „Grünen Woche“
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15:00 22.01.2019
Mitarbeiterin Johanna Kaufmann berät zwei Kundinnen am Messestand der Schokoladerie. Quelle: Schokoladerie De Prie
Rostock/Berlin

Ökologisch vertretbar und lecker – so präsentiert sich die Rostocker Schokoladenmanufaktur „De Prie“ auf der „Grünen Woche“ in Berlin. Vom 18. bis zum 27. Januar vertritt der Süßwarenhersteller den Landkreis Rostock auf der Messe. Für Inhaber Ulrich Deprie waren die ersten Tage ein voller Erfolg. Bereits 90 Kilogramm Pralinen wurden verkauft und zahlreiche Kontakte geschlossen „Die Erwartungen wurden übertroffen, und wir freuen uns hier zu sein“, sagt er.

Ausgefallene Leckereien

Insgesamt hatte die Schokoladerie 600 Kilogramm Schokolade im Gepäck. 120 Kilo davon waren Trüffel-Pralinen. Besonders Stolz ist Ulrich Deprie auf die exotischen und ausgefallenen Geschmackssorten – darunter Feige-Ingwer, Basilikum-Olive und Apfel-Steinpilz. Für die optische Vielfalt sorgten Schokoladen- und Marzipanprodukte, die wie herzhafte Gerichte geformt sind. Repräsentativ für Rostock: das Marzipan-Schokoladen-Fischbrötchen.

Auch besonders: Kakaoschalentee. „Wir verwenden Bio-Bohnen und es wäre schade, wenn man die Schalen einfach wegschmeißt“, sagt Deprie. Unter den Hülsen würde sich beim Röstprozess Kakaobutter sammeln, beschreibt er. Daher würde der Aufguss stark nach Kakao riechen. Das Getränk hätte aber im Gegensatz zu normalem Kakao kaum Kalorien. „Man kann es noch mit Honig und Zitrone verfeinern. Dann hat man ein leckeres Getränk.“

Politiker servieren Pralinen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Agrarminister Till Backhaus (beide SPD) begeisterten sich ebenfalls für die Waren der Schokoladerie. Nach der Begrüßungsrede zur Messeeröffnung stellten sie gemeinsam mit Ulrich Deprie Pralinen her. „Ostsee trifft Karibik“ hieß die Kreation, die aus Trüffel, Marzipan, Haselnuss und Kokosspänen bestand. Die entstandenen Leckereien verteilte Schwesig dann unter den Besuchern. „Beim anschließenden Rundgang um das Messegelände fingen die Ministerpräsidentin und die Minister bei unserem Stand an. Die hatten noch nicht genug von der leckeren Schokolade“, erzählt Deprie.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Agrarminister Till Backhaus im Gespräch mit Ullrich Deprie. Quelle: Schokoladerie De Prie

Auch die privaten Gäste erfreuten sich an den Süßwaren. Mit seiner Ehefrau und einer Mitarbeiterin betreute Deprie allein am Freitag rund 300 Gäste. Es gebe zwei Arten von Besuchern, die den Stand besuchten, findet er: „Die einen freuen sich, dass etwas Lokales aus MV angeboten wird, und die anderen sind die Experimentierfreudigen, die ausgefallene Schokolade sehen und gleich zehn Stück davon mitnehmen.“

Biokonforme Bohnen aus Panama

Die Schokoladerie De Prie ist dieses Jahr das erste Mal auf der „Grünen Woche“. „Die Messe versteht sich ja als Sammelsurium für landwirtschaftliche Erzeugnisse, sowohl im Allgemeinen als auch im entferntesten Sinne“, sagt Deprie. Da die Kakaobohnen von Plantagen aus Panama und Venezuela kämen und seine Manufaktur diese verarbeiten würde, mache es nur Sinn, auf der „Grünen Woche“ zu sein. „Ich kenne die Betreiber persönlich. Die stellen für mich die Kakaobohnen zusammen, verschiffen sie nach Hamburg und dort hole ich sie ab.“ Die Erzeugnisse aus Panama seien auch „biokonform“, betont er.

Nachdem seine Firma im vergangenen Jahr die hauseigene Rösterei eröffnete, sah Deprie in der „Grünen Woche“ eine Chance, „die Vertriebsstrukturen weiter auszubauen“ und „mit möglichen Einkäufern von Fachgeschäften ins Gespräch zu kommen“. Der Chef habe schon mit vielen potenziellen Käufern geredet – darunter Abnehmer aus Leipzig und Berlin.

Für die restliche Woche hat Ulrich Deprie weiterhin hohe Erwartungen. „Ich denke, Anfang/Mitte der Woche müssen wir Nachschub an Schokolade und Pralinen liefern lassen. Wenn das so weitergeht, wird die Messe ein voller Erfolg.“ Die Schokoladerie De Prie startete 2005 mit zwei Mitarbeitern. Heute hat sie 25 und Läden in Güstrow, Stralsund, Kühlungsborn und Rostock.

Anh Tran

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