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Rostock Schulweg in Südstadt: Ab Herbst sind Kinder hier sicher
Mecklenburg Rostock Schulweg in Südstadt: Ab Herbst sind Kinder hier sicher
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00:06 05.03.2018

Die Stadt entschärft den wohl gefährlichsten Schulweg Rostocks – die Josef-Herzfeld-Straße. Hier müssen Kinder auf der Straße laufen, wenn sie von der Gagarin-Schule zum Hort in der Kita Rappelkiste wollen. Sobald ein Auto kommt, wird's eng und die Kids müssen auf die Grünflächen ausweichen. Das wird sich ändern: Im nächsten Schuljahr sollen Kinder auf einem neuen Gehweg sicher von A nach B kommen können. Ende des Sommers wird in der Herzfeld-Straße gebaut. Dafür haben Eltern und der Ortsbeirat Südstadt lange kämpfen müssen. Immer wieder hatten sie die Stadt auf die Gefahren hingewiesen.

Dabei müssten Kinder hier eigentlich risikofrei unterwegs sein können. Die nur 350 Meter lange Strecke zwischen Brahe- und Joachim-Jungius-Straße darf nämlich nur in eine Richtung und ausschließlich von Anliegern befahren werden. Die Straße ist sogar extra als Fußgängerweg ausgewiesen. Doch an Regeln hält sich hier kaum einer. Viele Eltern nutzen die schmale Spur, um ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Dabei fahren sie oft schneller als Schrittgeschwindigkeit. Kaum verwunderlich: Im Wirrwarr zahlreicher Verkehrsschilder verliert man leicht den Überblick darüber, was erlaubt ist und was nicht. „Es ist pures Glück, dass noch keinem Kind etwas passiert ist“, sagt die Beiratsvorsitzende Kristin Schröder (Linke). Drei auf der Strecke verteilte Aufpflasterungen – jede Bodenwelle sechs Zentimeter hoch – sollen ab Herbst Raser ausbremsen. Der neue Gehweg werde 2,55 Meter breit sein und rechtsseitig von der Brahestraße bis zur Schulzufahrt verlaufen, schildert Robert Fröhlich vom Amt für Verkehrsanlagen. Klappe alles wie geplant, soll im August oder September mit den Bauarbeiten begonnen werden. Jedoch: Mitte August werden die neuen Erstklässler eingeschult. Das bereitet der Schulleitung Sorgen. Fröhlich sieht da kaum Probleme. Die Arbeiten würden etwa vier Wochen dauern, mit großen Einschränkungen rechne er nicht. Dennoch nimmt er die Anregung des Ortsbeirates mit, zu prüfen, ob sich das Vorhaben in die Sommerferien vorverlegen lasse. Kristin Schröder ist froh, dass die Stadt überhaupt etwas unternimmt. „Endlich. Das Thema begleitet uns seit Jahren.“ 200000 Euro will die Stadt für die Entschärfung der Herzfeld-Straße investieren, prüft jedoch gerade, ob sich ein Teil der Summe auf Anlieger umlegen lässt.

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