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Rostock Schüler tanzen Meeresverschmutzung
Mecklenburg Rostock Schüler tanzen Meeresverschmutzung
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00:00 31.08.2018
Kröpeliner Tor Vorstadt

Buch, Ballett und Bewegtbild: Auf kreative Art und Weise haben sich Schüler aus dem Norden Deutschlands mit der Frage beschäftigt, welche Probleme die Ostsee hat. Insgesamt 26 Beiträge sind für den Wettbewerb „Meine Ostsee 2020“ eingegangen. Im Rahmen des Ostseetages sind gestern in der Halle 602 am Stadthafen die Preise für die besten Ideen verliehen worden. Drei reguläre Preise gingen an Hanna Harting und Henrike Israel (Deutsch/polnisches Gymnasium Löcknitz) für ein Buch zum Thema Plastikmüll. Mit demselben Thema, allerdings in Form eines Films, beschäftigte sich auch die zweite Preisträgerin Lilly Nix.

Anna Neuschäfer (v.l.), Lydia Pommerenke und Anna Krüger und Lilith Michaelis (nicht im Bild) haben ein Balett choreografiert. Quelle: Fotos: Cora Meyer
„Ich bin ja eigentlich heimliche Meeresbiologin.“Tanja Jasper Urlauberin aus Frankfurt/Main
„Wir freuen uns immer über Freiwillige.“Timo Moritz Kurator Fische am Meeresmuseum

Ein weiterer Preis ging an eine Gruppe vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Dierkow. Anna Neuschäfer, Lydia Pommerenke, Anna Krüger und Lilith Michaelis haben eine Ballett-Choreografie entwickelt, in der sie die Verschmutzung des Meeres durch Plastik und Öl sowie die Überfischung tänzerisch darstellten. Die Mädchen haben dafür eigene Kostüme genäht und die Darbietung aus mehreren Perspektiven gefilmt. „Wir haben mehr als 40 Arbeitsstunden in das Projekt investiert“, sagt Anna Neuschäfer. „Es hat uns viel Spaß gemacht.“ Sie hätten sich im Unterricht mit dem Thema beschäftigt. Die Schülerinnen und ihre Klassenkameraden dürfen nun gemeinsam das Leibniz-Institut für Ostseeforschung besuchen. „Da bekommen sie dann eine spezielle Führung“, sagt Sven Hille, beim Institut für die Arbeit mit Schulen zuständig. „Es ist Wahnsinn, was die Schüler geleistet haben.“

Das Leibniz-Institut war auch mit einem Pavillon an der Kaikante vertreten. Dort informierten Juliane Gommelt und ihre Kollegen die Besucher unter anderem über die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik. Die Forscher arbeiten auch mit Schulen zusammen. „Die Schüler sind meistens geschockt, wo überall Mikroplastik drin ist.“

Neue Einsichten gewannen Interessierte auch am Stand des Meeresmuseums. Hier präsentierte Timo Moritz, Kurator für Fische, eine Methode, Fischstrukturen unterscheidlich einzufärben und so gewissermaßen durchsichtig zu machen. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt er. „Es ist schon toll, dass wir durch kreative Methoden immer neue Erkenntnisse gewinnen. Das macht schon Spaß“, betont er. Am Stand des Meeresmuseums konnten Besucher auch lebende Krebse beobachten. Und manchmal sogar streicheln. Das hat Tanja Jasper getan. „Das war sehr spannend“, sagt die Urlauberin aus Frankfurt am Main.

Auch den Stand des Thünen-Instituts für Ostseefischerei fand die Besucherin interessant. Uwe Krumme, stellvertretender Institutsleiter, und seine Mitarbeiter hatten Kisten mit verschiedenen Fischen aufgebaut und erklärten deren Eigenheiten. Zum Beispiel, dass sich eine Scholle glatt anfühlt und eine Flunder rau. Das überraschte auch Tanja Jasper. „Fühl doch mal“, sagt sie zu ihrem Mann.

Veranstaltungen wie der Ostseetag seien gut geeignet, um Menschen für das Thema zu interessieren, sagt Kurator Timo Moritz. „Ab und zu gewinnen wir so auch Freiwillige.“

Bei Schülern war der Pavillon, in dem die Kinder unter anderem eine präparierte Robbe streicheln konnten, beliebt. Dabei waren auch die Viertklässler der Grundschule Damgarten. Sie haben einen Trickfilm über die Nährstoffbelastung der Ostsee gedreht und dafür einen Sonderpreis erhalten. Den bekamen auch Schüler aus Altenkirchen, die regelmäßig am Strand Müll sammeln.

Cora Meyer

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