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Schüler jubeln: Unterricht im Container bald Vergangenheit

GÜSTROW Schüler jubeln: Unterricht im Container bald Vergangenheit

Die Regionalschule „Thomas Müntzer“ wird für 4,4 Millionen Euro saniert.

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Pauline Koch (12) und Maximilian Lange (11) werden noch in den Containern unterrichtet.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Der Unterricht in Containern in der Güstrower Regionalschule „Thomas Müntzer“ könnte bald ein Ende haben. Seit genau 20 Jahren stehen sie auf dem Schulgelände und dienen hauptsächlich dem Sprach- und Mathematikunterricht. Nun könnte ein Güstrower Architekturbüro bald mit der Planung für einen Neubau beginnen.

„Die Nutzung unserer bisherigen Containerräume wird mit jedem Schuljahr bedenklicher. Bauschäden müssen immer wieder behoben und zeitweise ganze Räume und auch Sanitäranlagen gesperrt werden“, so die Stellungnahme der Schulkonferenz im August. Daher ist es ein großes Anliegen, dass die Baumaßnahmen möglichst bald durchgeführt werden.

Die Regionalschule besteht gegenwärtig aus zwei Gebäuden, einem viergeschossigen Hauptgebäude in Ziegelbauweise in bis auf die Fenster und Sanitäranlagen unsaniertem Zustand und einem als Übergangslösung 1993 errichteten Container. Dieser soll wieder abgebaut werden. Dann ist ein Anbau an das vorhandene Gebäude geplant und auch die Sanierung des Bestandes. Jane Weber vom Stadtentwicklungsamt stellte die mögliche Erweiterung und Sanierung im Detail den Mitgliedern des Hauptausschusses vor. Einstimmig befürworteten sie das Konzept.

4,4 Millionen Euro soll das Bauprojekt kosten, zuzüglich der Kosten für die Außenanlagen und Fahrradstellplätze. Rund 1,7 Millionen Euro werden für den Neubau benötigt, weitere 1,9 Millionen Euro betragen die Sanierungsarbeiten am Haupthaus. Weiterhin müssen 700 000 Euro für die Außenanlagen und 50 000 Euro für Fahrradstellplätze bereitgestellt werden.

Schulleiterin Manuela Siegesmund (51) ist schon voller Vorfreude, dass auch endlich ihre Schule saniert werden soll. „Alle Lehrer und Schüler erhoffen sich durch das Projekt bessere Bedingungen. In der Stadt sind wir damit die letzte Schule, die nach der Wende saniert wird“, sagt sie. Als die Container zum Schuljahr 1993/94 aufgestellt wurden, war Manuela Siegesmund (51) noch Schulleiterin einer anderen Schule in Schwerin. „Nun kann ich aber erleben, wie sie ersetzt werden. Die Räume in den Containern sehen zwar besser aus, als es von außen den Anschein macht, dennoch sind sie nicht mehr zeitgemäß“, sagt sie.

Den Zuschlag für die Sanierung hat im Vorfeld das Güstrower Architekturbüro Henze bekommen. Ein Gremium aus Vertretern der Politik, Stadtverwaltung und der Schule hat alle Konzepte ausgewertet und sich schließlich für das Güstrower Büro entschieden. Auch die angrenzende Grundschule „Fritz Reuter“ und der Hort favorisierten den Entwurf. „Der Vorteil der Variante ist, dass der Anbau erfolgen kann, ohne dass der Schulbetrieb in Größenordnungen beeinträchtigt wird“, sagt Jane Weber.

Thomas-Müntzer-Schule
1980 wurde die Thomas- Müntzer-Schule in der Güstrower Wendenstraße eröffnet.

280 Schüler werden derzeit in der Müntzer-Schule von 25 Lehrern unterrichtet. Aufgeteilt wurden sie in 13 Regionalschulklassen und zwei Klassen „Produktives Lernen“.

4 Gebäude gehören zur Schule: ein Hauptgebäude mit Fachräumen, ein Nebengebäude mit zwölf Klassen- und Fachräumen, eine Sporthalle sowie ein Gebäude für die Schulsozialarbeit.

 

Mathias Otto

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