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Sievershäger SV bejubelt Kreispokalsieg

Rostock/Bernitt Sievershäger SV bejubelt Kreispokalsieg

Die Rand-Rostocker gewinnen das Endspiel in Bernitt gegen den Güstrower SC II mit 3:1 / Kevin Zeller kommt frisch aus dem Urlaub und erzielt alle drei Tore für den SSV

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Ausgelassene Freude: Die Kicker des Sievershäger SV bejubeln den Kreispokalsieg .

Quelle: Johannes Weber

Rostock/Bernitt. Kevin Zeller war am Sonnabend der gefeierte Mann. Der Außenbahnspieler schoss den Sievershäger SV im Alleingang zum Gewinn des Kreispokals Warnow. Dank seiner drei Tore siegten die Rand-Rostocker im Finale vor 266 Zuschauern auf dem Sportplatz in Bernitt gegen den Güstrower SC II mit 3:1 (1:1). „Das ist unbeschreiblich, ein super Gefühl! Wer weiß, wie oft ich überhaupt noch die Gelegenheit bekomme, ein Pokalfinale zu bestreiten“ jubelte Matchwinner Zeller.

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Die Rand-Rostocker gewinnen das Endspiel in Bernitt gegen den Güstrower SC II mit 3:1 / Kevin Zeller kommt frisch aus dem Urlaub und erzielt alle drei Tore für den SSV

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Sievershäger SV: O. Schoder – Arndt (85. Biemann), Bamm (76. Westburg), Kuchel, Wahl – Ruth, Langer, Kords, Zeller – Kunstmann – Schwemer (80. Seebruch).

Tore: 0:1 Tamoyan (11.), 1:1, 2:1, 3:1 Zeller (23., 53., 76.).

Schiedsrichter: Felix Rosentreter (Rostock). Zuschauer: 266.

Der 28-Jährige war am Tag des Endspiels gerade von einer einwöchigen Schiffskreuzfahrt zurückgekehrt. „Ich bin erst am Vormittag wieder in Rostock angekommen, habe kurz meine Sachen gepackt und bin dann direkt zu unserem Spiel gefahren“, berichtet Zeller. Zeit zum Durchatmen blieb somit nicht. „Ich habe vorher auf dem Schiff noch ein paar Stunden geschlafen, von daher war ich fit genug für die Partie“, so Zeller.

Doch für den dreifachen Torschützen und den Sievershäger SV begann das Finale denkbar ungünstig. Nach elf Minuten lagen die Rand-Rostocker mit 0:1 im Hintertreffen. „Die ersten Minuten fanden wir überhaupt nicht ins Spiel hinein. Nach dem Gegentor steigerten wir uns", meinte SSV-Verteidiger Paul Kuchel.

In der Folge kam Sievershagen durch den Kopfball von Zeller (23.) zum Ausgleich. Der Flügelspieler war es auch, der in der zweiten Hälfte mit zwei weiteren Toren den 3:1-Endstand besorgte. „Der Gegentreffer war wie ein Weckruf, danach haben wir alles reingehauen und das Spiel zum Glück gedreht“, freute sich Zeller.

Während seines Urlaub war der Fan des FC Hansa Rostock nicht untätig und hielt sich fit. „Ich war ein bisschen laufen und schwimmen“, erzählt Zeller, der während seiner Kreuzfahrt unter anderem die Häfen von Southhampton (England), Brügge (Belgien) und Rotterdam (Niederlande) ansteuerte.

In der neuen Saison will der Blondschopf mit Sievershagen den Kurs Richtung Landesklasse einschlagen. Der SSV schloss die Spielzeit in der Kreisoberliga Warnow Staffel I auf dem dritten Rang ab, mit 16 Punkten Rückstand zu Aufsteiger Mulsower SV. „Leider hat es in dieser Saison nicht geklappt. Im nächsten Jahr wollen wir einen neuen Anlauf starten“, sagte Zeller, der bei seiner vorherigen Station VfL Blau-Weiß Neukloster bereits Erfahrungen auf Landesebene sammelte. „Wir wollen in der kommenden Saison neu angreifen und um die oberen Tabellenränge mitspielen“, betonte auch Henry Krause.

Der Vereinspräsident war von dem Auftritt der Sievershäger im Endspiel angetan: „Das Team hat über weite Strecken eine starke Partie gemacht und den Gegner gut im Griff gehabt. Wir haben verdient gewonnen.“

Durch den Pokalsieg darf der SSV in der neuen Saison an der ersten Runde des Landesklassen-Pokals West teilnehmen.

Der Großteil des Teams wird zusammenbleiben. Allerdings gibt es Änderungen im Trainerstab. Für den bisherigen Coach Michael Noffz war das Pokalfinale das letzte Spiel. Er wird aufhören und übergibt sein Amt an Co-Trainer Hendrik Wordell. „Der Abschied fällt mir unheimlich schwer. Die Mannschaft, die im nächsten Jahr unbedingt in die Landesklasse will, braucht einen Trainer der immer da ist. Das kann ich aus beruflichen Gründen leider nicht mehr realisieren“, erklärte Noffz.

Unterdessen gewann der SV Hafen Rostock II am Freitag das Kreispokalfinale der Frauen. Der Traditionsklub setzte sich auf dem Sportplatz am Bornkoppelweg vor 120 Zuschauern in Broderstorf mit 5:2 (2:1) gegen den heimischen SV Pastow durch. Für den SVH trafen Jenny Kretzschmar, Mariana Suche (je zwei) und Kim-Laura Hinrichs. Lea Koppert und Britt Kleinert waren für Pastow erfolgreich.

Johannes Weber

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