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Rostock Sommerkomödie im Zarnewanzer Stalltheater
Mecklenburg Rostock Sommerkomödie im Zarnewanzer Stalltheater
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00:05 08.06.2017
Haben Spaß bei den Proben: Die Akteure (v.l.) Steffi Voß (liegend), Ramona Herrmann, Judith Altenburg, Hugo (Skelett), Dagmar Müller, Kirsten Mauch und Henry Mauch. Am Freitag ist Premiere für das neue Stück. Quelle: Foto: Matthias Herrmann
Zarnewanz

. „Kommt ein Mann zum Arzt . . .“ – nein, so platt wie diese abgedroschenen Witze wird das diesjährige Sommerstück im Zarnewanzer Stalltheater sicher nicht. Aber auch die Komödie „Pillen, Pendel und Patienten“ spielt in einer Arztpraxis. Das zwölfköpfige Ensemble probt seit drei Monaten eifrig dafür, damit die drei Aufführungen an diesem Freitag und Sonnabend zum Schenkelklopfer und nicht zur Lachnummer werden.

„Pillen, Pendel und Patienten“ wird drei Mal gezeigt / Auftakt zum Parkfest

Zur Geschichte: Der Arzt im Stück ist ein schlechtgelaunter Macho-Typ, der sich mit seiner Frau verkracht hat. Um die Ehe der beiden zu retten, heckt deren Tochter gemeinsam mit der Arzthelferin einen raffinierten Plan aus. Zwei Stunden lang gehen die Irrungen und Wirrungen in drei Akten über die Bühne des Stalltheaters. Ob am Ende alles gut wird, kann an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden.

„Wir haben das Stück gezielt ausgesucht, so dass es zu uns passt“, sagt Initiator Matthias Herrmann. Alle zwölf Mitglieder der Laienspielgruppe konnten darin eine Rolle übernehmen. „Schon beim ersten Lesen haben wir uns schlapp gelacht“, verrät Herrmann. Geschrieben hat das kleine Theaterstück die Autorin Christa Bitzer.

Zunächst wurde noch unregelmäßig geprobt, doch je näher die Premiere rückte, desto häufiger traf sich die Truppe – am Ende zwei bis drei Mal pro Woche.

Alle unter einen Hut zu bekommen, sei gar nicht so einfach, betont Herrmann: „Alle Mitglieder sind berufstätig oder studieren. Manche reisen jedes Mal aus Schwerin an. Es muss einfach passen mit Beruf und Familie.“

Dabei ist das Zarnewanzer Theater fast so etwas wie ein Familienunternehmen: Die Familie Mauch etwa ist mit Vater, Mutter und Sohn sowie mit dessen Verlobter dabei. Auch die Ehefrau von Theater-Begründer Herrmann ist mit an Bord. Theatererfahrung hatte vor dem Engagement im Stalltheater keiner: „Aber die meisten sind auch Mitglied im Karnevalsverein, so dass wir es gewohnt sind, im Rampenlicht zu stehen“, erklärt Herrmann. Bis zu 190 Besucher hatten frühere Aufführungen bereits. „Aber wir sind auch schon mit 150 Gästen zufrieden“, sagt Herrmann.

Der Eintritt kostet fünf Euro. Die Einnahmen werden gebraucht für Saalmiete, Bühnentechnik, die anschließende Reinigung und nicht zuletzt für neue Stücke, für die das Ensemble die Texthefte kaufen muss. „Sollte danach noch etwas übrig sein, gehen wir vielleicht mal gemeinsam essen“, sagt Herrmann. Die Saalmiete muss nur für die Aufführungen im Kulturhaus bezahlt werden, für die Proben in dem ehemaligen Pferdestall des Zarnewanzer Gutes berechnet die Gemeinde nichts. „Wir bekommen gute Unterstützung aus dem Dorf“, freut sich Herrmann, „auch beim Aufbau der Bühne finden sich immer helfende Hände.“

Die drei Aufführungen am Freitagabend sowie Samstagnachmittag und Samstagabend bilden den Auftakt zum Zarnewanzer Parkfest, das wiederum am Sonntag unter anderem mit Oldtimer-Parade, Kindersportfest und Tombola aufwartet.

Im kommenden Jahr dann begleitet das Theater die Feierlichkeiten zum 750-jährigen Bestehen von Zarnewanz. „Dazu würden wir gerne ein Stück mit lokalem Bezug aufführen“, sagt Herrmann.

Erste Ideen, historische Episoden aus dem Leben im Zarnewanzer Gutshaus zu verarbeiten, gebe es schon. Bis dahin würde sich Theater-Gründer Herrmann über neue Mitglieder freuen: „Einige der jüngeren Schauspieler haben künftig nicht mehr so viel Zeit.“ Laien, die Spaß am Spiel haben, seien daher herzlich willkommen.

Zarnewanzer Stalltheater: Kulturhaus Zarnewanz, Freitag 20 Uhr, Sonnabend 15 und 20 Uhr, Abendkasse, Eintritt 5 Euro

Zarnewanz

Das Dorf Zarnewanz gehört zur Gemeinde Tessin und hat knapp 400 Einwohner. Zarnewanz wurde erstmals 1268 urkundlich erwähnt und hatte früher den wendischen Namen Zarnivas (Schwarzbart). Es gehörte damals Georg von York und dann dem Kloster Doberan. Ab 1518 war es ein Nebengut von Stormstorf.

Die Familie von der Lühe verlegte 1748 ihren Wohnsitz nach Zarnewanz, das damit Hauptgut wurde. Später übernahm die Familie von Bassewitz das Gut, die es 1928 verkaufte. Im kommenden Jahr feiert das Dorf 750-jähriges Jubiläum.

Axel Büssem

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