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Sitzbank mit Pfiff steht im Hamburger Museum

Reutershagen Sitzbank mit Pfiff steht im Hamburger Museum

Zum ersten Mal nahmen vier Tischlerlehrlinge aus Rostock am Nachwuchswettbewerb „Holz bewegt“ teil.

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Jakob Schützel (v.l.), Alexander Wiechmann, Lehrer Frank Sonnenschein, Luise Klünder und Pierre Leyh in der Werkstatt.

Quelle: Tracy Sawallich

Reutershagen. „Eine Sitzbank, die durch ihre Flexibilität Platz schafft, anstatt ihn zu nehmen — das war unsere Grundidee“, sagt Luise Klünder (22). Mit ihren Klassenkameraden Alexander Wiechmann (29), Jakob Schützel (20) und Pierre Leyh (25) hat sie am 3. Norddeutschen Nachwuchswettbewerb Raum-Möbel-Interieur teilgenommen. „Unsere vier Lehrlinge sind die ersten und einzigen aus Mecklenburg-Vorpommern, die dort je teilgenommen haben“, sagt Lehrer Frank Sonnenschein (45) stolz.

Vor einem Jahr erfuhr Sonnenschein von dem Wettbewerb und stellte ihn sofort seinen Schülern an der Beruflichen Schule Technik in Rostock vor. „Die Herausforderung, etwas qualitativ Hochwertiges in kurzer Zeit zu bauen, hat mich gereizt“, so Pierre Leyh. Von der theoretischen Planung bis zur Produktion musste alles bedacht werden: „So ein Wettbewerb ist super — endlich können die Lehrlinge die ganze Schultheorie praktisch realisieren“, sagt Sonnenschein.

Viel Arbeit und Herzblut steckt in ihrer Sitzbank: „Für die Vorbereitung und Herstellung unseres Stückes ging eigentlich unsere komplette Freizeit drauf. Nach der Arbeit, an den Wochenenden — in den letzten drei Monaten haben wir fast täglich daran gearbeitet“, sagt Jakob Schützel. Oft ging bei der Herstellung auch was schief. „Die Rundungen haben uns verzweifeln lassen, aber dank Herrn Sonnenschein, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand, konnten wir die Sitzbank fertigstellen“, sagt Alexander Wiechmann. „Beweeglich sitten“ nennen sie ihr Stück. Warum auf Plattdeutsch? „Na, weil das ja von hier oben ist“, sagt Wiechmann und lacht.

Alle zwei Jahre findet der Nachwuchswettbewerb statt. Tischler, Lehrlinge, Holzgestalter und Designer aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen können daran teilnehmen. Dieses Jahr lautete das Motto „Holz bewegt“. Das Thema war frei interpretierbar, so war vom Salatbesteck bis zum Holzfahrrad alles dabei. Die vier Lehrlinge aus Rostock gewannen zwar nicht, sind aber stolz, dass ihr Werkstück mit all denen der anderen Teilnehmer vom 5. April bis 2. Juni im Museum der Arbeit in Hamburg ausgestellt ist. Tracy Sawallich

OZ

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