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Rostock Seemannslieder sind beliebt
Mecklenburg Rostock Seemannslieder sind beliebt
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00:11 08.05.2018
Die Klaashahns kommen mit ihren Liedern weit im Land herum. Hier singen sie in Heringsdorf. Quelle: Foto: Karl Rothe
Warnemünde

Mit traditioneller maritimer Musik liegen die Klaashahns genau im Trend. „Wir können die Nachfrage nach unseren Auftritten kaum decken“, sagt Uwe Radtke, Vorsitzender des Shanty-Chores. Damit das so bleibt hat der Verein einen neuen Mann für die Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Das Amt hat jetzt Karl Rothe von Klaus-Peter Augsten übernommen. Der 71-jährige aus Groß Klein stammt aus Schwarzenberg im Erzgebirge und hat bei der Marine gedient. „Mit Musik hatte ich allerdings auch schon in Schwarzenberg zu tun“, erzählt er, dort war er im Kirchenchor und im Posaunenchor. Bei der Marine entdeckte er seine Liebe zu Shanties und seit drei Jahren gehört Karl Rothe nun zu den Klaashahns. Ebenso wie Vorsitzender Uwe Radtke ist er davon überzeugt, „dass sich der Chor nach außen präsentieren muss“. „Denn wir gehören mit unseren Vereinsalter von 54 Jahren zu den ältesten Shanty-Chören in Norddeutschland.

Der Shanty-Chor De Klaashahns hatte viele Auftritte / Neuer Mann für die Öffentlichkeitsarbeit

Auch aus diesem Grund bleiben sie wohl bei ihren bisherigen Grundsätzen: „Wir singen so, wie es traditionell ist“, sagt Radtke, der durchaus sieht, dass die Arbeitslieder der Seeleute nun beispielsweise durch Gruppen wie Santiano einen Aufschwung in der Hörergunst erfahren. „Aber wir liegen richtig“, sagt Radtke, „wir sprechen eine bestimmte Altersgruppe an, die unsere Interpretationen hören wollen. „Im vergangenen Jahr hatten die Klaashahns 70 Veranstaltungen zu bestreiten. „Nachdem wir unseren Internetauftritt aufgebaut haben“, so Radtke weiter, „bekommen wir Anfragen aus der gesamten Bundesrepublik.“

In einer Vielzahl der Anfragen sind es Unternehmen, die norddeutsche Traditionsmelodie für die Umrahmung ihrer Veranstaltungen in der Region suchen. „Diese Unternehmen kommen aus Frankfurt, Berlin, Leipzig und aus München“, fügt Radtke hinzu: „Die meisten Auftritte haben wird im Teepott, in der Yachthafenresidenz und im Hotel Neptun.“

Allerdings haben die Klaashahns nicht nur rund um den Kirchturm gesungen, sondern waren auch im vergangenen Jahr in Prag beim Internationalen Shanty-Chor-Festival. „Und da waren wir die einzigen Vertreter aus der Bundesrepublik Deutschland“, sagt Uwe Radtke. Ein weiterer Höhepunkt für die 39 Mitglieder, davon sind 33 aktive Sänger, waren Fernsehnaufnahmen mit Stefanie Hertel für deren MDR-Sendung „Meine Ostsee“, berichtet Uwe Radtke. „Diese Sendung war ein Supererfolg“, so der Vereinsvorsitzende, „damit sind Warnemünde und die Region noch einmal bekannter geworden.“Anschließend habe es Nachfragen von Zuschauern gegeben. „Sie wollten unsere Mützen kaufen“, so Radtke, auch hier zählt offenbar noch Tradition.

Voller Terminplan

Die nächsten Auftritte der Klaashahns reihen sich jetzt wieder aneinander. So werden die Shantysänger am 38. Internationalen Hansetag beteiligt sein und am Festumzug teilnehmen. Auch die Warnemünder Woche werden die Klaashahns wieder musikalisch begleiten. Am 14. Juli wird das Shantysingen am Warnemünder Leuchtturm stattfinden. Sein Kommen hat der Chor auch zur Feier des 120-jährigen Leuchtturm-Bestehens avisiert. Danach geht es dann zur Hanse Sail

Michael Schißler

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