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Rostock Seenotretter gewinnen junge Freunde
Mecklenburg Rostock Seenotretter gewinnen junge Freunde
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00:55 19.04.2018
Steffen Fleischer, die Schüler Maximilian Zitzow und Justin-Kay Böhme, Jörg Westphal, die Schülerin Sophie Petermann und Lutz Müller (v. l.) nach dem Abschlussgespräch zur Aktion „Klasse Seenotretter.“ Quelle: Foto: Michael Schissler
Warnemünde

Gestern haben die Schüler der Lichtenhäger Nordlicht-Schule im Rahmen eines Projekttags im Seebad Warnemünde ihre Aktion „Klasse Seenotretter“ beendet. Die drei fünften Klassen besuchten nicht nur den Leuchtturm, sondern auch das Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und den Rettungskreuzer Arkona. Bei der Aktion „Klasse Seenotretter“, die in Zusammenarbeit mit der DGzRS realisiert wurde, ging es einerseits darum, die Rettungsorganisation genauer kennenzulernen und gleichzeitig Spenden für die Seenotretter einzusammeln.

„Das ist den Schüler auch gut gelungen“, sagte Angela Daevers, stellvertretende Schulleiterin. Die Kinder kamen mit verschiedenen Aktionen auf einen Spendesumme von 1511 Euro, die jetzt der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger übergeben wurde. „Das Geld ist bei einem Spendenlauf, bei einem Kuchenbasar und bei der Berufsmesse, die regelmäßig in der Nordlichtschule stattfindet, zusammengekommen“, erläuterte die stellvertredende Schulleiterin: „Einnahmen haben wir auch mit der Verkauf der DGzRS-Shirts erzielen können.“

„Mit dem Geld werden wir einen Überlebensanzug kaufen“, kündigte Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums, an. „Etwa 400 Euro werden aber noch verbleiben, für die wir ein anderes Ausrüstungsstück anschaffen werden“, sagte der Chef des Informationszentrums.

Allerdings ist es nicht nur so, dass die Seenotretter jetzt eine Spende bekommen, sie haben während der Zeit der Aktion „Klasse Seenotretter“ die Kinder detailliert über die Organisation und über deren Arbeit informiert. „Wir haben die Kinder beispielsweise zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen“, erinnerte Westphal, „Schüler waren zum Beispiel bei der Kiellegung eines Rettungsbootes auf der Tamsen-Werft dabei und bei der Taufe des Rettungsbootes für die Station Damp.“

Am gestrigen letzten Tag der Aktion hatten Schüler gegenüber Westphal bedauert, dass „Klasse Seenotretter“ jetzt beendet sei. „Aber das ist nicht endgültig“, versicherte der Leiter des Informationszentrums: „Wir werden unser Informationsmaterial und die Ausstellungsstücke nicht gleich wieder aus der Schule abholen.“ Ganz im Gegenteil, die Zusammenarbeit soll aufrecht erhalten werden. „Ich habe mit den Lehrern überlegt, wie man die Arbeit der Seenotretter in verschiedene Schulfächer integrieren kann“, berichtete Westphal: „Es geht bei allen, mit Ausnahme von Biologie und Chemie.“

Begrüßt wurde das von den beiden Lehrern der Nordlichtschule, Lutz Müller und Steffen Fleischer, die sich dafür eingesetzt hatten, dass die „Klasse Seenotretter“auch nach Rostock kommt. Offenbar zu recht. „Viele in der neunten Klassen kannten uns gar nicht“, sagte Jörg Westphal, der sich gleichzeitig für das Engagement der Lehrer bedankte. „Wir wollen den Kontakt nicht abreißen lassen“, versprach Lutz Müller, und sein Kollege Fleischer sieht das ebenso: „Die Besuche bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sollen bei den fünften Klassen fester Bestandteil ihres Projekttags werden.“

Angela Daevers registrierte bei ihren Schülern ein wachsendes Interesse an den Seenotrettern und ihrer Arbeit: „Für Schüler ist es immer gut, wenn sie bei ihren Projekten etwas Konkretes vorfinden“ – in diesem Fall so gar direkt vor ihrer eigenen Schultür.

Michael Schißler

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