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Schüler entdecken andere Kulturen

Bad Doberan Schüler entdecken andere Kulturen

Aufenthalt in fremden Ländern / Kühlungsborner Schule hat jedes Jahr Austauschschüler

Bad Doberan. . Viele Jugendliche gehen eine Zeit lang ins Ausland, um eine neue Kultur zu entdecken oder ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Oftmals werden solche Austausche von den Schülern und deren Eltern oder mithilfe einer Austauschorganisation geplant – doch auch Schulen bieten Programme an.

„Einige unserer Schüler nehmen jedes Jahr am ,Brigitte Sauzay-Programm’ teil“, sagt etwa Hannelore Swierczynski, Koordinatorin des Gymnasialzweiges am Schulzentrum Kühlungsborn. Das Brigitte Sauzay-Programm ist ein sechsmonatiges Programm, bei dem deutsche Schüler drei Monate in Frankreich bei einer Gastfamilie verbringen. Im Gegenzug verbringt das gleichaltrige Kind der Gastfamilie ein Vierteljahr in Deutschland bei seinem Austauschpartner. „In diesem Jahr nehmen zwei Schülerinnen aus der neunten Klasse daran teil – die Franzosen kommen am 1. März“, so Swierczynski. Das Schulzentrum Kühlungsborn nehme oft auch ausländische Schüler aus anderen Ländern für unterschiedlich lange Zeiträume auf.

Die Professor-Franz-Bunke-Schule in Schwaan ist Teil eines EU-Projektes der baltischen Staaten. Innerhalb dieses Programms würde die Schule jährlich zehn bis zwölf Schüler der siebten bis neunten Klassen für eine Woche nach Dänemark schicken, sagt Leiter Ulrich Pabusch.

Weniger Nachfrage an Auslandsaufenthalten gibt es derzeit noch an der Regionalschule „Heinrich Schliemann“ in Neubukow. „Wir sind aber offen, sollte einer unserer Schüler von sich aus einen Austausch geplant haben“, sagt Schulleiterin Sabine Pakulat.

Sollten sich Schüler und Eltern für einen Austausch entscheiden, bewerben und informieren sie sich meist bei Austauschorganisationen, wie beispielsweise dem Rotary Club. Den Teilnehmern sei es möglich, drei Wunschländer anzugeben, sagt Andreas Krüger vom Rotary-Club Bad Doberan-Kühlungsborn. „Viele wollen nach Amerika – das lässt sich aber oft nicht so einfach realisieren.“ Häufig würden Teilnehmer nach Südamerika, Mexiko oder nach Australien reisen. Die jeweiligen Familien müssen für die gleiche Zeitspanne einen Schüler aus einem anderen Land aufnehmen.

Oftmals fahren die Schüler Anfang August los und kommen im Juli des folgenden Jahres zurück. In diesem Zeitraum ist der andere Austauschschüler eine Art „Ersatzkind“ für die beteiligte Familie. Der Schüler, der ins Ausland fährt, ist in den Augen des Rotary Clubs ein Landesbotschafter. Er vertritt sein Heimatland, kann demnach auch Auskünfte geben und es angemessen repräsentieren. Die Organisation kümmert sich um die Anmeldung und bietet zudem finanzielle Unterstützung in Form eines kleinen Taschengeldes.

Viele Schüler aus der Region könnten es sich vorstellen, einige Zeit von Familie, Freunden und dem gewohnten Umfeld weg zu sein, um eine fremde Kultur und eine Fremdsprache kennenzulernen. „Für mich wäre ein Austauschjahr in einem Land wie Großbritannien vorstellbar“, sagt etwa Ulrich Brümmer (17), der am Friderico-Francisceum in Bad Doberan Spanisch, Französisch und Englisch lernt.

Annika Kaminski fände einen Trip nach Afrika oder Südamerika gut. „Nach dem Abi könnte ich mir ein halbes Jahr Austausch vorstellen“, sagt die 17-jährige Gymnasiastin. Auch ihre Mitschülerin Femke Eiltes würde für ein Jahr ins Ausland gehen. Die Wahl der 16-Jährigen würde dabei auf Afrika oder Amerika fallen: „Dabei könnte ich meine Sprachkenntnisse erweitern, eine neue Kultur kennenlernen und neue Kontakte knüpfen.“

Marieke Grap

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