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Rostock Siegmann-Medaille an Kunsthalle Rostock verliehen
Mecklenburg Rostock Siegmann-Medaille an Kunsthalle Rostock verliehen
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21:04 06.11.2018
Yvette Hartmann (l.), Vorstandschefin der Rostocker Straßenbahn AG und stellvertretende Vorsitzende der Richard-Siegmann-Stiftung, hat gemeinsam mit Viola von Oeynhausen die Medaille an Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann überreicht. Quelle: André Wornowski
Rostock

Die Kunsthalle Rostock hat am Dienstag die Richard-Siegmann-Medaille verliehen bekommen. Vor rund 80 Gästen in der Toitenwinkler Jugend- und Begegnungsstätte „Fischkutter“ nahm Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann die Auszeichnung entgegen. „Ich bin sehr, sehr stolz“, sagte Neumann und bedankte sich bei allen Unterstützern. Auch blickte er auf eine unruhige Vergangenheit zurück. „Die Kunsthalle sollte wirklich mal geschlossen werden. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.“ Längst wirke die Kunsthalle nun wieder in die Stadtgesellschaft hinein. „Dass das geklappt hat, ist schon ein Wunder“, so Neumann.

„Die Kunsthalle Rostock ist ein sehr einladender und lebendiger Ort geworden“, betonte Viola von Oeynhausen, Vorsitzende des Kuratoriums der Richard-Siegmann-Stiftung, bei der Medaillenvergabe. Durch ihre Ausstellungen, museumspädagogischen Angebote und interdisziplinären Veranstaltungen mache die Kunsthalle das kulturelle Erbe der Stadt erlebbar. „Und trägt dies auch über die Grenzen Rostocks hinaus“, so von Oeynhausen.

Die Kunsthalle Rostock wurde 1969 als erster und einziger Museumsneubau der DDR eröffnet. Nach der Wende sei es jedoch lange nicht gelungen, diesen Ort auch zu einem kulturellen Mittelpunkt aller Rostocker zu entwickeln. Das ist erst in den vergangen Jahren gelungen: „Erfolgreiche Formate wie ,Rostock Kreativ’, ,Brainpainting’, regelmäßige Ausstellungen zur Kunst der DDR, aber auch zu national und international bekannten Künstlern sprechen inzwischen die unterschiedlichsten Besuchergruppen an“, sagt von Oeynhausen.

Die Richard-Siegmann-Stiftung hat die gleichnamige Medaille in diesem Jahr bereits zum vierzehnten Mal vergeben. Der Preis soll Gemeinsinn, Weltoffenheit und Demokratie fördern. Aufgrund des Stadtjubiläums stand diesmal die Geschichte Rostocks im Mittelpunkt: „Was nehmen wir aus der Vergangenheit mit? Woran wollen, woran müssen wir uns erinnern? Und was machen wir daraus für die Zukunft?“, lauteten die Leitfragen.

Neben der mit 3000 Euro dotierten Richard-Siegmann-Medaille vergab die Stiftung drei Förderpreise. Der erste Förderpreis ging an den „Arbeitskreis Hochseefischerei Rostock“, der sich insbesondere der Traditionspflege und Sammlung der materiellen, kulturellen und ideellen Werte der Hochseefischerei und des Fischkombinates Rostock als eine Säule des maritimen Erbes verschrieben hat.

Den zweiten Förderpreis erhielt der Rostocker Gerhard Weber: Durch seine Leidenschaft für die Fotografie stehen der Hansestadt unzählige Bilder historischer Werke und Begebenheiten zur Verfügung. Ein dritter Förderpreis konnte in diesem Jahr an Dr. Ulf Kringel vergeben werden: Als interessierter und engagierter Bürger spürt er Gemälde mit lokalem Bezug auf, um sie der Öffentlichkeit wieder bekannt zu machen.

Die Förderpreise sind jeweils mit 500 Euro dotiert.

André Wornowski

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