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Rostock Blick zurück: Hanse Sail ist schon immer ein Publikumsmagnet
Mecklenburg Rostock Blick zurück: Hanse Sail ist schon immer ein Publikumsmagnet
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10:59 12.08.2018
Hanseatische Hafentage 1991: Die Warnemünder Westmole, damals noch ohne Steinpackung, bot vielen, aber längst nicht allen Schiffe-Guckern Platz. Quelle: Foto: Oz/hartmut Klonowski
Rostock

Die Hanse Sail lockt an diesem Wochenende wieder Hunderttausende Besucher nach Rostock. Knapp 200 Schiffe sind dabei, außerdem gibt es wieder Jahrmarktstimmung mit zahlreichen Fahrgeschäften und Ständen.

Die erste Hanse Sail fand vom 22. bis 28. Juli 1991 statt. Damals lief die Veranstaltung noch unter dem Namen „Hanseatische Hafentage“ - und es waren schon mehr als eine Million Besucher dabei.

Die heutige Größenordnung des maritimen Großereignisses war bei der ersten Auflage, die vom 22. bis 28. Juli 1991 lief, noch nicht gegeben. Damals lief die Veranstaltung noch unter dem Namen „Hanseatische Hafentage“. Vor allem an der Anzahl der Schiffe zeigt sich, welche Entwicklung die Hanse Sail in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat. „Dokumentiert sind 36 Teilnehmerschiffe aus acht Nationen“, berichtet Britta Trapp vom Hanse-Sail-Büro.

Einige Schiffe, die damals schon dabei waren, sind auch heute noch regelmäßige Gäste in Rostock. Laut Britta Trapp waren zwei Schiffe bei bislang jeder Hanse Sail dabei: die „Stettin“ und die „Greif“. Bei der ersten Sail und auch in den Folgejahren nahezu immer dabei sind auch die „Albert Johannes“, die „Amphitrite“, die „Atlantic“ oder die „Fulvia“ gewesen.

Im Laufe der Jahre hat sich nicht nur bei der Anzahl der teilnehmenden Schiffe einiges getan, auch das restliche Programm wurde zunehmend erweitert. Eine große Rolle spielte dabei die Einbeziehung weiterer Außenstandorte. „Dadurch konnten viele weitere Programmpunkte etabliert werden“, erzählt Britta Trapp. Während sich im ersten Jahr noch alles auf den Stadthafen und Warnemünde konzentrierte, entwickelten sich bald auch andere Standorte zu beliebten Punkten. Dazu zählen das Gehlsdorfer Ufer, wo das Kanonierstreffen stattfindet, der Iga-Park mit der Mini-Sail und der Fracht- und Fischereihafen, wo viele Teilnehmerschiffe ihre Liegeplätze haben.

Auch Programmpunkte wie der Empfang der Botschafter oder der Marine waren im ersten Jahr noch nicht Teil der Veranstaltung, sondern entwickelten sich erst viele Jahre später zu festen Terminen am Rande der Hanse Sail.

Was 1991 genauso wie heute wichtig war: die musikalische Unterhaltung. Konzerte gehörten schon immer zur Hanse Sail dazu. So gaben im ersten Jahr „Boney M.“ ein Konzert, 1994 waren zum Beispiel die „Puhdys“ mit dabei.

Die Begeisterung für die Veranstaltung war am Anfang schon groß, hervorgerufen auch durch den Enthusiasmus nach der Wende. Die früheren Dokumente des Hanse-Sail-Büros belegen eine Besucherzahl von 1,2 Millionen. In den Jahren danach sei eine Besucherzahl von 500 000 angegeben, sagt Britta Trapp. Diese ist im Laufe der Jahre dann kontinuierlich gestiegen. In den vergangenen Jahren verzeichneten die Veranstalter immer rund eine Million Besucher aus ganz Deutschland. Eine vielversprechende Aussicht auch für die aktuelle Hanse Sail.

Ein völlig anderes Verkehrsaufkommen: 1991 gab es noch keine großflächigen Sperrungen

Zur Hanse Sail gehört auch ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept. Heute müssen Autofahrer die Innenstadt weit umfahren, die Landesstraße 22 ist nur eingeschränkt befahrbar.

Zu den Anfangszeiten der Veranstaltung war das noch nicht so. „Mir ist nicht bekannt, dass es in den Anfangsjahren der Hanse Sail Straßensperrungen gab. Zu der Zeit war das Verkehrsaufkommen ein völlig anderes“, sagt Britta Trapp vom Hanse-Sail-Büro. Sperrungen seien damals nicht nötig gewesen.

Christina Milbrandt