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Rostock Schulden halbiert und dennoch investiert
Mecklenburg Rostock Schulden halbiert und dennoch investiert
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00:05 02.02.2018
So soll das neue Mehrzweckhaus in Graal-Müritz künftig aussehen. Eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde in den Neubau. COMPUTERANIMATION: ARCHITEKT ANDREAS KRÜGER
Graal-Müritz

Der Pavillon an der Seebrücke hat bald ausgedient. „Wir bauen dort ein Mehrzweckgebäude mit Gästeinformation, öffentlichen Toiletten und Räumen für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft“, kündigt Bürgermeister Frank Giese an. „Wir warten dringend auf die Baugenehmigung dafür.“ Eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde Graal-Müritz in diesen prominent platzierten Bau, den das Architekturbüro Krüger aus Klein Kussewitz entworfen hat.

Neue Gästeinformation, Feuerwehranbau – Graal-Müritz hat auch 2018 viel vor

Ein weiteres großes Projekt ist die umfassende Sanierung der Kurstraße im Ostseeheilbad. 600000 Euro sind dafür vorgesehen. „Wir bewegen uns hier immer in sensibler Natur“, sagt Giese, „deshalb haben wir für unsere Baumaßnahmen stets einen großen Planungsvorlauf“. Die Straßensanierung wurde 2017 geplant, in diesem Jahr beginnt die Umsetzung. Auch der Anbau am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr mit neuen Umkleide- und Sanitärräumen wird 2018 in Angriff genommen.

„Wir stemmen das alles aus eigener Liquidität“, betont der Bürgermeister, „ohne Kredite, aber mit Förderung, wenn möglich.“ Seit seinem Amtsantritt 1997 arbeitet Giese mit seiner Gemeindevertretung an der Entschuldung. „Wir haben vor 20 Jahren mit 16 Millionen Euro Schulden begonnen und haben diese nun halbiert auf rund 8,5 Millionen“, berichtet er stolz. Die Gemeinde sei von der Bevölkerungszahl her mit rund 4200 Einwohnern stabil.

„Wir haben keinen Platz für neue Wohngebiete“, sagt Giese. Im Bereich „Müritz Mitte“ werde es eine private Wohnerschließung geben. Die Gemeinde hat hier die Häusergröße auf maximal zwei Wohneinheiten begrenzt. „Wir können und wollen nicht wie andere Landgemeinden expandieren, haben gar kein Bauland dafür“, betont der Bürgermeister. Dennoch sei auch in Graal-Müritz Bedarf an bezahlbarem Wohnraum da, vor allem für Beschäftigte in Tourismus- und Gesundheitssektor. Die Gemeinde hat mehr als 200 Wohnungen im Eigenbestand. „Und keinen Leerstand“, unterstreicht Giese. Auch bei den derzeit 8500 Gästebetten soll es bleiben. „Wir streben keine Erhöhung der Kapazitäten an“, so Giese.

Landesweit rangiere Graal-Müritz bei den Übernachtungen auf Platz fünf hinter den Kaiserbädern (Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf Usedom), Binz auf Rügen, Kühlungsborn und Warnemünde. „Bei den Kapazitäten liegen wir auf Platz elf und bei der Auslastung auf einem Spitzenplatz“, sagt Giese: „Das ist für uns Nachhaltigkeit.“

Auch der verregnete Sommer im vergangenen Jahr habe dem Tourismus im Ostseeheilbad offensichtlich nicht geschadet. „Wir haben mehr Kurtaxe eingenommen als 2016“, berichtet das Gemeindeoberhaupt. Er glaube nicht, dass die Zuwächse auf einer „plötzlich exorbitant gestiegenen Kurtaxehrlichkeit beruhen“. Für den Bürgermeister haben die letzten Monate seiner Amtszeit begonnen, die am 15. Oktober endet. Zur Wahl am 22. April wird der 58-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten.

Doris Deutsch

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