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Rostock Spende bringt Clowns zum Lachen
Mecklenburg Rostock Spende bringt Clowns zum Lachen
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00:00 21.03.2013
Die Klinikclowns Karotta (l.) und Pauli von den Rostocker „Rotznasen“ freuten sich sichtlich über die Spende für ihren Verein. Quelle: Karsten Wilke
Stadtmitte

10 000 Euro hat die Hanseatische Bürgerstiftung gestern an zwölf Rostocker Projekte übergeben. Mit den Zinsen aus dem Stiftungskapital werden seit 2005 kulturelle und soziale Einrichtungen unterstützt.

So erhielten zum inzwischen achten Stiftungstag beispielsweise die Klinikclowns von den „Rotznasen“ Geld, um eine Clown-Konferenz in der Hansestadt abhalten zu können. Der Malteser Hilfsdienst Rostock bekam Geld, um seine Hunde für den Besuchs- und Begleitdienst ausbilden zu können. Eine musikalische Familie erhielt Unterstützung für eine Konzertreise der hoch begabten Kinder. Und die Grundschule Schmarl erhielt Geld, um Tablet-Computer für Kinder mit Leserechtschreibschwäche anzuschaffen. „Wir wollen uns gerade um die Grundschulen in Rostock kümmern“, sagte der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Grieger. Besonders das in dieser Woche gestartete Projekt „Lesepaten“, das die Stiftung initiiert hat, liegt ihm am Herzen. „Es ist toll, wie sich Paten und Kinder über das Projekt freuen“, schwärmt er. Neben den Leseübungen würden auch die Inhalte des Gelesenen zwischen Lesepate und Schüler diskutiert. „Es macht Spaß, das zu sehen. Die Vorteile für die Kinder bei der schulischen Entwicklung liegen auf der Hand“, sagt er.

Und ein weiteres Vorhaben in diesem Jahr wird sich ebenfalls für die Grundschüler in der Hansestadt einsetzen. Am 9. Juni soll es den ersten Rostocker Bürgerbrunch geben. „Das haben wir uns bei anderen Stiftungen abgeguckt, die damit gute Erfahrungen gemacht haben“, erzählt Grieger. Das verlängerte Frühstück soll auf dem Universitätsplatz stattfinden und die Rostocker näher zusammenbringen.

„Es wird lange Reihen mit Bierbänken und Tischen geben. Diese kann man dann mieten. Der Erlös geht an die Rostocker Schulen. Brötchen gibt‘s gratis“, verspricht er.

Die 2005 gegründete Stiftung finanziert alle Aktivitäten nur aus den Zinsen, das Stiftungskapital wird im Regelfall nicht angetastet. Jährlich wird die Summe des Gründungsstiftungskapitals sowie alle Erträge aus Spenden veröffentlicht. Ende 2012 betrug das Vermögen 400 000 Euro.

Karsten Wilke