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Rostock Soldaten feiern Steinhoffs 100. Geburtstag
Mecklenburg Rostock Soldaten feiern Steinhoffs 100. Geburtstag
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03:45 04.09.2013
Jürgen Schumann , stellvertretender Kommandeur, mit den Ehrengästen Renate und Wolf-Dieter Steinhoff (v. l.). Fotos (2): Mathias Otto
Laage

Am 15. September wäre Johannes Steinhoff 100 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren veranstaltete das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ gestern eine Gedenkfeier. Der Mann war zu Lebzeiten Jagdflieger der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg und später General der Bundeswehr. Steinhoff beteiligte sich zum Ende Krieges an der „Meuterei der Jagdflieger“, die den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, absetzen wollten. Über seine Rolle der Verschwörung gibt es verschiedene Wertungen.

Am 18. September 1997, drei Jahre nach seinem Tod, erhielt das Jagdgeschwader 73 in Laage den Beinamen Steinhoff. Vor rund 500 Soldaten und im Beisein von Steinhoffs Sohn Wolf-Dieter und seiner Frau Renate schilderte gestern Generalleutnant Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe, das Leben des Mannes. „Es scheint mir die richtige Entscheidung gewesen zu sein, dieses besondere Jubiläum in Laage auszutragen“, so Müllner.

Er berichtete von den militärischen Anfängen Steinhoffs als Jagdflieger, der nach alliierten Beschüssen zwölf Mal notlanden musste. 1955 trat er in die Bundeswehr ein. Bereits fünf Jahre später wurde er als Brigadegeneral deutscher militärischer Bevollmächtigter im Nato-Militärausschuss in Washington. 1966 wurde er zum Inspekteur der Luftwaffe ernannt. Zum Abschluss und Höhepunkt seiner Karriere führte er den Vorsitz des Nato-Militärausschusses.

„Sie können mit Recht stolz darauf sein, dass Ihr Geschwader den Namen eines so bedeutenden Mannes trägt, dessen Engagement für die Anerkennung einer Bundeswehr beigetragen hat. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie seinen Namen mit Würde behandeln“, sagt Müllner. Wolf-Dieter Steinhoff ließ sich die Gedenkfeier in Laage nicht entgehen. „Dankbar hat meine Familie besonders in den letzten Jahren viel über die militärischen Leistungen meines Vaters erfahren können.“

Mathias Otto

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